23. Dezember 2018 – Habe gerade mal wieder eine beschissene Zeit.

Der 23. Dezember 2018 beginnt für mich mit Luftschnappen um 6:00 Uhr in der früh.

Raus aus dem Bett und Fenster aufgerissen, denn ich habe das Gefühl, ich muss ersticken. Der niedrige Luftdruck tut ein Übriges.

Dass meine Birne seit Monaten rumspinnt, hat einfach auch mit Angst zu tun, denn seit meinem 71. Geburtstag laufe ich durch die Gegend und frage mich andauernd, wann mir das Licht ausgeschaltet wird. Ist wirklich ein beschissenes Gefühl.

Jeden Tag stehe ich auf, will schreiben, bekomme aber dann nichts zustande. Dieser Zustand ist einfach nicht witzig. Ganz besonders bescheuert empfinde ich meine ständige Reizbarkeit, welche von meiner Parkinson-Erkrankung herrührt. Ich versuche wohl, meine eigene Disziplin zu aktivieren, aber mit guten Vorsätzen allein halte ich dann doch nur relativ kurze Zeit durch, ich scheitere immer wieder.

Ich weiß für mich, ich bin nicht bereit, so einfach abzutreten, auch wenn mir jedermann weismachen will, dass dies einfach zum Leben dazu gehört, dass man irgendwann ins Gras beißt.

Seit meinem Herzinfarkt im April 2011 nehme ich eine Reihe von Tabletten und zwar regelmäßig. Ist schon lange in Fleisch und Blut übergegangen, aber so seit 2 Jahren bekomme ich immer wieder mal Anzeichen von Panikattacken, welche ich aber dann relativ schnell wieder ohne Medikamente in den Griff bekomme. Ich merke gerade wieder, dass ich stocksauer werde, denn mir geht es auf den Geist, dass ich über sogenannte Krankheiten schreibe und dies geht mir eigentlich wahnsinnig auf den Zeiger, denn ich fühle mich eigentlich nicht krank.

Dany ist inzwischen 18 Jahre und dass merkt man auch, denn sie schläft halt sehr viel. Ich gehe wohl regelmäßig mit ihr spazieren, auch, damit sie ihre ‘Geschäfte’ erledigen kann und diese Disziplin tut mir auch gut, auch wenn ich so manches Mal gerade keine große Lust habe, aber dies alles weiß ich seit Jahrzehnten, seit ich Hunde habe und zu 95% macht es mir nichts aus, denn eine Änderung darf einfach nicht sein, da sie sonst darunter leiden würde.

Mühe habe ich, meine selbst gefundenen Aufgaben zu erfüllen, denn auch wenn ich mir vornehme, zu schreiben, so lasse ich mich doch zu viel treiben von Ablenkungen, denn diese ‘Schreibblockaden’ werden ganz einfach immer länger. Diese Aussetzer gefallen mir gar nicht. Ich will einfach wieder etwas nützliches auf die Beine stellen. Ich bin immer noch nicht zu alt für positive Ergebnisse.