Mein Arzt verweigert Hilfe

Letzte Woche war ich im Krankenhaus wegen heftigster Schmerzen in Hüfte und Knie. Es wurden Arthrosen festgestellt, und ich sollte am Montag wieder kommen – stationär.

Frau Doktor empfahl starke Schmerzmittel – dreimal stärker als das Übliche. Der Hausarzt verweigerte…

Er verschrieb Ibuflam 600, obwohl ich ihm sagte, dass diese bei mir nicht die erwünschte

Wirkung bringen. Aus Erfahrung…

Die Schmerzen verschlimmerten sich, ihm egal.

Heute nun, nach Besuch des Toilettenstuhls, zurück ins Bett. In dem Moment als ich vor meinem Bett war, tat es einen richtiggehenden, ekelhaften Knacks im Oberschenkel, mit einem hässlichen Gefühl und Geräusch. Danach konnte ich mein Bein nicht mehr steuern, und die Schmerzen waren so unerträglich, dass ich hätte dauernd brüllen können.

Ich versuchte den Notarzt zu erreichen…

…der Notarzt war mein Hausarzt, er verweigerte jegliche Hilfe.

Behindert bin ich sowieso schon, auf Grund einer seltenen Krankheit, und 6 Bandscheibenvorfällen. Außerdem habe ich Krebs.

Aber, das reicht nicht, es muss noch etwas oben drauf gesetzt werden.

Warum?…

Nun, ich hatte es gewagt und meinen Arzt kritisiert.

Sehr geehrte Damen und Herren.

Es war schon sehr grenzwertig, wie das heute gehandhabt wurde. Das Krankenhaus war auch überrascht, – immerhin gibt es Röntgenbilder und eine Diagnose, und einen Vorschlag von Frau Dr. Winter das Medikament Arcoxia zu verschreiben.

Ibuprofen und Diclofenac vertrage ich nicht sonderlich gut.

Ich hatte mir erhofft, dass die Spitze der Schmerzen wenigstens abgemildert werden könnte, sodass ich wieder etwas handlungsfähiger wäre. Leider haben Sie diese Hoffnung zerschlagen.

Bei uns hatte auch niemand angerufen und Bescheid gesagt, dass die Leute vom roten Kreuz mich ins Krankenhaus fahren. Okay, es ist wie es ist – aber wissen Sie wie es ist, wenn man plötzlich fast gar nicht mehr selber kann – jeder darum herum hat es irgendwie eilig – es wird verfügt, und man selber hat kaum etwas an, weil man auch gerade aufsteht, eilig wiederum noch das Notwendigste erledigt wird, und man selber wird nicht mehr gefragt? Auf jeden Handgriff der hilfreich ist, muss man warten.

Ich wünsche es keinem sonst.

Wenn ich wieder eingewiesen werde, muss vermerkt werden, dass ich Pflege brauche,- dass ich auch sonst Einschränkungen habe.

Und, dass ich Sonden Nahrung brauche. Dass ich dauernd trinken muss, weil ich sonst austrockne, insbesondere die Mundschleimhäute.

Anbei der Bericht der Ärztin.

Mit freundlichen Grüßen

Ich versichere hier noch einmal, dass ich keinen Anruf erhalten hatte. Auch nicht an dem Tag der Einlieferung – ich hatte angerufen.

Der Arzt rief mich an, bestritt alles und verbat sich jegliche künftige Kritik – sonst könne ich sehen wo ich bleibe, da es ja keinen freien Hausarzt mehr gibt hier.

Er erwartete wohl eine Entschuldigung, aber die gab ich nicht – ich hätte ja lügen müssen. Ich nahm seine Äußerungen zur Kenntnis.

Ich sitze nun abgestützt im Bett, und versuche – wieder einmal – die –Schmerzen auszuhalten. Das Herz rast, und ich bewege mich am Rande einer Ohnmacht entlang.

So ist die Lage bei mir – und auch mein Arzt ist ein bekennender Christ. Pietistisch…

Morgen will eine Dame vom Pflegedienst kommen und mir helfen. Packen und mich fertig machen… und, dann sehen, dass sie mich ins Krankenhaus bekommt.

Drückt mir die Daumen.