Rückblicke und Aussichten

Manchmal wird es mehr als vorgesehen …

Von Dumpfbacken und Flitzpiepen

Wenn ich einen anderen Menschen ein “Arschloch” nenne, kann ich wegen Beleidigung verklagt und bestraft werden. Dabei ist es nur ein Begriff aus zwei zusammengesetzten Hauptwörtern.

Allein schon Sprache und Schrift sollen also strafwürdig sein. Der Mensch als solches ist schon ein merkwürdiges Geschöpf, aber es gibt sie nun mal, diese Begrifflichkeiten und dass nicht erst seit neuerer Zeit, sondern schon verdammt lange. Sprache und Schreibweise können in dieser Form also niemals strafwürdig sein, denn sie sind nun einmal Allgemeingut, werden von allen, ob groß oder klein benutzt, weiter ‘vererbt’.

Die beiden Begriffe in der Überschrift sind aber zum Beispiel nicht strafwürdig, denn obwohl auch im Sprachvokabular zuhause, sind sie interpretationsfähig. Jede(r) kann sich darunter etwas ganz eigenes vorstellen oder auch nicht.

Jetzt werden sich bestimmt schon mal so einige ganz schlaue Menschen und Leser (und ich vermeide jetzt ganz bewusst den so genannten Genderwahnsinn einer bestimmten Kaste von Menschen, welche sofort lautstark intonieren, dass ich die weibliche Form bei “Leser” unter den Tisch fallen lasse und somit nicht benutze) gleich aufschreien, aber genau diese Spezies fallen für mich persönlich unter den Begriff “Arschloch” und in der Mehrzahl “Arschlöcher”, aber nicht nur die. Der Begriff gilt übrigens auch für mich selbst, wenn ich mich als solches aufführe durch Handlungen und Nichthandlungen, dann kommt für mich selbst aber auch die Zeit, darüber nach zu denken, ob ich es auch wirklich bin. Nennst sich übrigens Selbstreflexion und dafür brauche ich keinerlei Jurisdiktion, welche versucht, mich vor mir selbst zu schützen.

Erst jetzt, nach dieser erweiterten Einleitung, werde ich konkreter, denn es gibt ja auch Fakten zu diesem Begriff “Arschloch”.

Inge Jurk und ich habe einen so genannten Vermieter, der sich ganz einfach weigert, seinen Pflichten, die er laut Gesetz gegenüber uns hat, nach zu kommen. Da ich alleine erst 10 Monate bei Inge zur Untermiete wohne, muss ich aber auch diese von ihm verursachten Nachteile quasi in Kauf nehmen, sonst würde ich Inge nicht in ihrer mehr als nur prekären Situation helfen können und sie wäre auch wahrscheinlich schon tot, denn verschiedenste Unterlassungen durch das “Arschloch” Vermieter hätten dies verursacht. Diese Flitzpiepe ist nur an einem interessiert und dieses Interesse nennt sich Geld. Hinzu kommt noch, dass er außer einem “Arschloch” auch noch ein fast typischer schwäbischer Geizhals ist und zusätzlich noch bei Mitmenschen keinerlei Empathie empfindet und … ich hasse Ignoranten und Egomanen. In diesem Zusammenhang darf ich nicht unerwähnt lassen, dass diese Dumpfbacke von Vermieter nicht alleine für ein mehr als trauriges Kapitel der Stadt Calw verantwortlich ist, er hat von politischer und behördlicher Seite eifrig Unterstützung. Hier mit den gleichen Begriffen aufzuwarten, wäre ‘Perlen vor die Säue geschmissen’.

Die genauen Fakten können im FIWUS im Einzelnen unter dem Begriff “CALW” über die Suchmaske gefunden werden. Sollten noch andere Unklarheiten über Begrifflichkeiten auftauchen, so kann ich nur das Internet empfehlen und dort die Suchmaschine GOOGLE und zusätzlich WIKIPEDIA.

Da übrigens zur Zeit über den Bundestagswahlkampf der Begriff “Gerechtigkeit” eine herausragende Rolle spielt, würde ich zusätzlich noch vorschlagen, dass sich die Politik diesen Fall mal eingehend zu Gemüte führt. Nur leider wird dies NIE geschehen, denn WIR beiden Menschen sind ja inzwischen, auch durch unser Alter, einfach nichts mehr wert.

Vermieter sind eine ganz besondere Spezies unter den menschlichen Wesen. Ob die ihre ganz besondere ‘Eigenheiten’ schon in den Genen haben, wage ich erst einmal nicht zu entscheiden oder gar zu behaupten. Darum sollte sich eigentlich die Wissenschaft mal kümmern, aber gerade die ist ja inzwischen eher mit Vollpfosten wie Donald Trump beschäftigt. Ich persönlich habe in den letzten 50 Jahren da so meine Erfahrungen machen müssen und ich schätze mal, damit bin ich ganz sicher nicht der Einzige.

In meinem sogenannten Erwachsenendasein gab es natürlich auch Zeiten, in denen ich mit diesen Herrschaften über einen bestimmten Zeitraum nichts zu schaffen hatte, denn in meinen Jugendjahren (zwischen 1965 und 1970) war ich entweder auf Staatskosten (Knast) untergebracht oder ich war obdachlos, aber die Zeit “ohne festen Wohnsitz” hat mir auch so manchen Menschen näher gebracht, an die ich heute noch mit Hochachtung denken muss, auch wenn wir uns dann zwangsläufig aus den Augen verloren haben, zumal im nachhinein die Entfernungen und der Beruf gerade zu dieser Zeit (ab 2. Dezember 1970 in München, bis 1986) mir kaum noch Zeit ließen, wirkliche Freundschaften zu leben.

Zwischen 1965 und bis zum 1. Dezember 1970 lebte ich eigentlich in Köln und hatte außer Neubauten in der Entstehung und verlassenen Grundstücken mit Trümmern oder auch nur Parkbänken in den verschiedensten Parkanlagen der Stadt nur noch Quartiere von neuen studentischen Freunden oder die gerade angesagte Freundin (einige, aber doch immer noch übersichtlich) als Quartiermeister für ein Dach über dem Kopf. Den Arsch sich abfrieren und aber auch neue Gedanken über das Leben im allgemeinen waren meine tägliche Ration Sozialisierung, während die Mahlzeiten in Kaufhäusern halt geklaut oder aber auch in der Gastronomie in Köln verdient wurden. Harte, aber auch immer mal wieder schöne und befruchtende Zeiten, besonders in der Studentenbewegung. In diesen 5 Jahren hat kein raffgieriger Vermieter auch nur eine Mark an mir ‘verdient’.

Auch wenn ich zusammenfassend nicht besonders stolz bin auf die Scheiße, welche ich verbockt habe in diesen Jahren, so habe ich aber doch auch vieles gelernt, was mir nach 1970 wertvolle Dienste geleistet hat in meinem zukünftigen Leben. Aus eigenem Antrieb, aber auch mit zukünftigen Freunden habe ich diesen Umschwung gepackt, auch wenn die sogenannte Anständigkeit sich nur darauf bezieht, dass ich keine Straftaten mehr verübte, denn dazu fehlte mir einfach die Zeit, welche ich in der Filmbranche als Lehr- und Arbeitszeit quasi wesentlich besser zu nutzen wusste.

München (ab 2. Dezember 1970, 08:00 Uhr) hat mich in ein neues Kapitel meines Lebens katapultiert und den Anfang machte Frau Dr. Elisabeth Herzog, die Mutter des Filmregisseurs Werner Herzog, die mich zuerst eine Zeitlang bei sich aufnahm. Wenn ich im September 1970 nicht den Mut gehabt hätte, Werner Herzog bei der Aufführung seines Films “Auch Zwerge haben klein angefangen” im Knast (Straftat “ohne festen Wohnsitz”, 4 Wochen absitzen) der JVA Köln-Ossendorf anzusprechen, hätte meine Zukunft auch ganz anders und wesentlich mieser aussehen können.

Der nächste Mensch, der mir half, wieder in der sogenannten Gesellschaft Fuß zu fassen, war ein Freund von Werner Herzog, der Rechtsanwalt und Filmemacher Hans Peter Meier, der mich nicht nur im Beruf anfangs sponserte, sondern auch juristisch immer wieder mal unterstützte.

Viele Menschen haben mich gerade zu Beginn in München unterstützt, Vermieter waren nicht darunter, denn auch schon damals machte ich die Erfahrung, dass diese Spezies nur an einem wirklich interessiert ist, nämlich an Macht und Geld.

Ich selbst habe nie gelernt, mit Geld um zu gehen, denn mein erstes Taschengeld bekam ich erst mit 14 Jahren, damals schon im Erziehungsheim, da ich angeblich einen schlechten Einfluss auf meine Geschwister ausüben würde. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mich meine Geschwister zum damaligen Zeitpunkt schon nicht mehr besonders interessierten, denn … ich war in der Pubertät. Die Geschöpfe mit den Flatterkleidern waren viel interessanter.

Da ich aber schon sogenannte Heimerfahrung hatte, fiel mir dieser Aufenthalt im sogenannten “Jugendhof Haßloch”eigentlich ziemlich leicht und selbst die hin und wieder auftauchenden Probleme mit Testosteron geschwängerten Gruppenkollegen waren nur Randnotizen einer Entwicklungszeit.

Als zum Beispiel relativ zu Beginn meines Aufenthaltes in Haßloch in unsere Gruppe eine Grippeepidemie ausbrach, war ich der Einzige Mensch dort, der nicht sofort angesteckt wurde. Hing wahrscheinlich auch mit meinen Erfahrungen zusammen, welche ich als Kind beim Weglaufen von zuhause machen musste, als ich auch bei miesestem Wetter im Freien war und z.B. auch im Freien schlief, bis man mich mal wieder aufgriff. Ich war also schon abgehärtet, aber immer noch ein Schluck Wasser in der Kurve, auch wenn ich essen konnte wie ein Scheunendrescher.

Die Versorgung der damals Kranken, auch der Gruppenleiterin, war also so was wie eine Bewährungsprobe, die ich auch quasi ‘meisterte’, für die ich aber dann 2 Tage, nachdem der letzte Kranke wieder auf den Beinen war, damit bezahlte, dass auch ich krank wurde. Aber ich habe es ja ‘überlebt’ und als ich wieder auf den Beinen war, fing ich mit dem Rauchen an, was mich bis heute ‘begleitet’. Obwohl erst vierzehneinhalb Jahre alt, hatte ich mir aber eine Art Narrenfreiheit erworben, denn das Rauchen war im Heim erst ab 16 erlaubt. Die Gruppenleiterin war ja selbst Raucherin und schaute einfach, wenn es denn ging, in eine andere Richtung, wenn sie uns minderjährige Raucher mal wieder überraschte.

Sonntag, der 3. September 2017 – Etwas mehr als ein drittel der Deutschen ‘fiebert’ vor der Glotze auf das sogenannte Duell Merkel und Schulz.

Eigentlich sollten derartige Fernsehdebatten Sternstunden der Demokratie sein, indem alternative Politikkonzepte aufeinandertreffen, deren Vertreter sich argumentativ aneinander messen. Aber seit man die Unterschiede zwischen SPD und CDU mit der Lupe suchen muss, hat sich das Format überlebt. Wer tatsächlich noch eine Auseinandersetzung unterschiedlicher Konzepte will, hätte die Runde um die Spitzenkandidaten zumindest aller im Bundestag vertretenen Parteien erweitern müssen, denn dann hätte mit der Linken wenigstens noch eine Partei am Tisch gesessen, die tatsächlich für eine grundlegende Veränderung der Politik, für die Wiederherstellung des Sozialstaates, die Eindämmung des Niedriglohnsektors und ein Zurück zur Entspannungspolitik steht.

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Ich persönlich hätte mir doch lieber „High Noon (12 Uhr Mittags) anschauen sollen, obwohl ich den Film schon mindestens 100 Mal gesehen habe und … der ist immer noch spannend. Dass nenne ich halt immer noch ein Duell.

Während die Bundeskanzlerin, kaum überraschend, ihre bisherige Politik verteidigte, dabei soziale Probleme wie Niedriglöhne, ungesicherte Jobs und Altersarmut schlicht ausblendete, das heutige Deutschland sogar kurzerhand ein „sozial gerechtes Land“ nannte und für ein Weiter-so warb, monierte Martin Schulz zwar Ungerechtigkeiten. Er sagte allerdings nicht einmal konkret, was er tatsächlich verändern wolle.

Heute reicht es mir garantiert nicht, das Resümee von Sahra Wagenknecht im Nachhinein rein zu ziehen, denn wir alle in Deutschland kennen dieses Nach-Tarocken schon zu genüge und … Martin Schulz wird zurecht kein Kanzler.

Alte, Behinderte, Kranke und Arme haben wohl in diesem Land keine Existenzberechtigung mehr und WIR sollen eigentlich noch froh sein, dass wir noch Schnaufen dürfen. Mein persönlicher Effenberg-Finger soll IHNEN den Weg weisen.

Mensch und Ökonomie = keine Harmonie

Der Mensch unterliegt den Naturgesetzen, wenn er auf die Welt kommt. Niemand vorher fragt ihn, ob er denn überhaupt will. Inspiriert wurde ich zu diesem Beitrag von diesem Artikel, der aber meiner Meinung nach nur halbe Antworten gibt und ich selbst jetzt versuche, mögliche weitere Fragen und Antworten zu finden und hier zu geben.

Ab dem Tag der Geburt steht der Mensch unter der Fuchtel der Manipulation. Selbstständige Entscheidungen werden ihm meist mit Gewalt auf brutalste Weise ausgetrieben und die wenigen Ausnahmen bestätigen zumeist diese Regel. Die sogenannten Erzeuger nennen dies dann Erziehung, vergessen aber dabei, dass dieser neue Mensch nicht nur fühlt, er/sie (oder auch umgekehrt) hört und sieht auch. Diese mehr oder weniger lange Linie endet erst im Tod und die daraus resultierenden Erfahrungen verschwinden dann ins Nirvana, bei den meisten Menschen.

Gleichzeitig mit der Geburt ist der Mensch ein neuer Bürger seines Geburtsstaates. Niemand hat ihn gefragt, ob er/sie dies überhaupt sein will. Gesetze und Regeln, welche sich die Menschheit im Laufe von Jahrtausenden sozusagen gegeben hat, sind immer wieder oft genug nur willkürlich und an keinerlei echte Logik gebunden und reduzieren den Begriff “Freiheit” nur auf eine leere Worthülse. Als der Mensch quasi noch auf den Bäumen rumturnte (wo es denn welche gab), war von Gesetzen und Regeln nur ganz minimal etwas zu spüren. Dieses Prinzip – “Und willst Du nicht mein Bruder sein, dann schlage ich Dir halt den Schädel ein” – gilt auch heutzutage noch, nur nicht mehr ganz so krass, wie in der Steinzeit, dafür aber zumeist noch viel unmenschlicher.

Eine der beklopptesten Erfindung der Menschheit sind übrigens Gottheiten, auf die man alles Unwägbare und auch Unbekannte schieben kann, damit man als Mensch sich sozusagen ‘entlastet’. Solche Art Faulheit ist aber für meine Begriffe eher Be- als Entlastung.

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker

Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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