Wenn LEBEN nur noch ‘Überleben’ bedeutet …

Wenn ich diesen Beitrag im FIWUS veröffentliche, wird es bei manchen Zeitgenossen gleich wieder ‘dicke Hälse’ geben, denn sie würden Inge Jurk und mich am liebsten gleich ins Krematorium karren, weil wir nach ihrer sogenannten Meinung nur noch Schmarotzer und unnütze Esser sind, die sich auch noch nicht mal selbst ernähren und versorgen können.

Diesen Herrschaften sei sofort eines ganz klar gesagt: “IHR könnt uns alle ganz gepflegt am Arsch lecken”, denn diese Art von Missgunst und Neid werden wir immer bekämpfen.

Inge und ich haben in diesem Leben in Deutschland mehr als genug geleistet und wenn wir auch nicht wie Durchschnittsspießer gelebt haben, so haben wir uns doch genug Respekt und Anerkennung verdient, als sich dies nun in unserer Rente widerspiegelt.

Natürlich verlief unser bisheriges Leben nicht immer nur gradlinig und das ist auch gut so. Die sogenannten Lerneffekte muss man dabei immer berücksichtigen und auch Rückschläge in Kauf nehmen.

Inge zum Beispiel hat Anverwandte gepflegt, nur wurde dies nie entsprechend honoriert. Selbst wenn die sogenannte Bezahlung auch nur mies ausgefallen wäre, so hätte sie doch auch in die Rentenkasse einzahlen können und jetzt im Alter wenigstens eine höhere Rente gehabt. So muss sie sich mit 94 € Rente ‘begnügen’ und der Rest wird durch die Grundsicherung im Alter sozusagen auf gestockt, was allein durch die Tatsache, dass dieser sogenannte Hartz-Satz, denn daran orientiert sich diese sogenannte Grundsicherung, niemals für ein menschenwürdiges Dasein reicht und die Politik lässt sich dafür noch als sogenannter ‘Wohltäter’ feiern.

Dass diese Sozen ja gerade (schon die 3. Wahl verloren) wieder einmal die Quittung präsentiert bekamen für ihren #Sozialkill, wird dabei bestimmt niemanden verwundern. Dass man das Wahlkampfschlagwort von der sogenannten ‘Gerechtigkeit’ ihnen inzwischen nicht mehr glaubt, ist nur die endgültige Antwort auf diese Art der Verlogenheit und dass ausgerechnet im Stammland der sogenannten Sozialdemokratie.

Seit 7 Wochen ist jetzt Inge im Krankenhaus zur Strahlen- und Chemo-Therapie Und nach ihrer eigenen Aussage wurde wohl der Krebs positiv angegangen, aber rein körperlich baut sie offensichtlich enorm ab.

Hier nur ein kleiner Auszug aus einem Beitrag von Inge:

Da hat man sich gerade so eingelebt in der Krebsstation, dann wird die Entlassung begreifbarer. Nur noch ungefähr 2 bis 3 Wochen…

Auch hier gibt es Erschöpfung zusätzlich zu jener, die wegen des Kampfes gegen Krebs sowieso auftritt. Und – ja, es ist ein Kampf. Der Körper gegen den Tumor, und die Reste des Tumors gegen den Körper.

Das ergeht hier allen so, und mehr oder weniger kämpft jede Patientin mit den Folgen und den Problemen daraus. Drei Nächte nicht schlafen können, weil Oma Maria randaliert…

Stress, den keiner braucht, privat auch noch…

Quelle: Hier weiterlesen

Ich persönlich habe so meine Probleme mit Krankheit und Krankenhaus. Dauergespräche darüber kann ich überhaupt nicht ab und andererseits verstehe ich von der Materie meistens nur Bahnhof. Wenn ich also nicht unbedingt selbst hin muss, mache ich mehr als nur weite Bogen um diese sogenannten Lokalitäten.

Und auch hier hat die Politik ein mehr als gerüttelt Maß an Schuld, denn obwohl sie ständig von angestrebten Reformen reden, so kommt meist das Gegenteil heraus, da gerade die Ökonomisierung der Gesundheit, welche ja wirklich jeden Menschen angeht, zu 99% in die Hose geht, denn es ist ja Geld im Spiel und an jeder Ecke lauern die Abzocker. “Wer soll dass bezahlen” ist somit die dümmste Frage in diesem Zusammenhang, denn die Einnahmen aus den sogenannten Zwangsversicherungen sind atemberaubend und die Gier des Staates, aber auch derjenigen, welche davon profitieren, sind unermesslich und besonders die Obermuftis in Berlin, dem Standort der Regierung, sind geradezu bei ihren eigenen Aussagen äußerst ‘kreativ’, zumal man auch sofort den Eindruck gewinnt, sie müssten alles aus eigener Tasche bezahlen.

Die Steuer- und Abgabenordnung ist niemals wirklich gerecht, denn die Ausnahmen von der Regel, welche ja für Jedermann gelten sollen, sind inzwischen so verquer verfasst, dass ein geistig einigermaßen orientierter Mensch da überhaupt nicht mehr durch blickt. Alles politisch gewollt. Mich persönlich macht solch ein Verhalten mächtig böse, da ich keine Marionette von irgend jemanden bin.

Wenn dies alles “Leben” bedeutet, sollte man sich schon bei der Geburt weigern, aus dem Bauch der Mutter zu ‘schlüpfen’. Geht halt nur nicht, weil der Verstand da nicht entwickelt ist. “Leben” ist inzwischen Beschiss hoch drei. Allein, wenn ich daran denke, wie die Ökonomie-Versauten Politiker und ihr Fußvolk, die Mitläufer und Claqueure der sogenannten Parteien mit Geifer in der Schnauze vor den Geburtskliniken auf neue Kundschaft lauern, wird mir eklig schlecht.

Seit mehr als 30 Jahren wird uns jetzt eingetrichtert, dass wir nützlich zu sein haben. Nutzvieh ist vielleicht nützlich, aber Menschen haben ab Geburt erst mal einen freien Willen, der Nach und Nach immer mehr zurecht ‘geschliffen’ wird und dann noch nicht einmal als Edelstein herhalten kann. Die ständigen Manipulationen schleifen jede Individualität ab. Wenn dies alles der Einzelne nach einer gewissen Zeit auf diesem Planeten ‘bemerkt’, ist es quasi schon zu spät.

Gesellschaft, so wie sie sich heutzutage präsentiert, ist Herde und sucht immer nach dem einen Führer, der sie durch die Untiefen und Unwägbarkeiten eines Lebens zerrt. Der Begriff “So geht es bei uns schon immer zu” ist Paragraph 1 dieser sogenannten Gesellschaft, nur wird dabei immer vergessen, dass das Gehirn jedes einzelnen Menschen individuell geprägt wird, aber die wenigsten diesen ganz eigenen und hochkomplexen Computer auch wirklich einschalten. Kreativ ist nur, was der Allgemeinheit nützt.

Gehe ich von meinem eigenen Dasein aus, so hatte ich das Glück, immer meinen eigenen Weg zu gehen, auch wenn er in manchen Situationen steinig und verdammt holprig war und auch noch ist, aber ich bin auch stolz darauf, dem Herdenzwang bei vielen Gelegenheiten ein Bein zu stellen.

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker
Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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