Irrwitz

Wir sprechen von der Menschheit.

Wir reden von einer Welt auf der alle Menschen leben.

Wir diskutieren den Begriff des globalen Lebens auf einem Planeten – auf dieser Erde.

Und, “wir sind alle Menschen dieser einen Erde”, sagen wir.

Trotzdem rüsten unsere Regierenden, – handeln mit Kriegsgerät, so dass es verbreitet wird, – und es werden Kriege geführt.

Die Frage stellt sich: Gegen wen ? – Wegen was?

Wenn wir also eine Menschheit sind, mit einer Welt für alles globale Leben, – dann führen wir Kriege gegen uns selber, wegen unterschiedlicher Meinungen und Begehrlichkeiten.

Wir machen uns selber zum Feind, – lassen uns gegenseitig aufeinander hetzen, und tun so, als müsste das alles so sein.

Während wir uns unterwerfen unter diese Ordnungen und Regierenden, und nichts mehr richtig füreinander geregelt bekommen, damit es uns wohl ergehe, hinterfragen wir nichts.

Wir fragen nicht einmal uns selber, was wir da für normal erachten.

Wir gehen aufeinander los für einige Euros mehr, und fragen nicht danach, wie wahnsinnig wir schon selber geworden sind, wenn wir unsere sogenannten “Moderne” immer noch für normal halten, in der wir also gegen uns selber Kriege führen –

als eine Menschheit –

auf ein und der selben Erde.

Und manche Menschen fragen da noch allen Ernstes:

“Wo ist Gott?”

Wer gegen sich selber Krieg führt, kann Gott nicht einlassen bei sich.

Gott ist da, wo man ihn einlässt – sagt man.

Die Frage danach, wo Gott ist, erübrigt sich damit.

 

Und, während der eine Nachbar dem anderen die Margarine nicht auf das Hartz IV Brot gönnt,

ist Gott längst ausgewandert, weil diese Menschheit nicht begriffen hat, dass sie gegen sich selber Krieg führt, – sich selber abweist,- und dann noch fragt, wo ihr Gott abgeblieben ist.

Das war heute eines der Themen zwischen drei Damen hier – in der Krebsklinik.

Wir leben nicht mehr ewig, und haben inzwischen unsere Zweifel, ob “Mensch” überhaupt noch etwas kapiert.