Der Samstagsblick Nr. 3

Zuerst mal was banales; am Montag (1. Mai) beginnt mein 6. Monat in Calw.

Und das die Kolumne jetzt nicht in einem Rutsch geschrieben wurde, liegt gewiss nicht an Captain Picard alias Patrick Stewart. Der hätte mich glatt auf dem Mars oder sonstwo einfach ‘vergessen können’, weil ich solch ein Schreibschlamper geworden bin.

Sorry, Captain Picard – aber ausgesucht habe ich mir dieses Kaff gewiss nicht …

 

Und mal was von meinen Eigenheiten, besonders beim Schreiben. Heute zum Beispiel (26.04.) bin ich um 10 Minuten nach 5:00 Uhr aufgewacht und hab mich sofort an den Computer gesetzt. Natürlich will ich den “Samstagsblick Nr. 3” endlich als Beitrag fertig bekommen, aber schon Microsoft macht mir heute Morgen einen Strich durch die Rechnung. Die hängen mit ihren Updates irgendwo in einer Zeitschleife, nichts geht. Ich wechsele in die Schlagzeilen der Nacht, aber auch hier nichts Berauschendes.

Meine Laune, welche bisher eigentlich gut war, sinkt in immer tiefere Tiefen und dann steht plötzlich auch noch Inge hinter mir. Und dieses ‘über die Schulter schauen auf meinen Bildschirm’ kann ich in der früh so gar nicht vertragen. Ich komme einfach aus meinem inneren Zustand des Denkens völlig raus.

Gerade hab ich nachgeschaut, was das Defender-Update macht und ich stelle fest, Microsoft schraubt mal wieder kräftig an ihren Servern rum. Meine Fresse, die sollten ihre unegalen Griffel nicht in der Früh einsetzen, nur vergesse ich dabei, dass die ja in einer ganz anderen Zeitzone leben. OK, dann muss ich mich meinem Computer-Schicksal ergeben und einfach warten, bis sie fertig sind.

Defender

Für ein ‘Definitionsupdate’ haben die bisher noch nie etwas initialisiert … *Koppschüttel*

Trial and Error (Versuch und Irrtum) scheint für heute angesagt zu sein und ich muss darunter ‘leiden’. Jetzt sitze ich schon den sechsten Tag an dieser Kolumne, es ist zum heulen. Jetzt braucht Winzigweich schon über eine Stunde, um dieses Definitionsupdate an die Kiste zu schicken. Steht da vielleicht irgendwer auf der Leitung?

Immerhin habe ich gerade (es ist übrigens mindestens der 10. Tag mit dieser vermaledeiten Kolumne) von einem Freund eine Aufmunterung in Bezug auf meine schriftlichen Ergüsse erfahren. Dieser Freund schreibt schon viel länger als ich selbst und ist so um einiges besser, als ich jemals sein werde. Aber es tut einfach gut, wenn man ‘beachtet’ wird.

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Kolumnen haben die Angewohnheit (wenigstens im FIWUS), dass sie immer wieder in Vergessenheit geraten, wenn man als Einziger an ihr Vorhandensein denken muss. Schande über mich. Inzwischen haben wir jetzt schon Montag … und ich ziehe mich gerade in die “Schäm-Dich-Ecke” zurück. Natürlich ist das Wetter zur Zeit im Schwarzwald schuld, was denkt ihr denn. Und dann kommt noch hinzu, dass Microsoft ständig an Windows 10 rumschraubt. Und ICH – um Ausreden nie verlegen.

Aber es ist nun mal keine Ausrede, wenn ich jetzt sagen muss, es passiert einfach zu viel, was ich persönlich bewältigen muss, besonders, was seit mehr als 5 Monaten mit Inge Jurk, meiner Kollegin und Mitautorin passiert.

Gestern hatte sie einen festen Termin für den Beginn der Chemo- und Strahlentherapie in einem Krankenhaus in Karlsruhe. Sie war wohl pünktlich vor Ort, aber dann “April – April”, es war kein Zimmer frei. Inzwischen ist sie schon wieder zuhause.

Kein rechtzeitiger vorheriger Anruf (angeblich hatten sie keine Telefonnummer), alle vorangegangenen Vorbereitungen und der Stress davor waren also für die Katz. Ist besonders für Krebskranke ein wahres Wundermittel zur Heilung. Klingt nur ‘lustig’, ist es aber nicht, denn dem Krebs kann man inzwischen beim Wachsen zuschauen.

Noch eine Kleinigkeit, nur so am Rande vermerkt; die ausgesprochen eklige Beule am Hals ist ja inzwischen auf gebrochen und musste ärztlich versorgt werden. Eine Schwester hat wohl den Verband bzw. die Abdeckung der Wunde angebracht, aber diese Abdeckung war schon 2 Stunden später einfach wieder auf gegangen und Inge musste diese dann wegschmeißen. Jeder Volltrottel hätte wohl bessere Arbeit verrichtet. – So – genug der persönlichen Belange. Trotzdem noch ein Update von heute (03.05.2017): Inge wurde heute für 6 Wochen nach Karlsruhe gefahren, die Chemo- und Strahlentherapie beginnt, also heißt es: Daumen drücken … oder so ähnlich.

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Wenden wir uns dem deutschen Umfeld zu, welches aber auch ein europäische und internationales Umfeld ist. Weiter raus in die Galaxie geht es sowieso nicht, denn dann würde uns immerhin sofort die Luft zum Atmen ausgehen.

Da wäre zum Beispiel das Problem Recep Tayyip Erdogan und die Türkei. Noch immer haben unsere deutschen Medien nicht begriffen, dass der sogenannte Putsch gegen diesen Herrn im letzten Jahr von niemand anderem inszeniert wurde, als von Erdogan selbst. Ist für mich so sicher, wie das kleine Einmaleins nach Adam Riese. Aber Logik spielt in diesem Zusammenhang sowieso keine Rolle, denn immerhin geht es ja ‘nur’ um Macht und natürlich auch um sehr viel Kohle. Die Antriebsfeder zur Gier ist weltweit überall gleich, wird nur in unterschiedlichen Prägungen ausgelebt, siehe hier.

Dass Deutschland ja jetzt immerhin so gastfreundlich ist, hat sich nämlich auch bei einer gewissen Klientel in der Türkei rum gesprochen und die staatliche Plutokratie dieses Landes macht sich jetzt ‘notgedrungen’ auf die Socken und verlässt die angestammte ‘Heimat’. Die Strapazen von echten Flüchtlingen, wie aus dem nahen und mittleren Osten, müssen sie ja nicht auf sich nehmen, sie sind ja ‘Elite’. Dass sie in ihrem eigenen Land viel nötiger gebraucht werden, kratzt sie nicht. Zuerst jahrelang die willfährigen Handlanger der türkischen Politik und dann kommt so ein Fuzzy wie Erdogan (immerhin nur ein Mann) und die privilegierten Herrschaften scheißen sich vor Angst vor diesem Fuzzy in die Hose. Aber so sind nun mal reine Befehlsempfänger – weltweit. Mir persönlich wird in diesem Zusammenhang immer schlecht und ich könnte kotzen. Übrigens ist die ganze Prozentrechnerei sowieso nur Kaffeesatzlesen, denn die sogenannten Interpretationen der unterschiedlichsten Gruppierungen ist so einzigartig blödsinnig wie die Menschheit insgesamt – mich eingeschlossen.

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Was macht eigentlich unser neuer ‘Übervater-Messias’ Martin Schulz? Urlaub, um Kraft (?) zu tanken für die nächsten Monate. Tja … wenn man es sich leisten kann? – Ich kann es seit 15 Jahren nicht mehr, mit meiner ‘exorbitanten’ Grundsicherungsrente. – Wie? Ich hätte Politiker werden sollen? Nicht für alles Geld dieser Welt!

Die Eintagsfliege Schulz wird mir nach diesem Jahr garantiert recht geben.

Inzwischen ist dieser Herr Schulz auf dem harten Boden der Tatsachen angekommen, die Sozen haben sich wohl total verrechnet, was die kurzfristige Popularität ihres neuen Vorsitzenden und sogenannten Kanzlerkandidaten angeht, denn inzwischen wird er von den etablierten Medien fast schon ignoriert. Der Osterurlaub hat ihm wohl nicht besonders gut getan und die Medien haben wohl begriffen, dass ein Sack voll heißer Luft an die Käufersubstanz geht. Hinzu kommt, das Politiker im allgemeinen nur kreativ sind, wenn es um die eigene Fresswampe geht.

Jetzt müssen wohl alle Wähler in Deutschland doch sich wieder neu orientieren, wenn man nach den allgemeinen Umfragen geht. DIE werden aber auch inzwischen immer zurückhaltender. Irgend was hat eine Schockstarre ausgelöst, könnte ich mir vorstellen.

Hab mir gerade die ‘Wasserstandsmeldungen’ der sogenannten “Arbeitsagentur” angeschaut und ich komme nicht drum herum, zu bemerken, dass die Prozentzahlen auch immer kleiner werden, dafür aber die Schlagzeilen und Beitragstitel in den Medien immer schön groß ausfallen. Man beachte daher das Bild vom Beginn dieser Kolumne. Und Angela Merkel kann immer noch stolz auf ‘ihre’ Medien sein, sie funktionieren einfach gleichbleibend in ihrem Sinne. Und dies ist auch im Übrigen die Krux des Herrn Schulz und inzwischen ‘seiner’ Verräter-Partei. ‘Man’ erinnert sich wieder in Deutschland.

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Reicht es “Selber schuld” zu rufen (schreien, krakelen, jammern) … ? “Wer nicht hören, nicht verstehen will, muss halt fühlen”, so empfinde ich es persönlich, wenn ich solche Schlagzeilen lese; ein Smartphone oder auch nur Handy ist nun mal kein Computer und darum auch niemals auch nur annähernd sicher, wobei es diese sogenannte “Sicherheit” im Telekommunikationsbereich sowieso NIEMALS gibt. Jetzt ist das Geld erst mal futsch und ob die sogenannten Hacker oder Cracker jemals geschnappt werden, steht in den Sternen. “Neuland”, laut Angela Merkel, hat wieder mal böse zu gebissen und die Betroffenen werden zumeist kein Fitzelchen schlauer, selbst wenn es in riesigen Buchstaben in der B***-Zeitung stehen würde. Nichttechnikaffine User (… und dass sind doch so einige) sind in diesem Fall immer die Gekniffenen, denn meist stehen solche Nachrichten fast nur in Online-Beiträgen und Zeitungen und Zeitschriften, welche von den Usern einfach nicht frequentiert werden.

Der Umgang mit Smartphone und Handy ist ja so leicht, denken viele. Wer nur telefoniert und ab und an eine Kurznachricht schreibt, hat ja auch recht, aber ganz besonders die technikverrückten Kids haben nun mal auch immer noch einen sogenannten ‘Spieltrieb’ in sich und das Internet ist voll von diversen Sauereien, was man mit diesen Ersatz-Computer so alles anstellen kann und eine extrem kleine Gruppe von Hackern, Crackern und Nerds hat es sich nun mal zur Aufgabe gemacht, ihr eigenes und auch finanzielles Süppchen zu kochen, dass der Mehrzahl der User und Nutzen mehr als nur schadet und die Banken und sogenannten Sicherheitsexperten aus offiziellen staatlichen Einrichtung tun und versäumen es doch regelmäßig, die Sicherheit eines jeden Einzelnen höher zu bewerten, als ihre eigene Unfähigkeit, diese Sicherheit auch zu garantieren. Auch wenn die Ursprünge des Computers in Deutschland zu finden sind, so haben doch die anderen Länder dieses Planeten dem Standort Deutschland längst den Rang abgelaufen, ganz besonders Indien. Darum gibt es auch außer vielleicht SAP keine anderen IT-Weltfirmen in diesem Land und hinzu kommt noch, dass deutsche Unternehmen inzwischen längst davon ausgehen, dass Könner hierzulande ja mit dem Mindestlohn abgespeist werden können. Eine kriminelle und politische Fehleinschätzung aller erster Güte. Könner wollen nun mal, auch zu recht, für ihre Leistungen adäquat bezahlt und auch sozial gepflegt werden. Für seine Aussage: “Wir haben den größten Mindestlohnbereich €uropas in Deutschland etabliert” könnte ich einem SPD-Kanzler namens Gerhard Schröder stundenlang und mit wachsender Begeisterung in den Hintern treten.

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Die Geister, die Ursula von der Leyen erst drei Jahre nach ihrem Amtsantritt als Verteidigungsministerin, aber noch rechtzeitig vor der Bundestagswahl in ihrer Truppe entdeckt haben will, wird sie nicht mehr los. Ein Abgrund von völkischem Gedankengut und Wehrmachtsverherrlichung, welche Kasernenbar sie auch betritt! Wie schlampig müssen ihre Vorgänger und die Besatzungsmächte bei der Entnazifizierung gearbeitet haben!

Quelle: Hier weiterlesen

Höchst selten habe ich solch einen treffenden Kommentar in der FAZ bisher gelesen und kann hierzu nur anmerken, 3 Jahre Lehrzeit war früher einfach mal üblich. Und was die Vorgänger von uns Uschi angeht, die waren ja auch nicht alle von der stramm Rechten Fraktion, aber wirklich ‘gekümmert’ haben die sich auch nicht. Die Uniformfetischisten des faschistischen Spektrums müssten eigentlich parteiübergreifend angesehen werden, wenn da nicht die erste Bonner Parteibühne mit “Konni” und “Globke” gewesen wäre. Kenne ich noch aus eigener Erfahrung, denn mein sogenannter Vater war ja einer von ihnen.

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Schon ein seltsames Gefühl, als ich heute meinen kreativen Mittagsschlaf absolvierte; seit gestern ist ja Inge jetzt wirklich in Therapie im Krankenhaus und die angestrebten 6 Wochen sind mal knapp 2 Tage alt und … ich mach mir nun mal Gedanken darüber, wie es in solch einer Situation, wenn der Sensenmann quasi vor der Tür steht, weiter geht. Und schon hat sie auch gleich aus dem Krankenzimmer einen Beitrag gepostet. Wir beide wissen wohl inzwischen, dass keiner von uns Menschen irgend wie überlebt, aber in vielen Fällen ist solch ein ‘Abgang’ einfach zu ungerecht “früh” und dass bringt mein eigenes Leben und dass von Inge schon gehörig durcheinander. Sie lässt es wohl sich nur wenig anmerken, aber ich spüre es trotzdem.

Und gerade spüre ich die Schwärze des Waldes um mich herum doppelt, denn ich muss auch gleich nach dem Posting im FIWUS mit dem Hund raus in diese Schwärze und Kälte, aber dabei kommen auch immer wieder sehr merkwürdige Gedanken zu meiner jetzigen Wohnstatt, in der anscheinend nur noch Zombies existieren. “Calw” hat eine solch destruktive Wirkung auf mich persönlich, dass ich einfach nichts Positives an dieser Stadt finden kann.

Schon der ganze sogenannte ‘christliche Firlefanz’, der hier immer noch herrscht, geht mir so was von auf die Eier, da könnten glatt Dinosaurier entschlüpfen.

Wer hier, so wie ich vor wenigen Monaten, aufschlägt, wird mit Dingen konfrontiert, die will man erst ein mal gar nicht glauben. Dass fängt schon beim simplen Einkaufen an. Die umsatzstärksten Unternehmen des Handels sind alle aus der Stadt verbannt und wenn jemand wie ich, der kein Auto hat und auch rein körperlich nicht mehr in der Lage ist, die Steilheit des Aufstiegs im Schwarzwald auf sich zu nehmen (Busfahren ist nicht, denn dafür reicht nun mal die politische Vorgabe der sogenannten Grundsicherung einfach nicht aus), der ist verraten und verkauft. Die Stadtoberen müssen hier alle mit dem Klammerbeutel gepudert sein, dass sie solch einen wirtschaftlichen Schwachsinn beschlossen haben. Und so was nennt sich auch noch Kreisstadt. Die von Angela Merkel sogenannte “schwäbische Hausfrau” hat wohl hier überhaupt nichts zu bestimmen, denn diese würde wahrscheinlich ihren eigenen Mann für die ‘nächste Laterne’ vorschlagen, wenn heute noch “1789” wäre. Ich habe es ja schon an anderer Stelle im FIWUS vermerkt, aber ich wiederhole mich da gerne; ich kann Herrmann Hesse immer besser verstehen, warum er diesem Kaff den Rücken zugekehrt hat. Und die, welche dieses Kaff als Touristen wegen der vielen Fachwerkhäuser jährlich besuchen, haben Hesse entweder nicht gelesen und/oder nicht verstanden.

Und nun, nach kurzer Unterbrechung des Schreibens und Gassigehen mit dem Hund noch eine kleine Episode von gerade eben. Unsere Straße hier in Calw ist 30ger-Zone und sie liegt den Berg rauf, als jetzt zu Nachtschlafender Zeit (es ist 22:30 Uhr Ortszeit) in dieser Zone ein Wahnsinniger den Berg mit mindestens 100 km/h befahren und damit auch noch meinen Hund total verängstigt hat. Meine Wut könnt ihr LeserInnen Euch ausmalen. Huch … bin ich heute ‘gegendert’. Meine Hoffnung für die Zukunft dieser Kolumne ist, dass es auch wieder mal einen ‘besseren’ Samstagsblick gibt. Und wer heute die sogenannte “deutsche Leitkultur” (als hätten wir ja sonst keine Probleme) vermisst hat, den muss ich diesmal auf einen anderen Zeitpunkt vertrösten.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.