Die Herrenrasse braucht günstige Dienstleister

Frauen leisten mehr als doppelt so viel unbezahlte Arbeit wie Männer

Unbezahlte Arbeit ist in Deutschland noch immer vor allem Frauensache. Das betrifft Haushalt, Erziehung und die Pflege von Verwandten. Ein Armutsrisiko, sagen Forscher.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-04/frauen-maenner-arbeitszeit-bezahlt-unbezahlt

Das ist eine Schande für ein Deutschland, das sich seiner Emanzipation rühmt. Also, muss sich etwas ändern, besonders für die hochqualifizierten Frauen, schließlich kann es nicht angehen, dass deren Fähigkeiten einfach so verrotten. Die Karriereleiter zerbröselt dabei, löst sich auf in die Abluft der Spülbrühe des Geschirrspülers, oder des Trocknens der Wäsche…

Diese Idee, dass sich da etwas ändern muss, ist an sich nicht schlecht. Doch die Lösung des Problems an sich, und das Modellprojekt, welches dabei heraus kam, hat wiederum eine Qualität, die stinkt.

Die größte Blamage dabei ist, dass es in den beteiligten Ministerien Frauen sind, die nun dafür trommeln und das Ganze auf den Weg bringen. Weitere Beteiligung entspringt der Diakonie. Bei diesen wundert mich allerdings hier – in Baden-Württemberg besonders gar nichts mehr.

Projektstart: Gutscheine für haushaltsnahe Dienstleistungen – Schwarzarbeit verhindern, sozialversicherungspflichtige Jobs schaffen

Fachkräftebedarf in der Region sichern und Schwarzarbeit verhindern – darum geht es in einem neuen Modellprojekt rund um haushaltsnahe Dienstleistungen. Initiatoren sind das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg (WM), die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit (RD) und die Stiftung Diakonie Württemberg. Mittels Gutscheinen sollen Betroffene unterstützt werden, um haushaltsnahe Dienstleistungen zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf bezahlen zu können. Mit der Umsetzung ist das Diakonische Werk Württemberg beauftragt.

http://www.sozialticker.com/prekaeren-entlohnungen-werden-prekaerere-gutscheine/

Damit sich Frau Qualifiziert verwirklichen kann, braucht sie Hilfe. Dafür “darf”/muss Frau Unqualifiziert Hauswirtschaft lernen und danach für Acht €uronen in der Stunde – sozialversicherungspflichtig – einige Stunden für Frau Qualifiziert arbeiten. Die verschiedenen Klassen werden auch hier wieder festzementiert.

Wie wäre es mit den Ministerinnen und anderen Beteiligten, wenn diese den Job – und viele andere – mal selber machen würden? Für dieses Geld, versteht sich.

Wenn das echt alles ist, was diesen Herrschaften so einfällt – dann gute Nacht. Doch genau dies nennt der Typ von der Diakonie “gleichberechtigten Zugang zum Arbeitsmarkt” und gleichberechtigte Teilhabe an Arbeit und Gesellschaft.” – Wann führen wir eigentlich wieder offiziell die ‚ARBEITSPFLICHT‘ ein … ?

 

 

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