Das blüht mir auch, falls ich einer OP zustimme.

Schon in der Woche, als ich wegen Diagnosen und Biopsie-Entnahme im Krankenhaus war, haperte es an der Pflege. Es gab keine Hilfe beim Waschen oder Duschen – die Vorrichtungen nicht behindertengerecht. Selbst Haare waschen wurde zum Problem, und eben nicht gemacht.

Wenn ich also einer Ausräumung meines Halses zustimme mit allem Drum und Dran bin ich erst einmal außer Gefecht gesetzt. Ohne Assistenz bin dann auch ich aufgeschmissen. An einer Abhilfe ist – außer mir – fast kein Mensch interessiert. Kostet ja Geld…

Die Zeit für Gespräche und Aufklärung ist sehr begrenzt, der Patient bleibt mit seinen Problemen und Fragen alleine.

Deshalb frage ich mich:

Soll ich auch demonstrieren gehen?

Meine Krebserkrankung und die drängenden Ärzte werden mir dazu aber keine Zeit lassen.

Trotzdem, meine Solidarität ist bei denen, die es getan haben.

Schwerstbehinderte besetzen Rathaus

Im Krankenhaus allein gelassen

Für Menschen mit schwerer Behinderung ist Assistenz im Krankenhaus überlebenswichtig. Doch manche Bezirke bezahlen diese nicht. Betroffene besetzten deshalb das Kreuzberger Rathaus

http://www.taz.de/!5394110/

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