NEIN

Jonny Beyer
Teuchelweg 11
75365 Calw
den 23.01.2017

 

An das Landratsamt der Stadt Calw
zu Händen Frau Fercher

Vogteistraße 42 – 46
75365 Calw

 

Hallo Frau Fercher,

ich werde ab sofort Ihren ‘Arbeitseifer’ belohnen und Ihnen eine schwere Bürde abnehmen. Nach unserem Telefonat am 10.01.2017 habe ich noch einmal gründlich nach gedacht und bin zu folgendem Schluss gekommen.

Hiermit ziehe ich meinen Antrag auf Grundsicherung im Alter zurück, von mir aus können Sie sich diesen Antrag dahin stecken, wo die Sonne niemals scheint.

Schluss mit den Schikanen, welche in diesem Land nicht in Gesetze gegossen, aber von willfährigen Mitläufern des Systems der Unterdrückung und der Diskriminierung von Alten, von Armen, von Behinderten durch die Politik errichtet wurde und von Bütteln aus geführt wird.

Diese, meine Entscheidung, wird auch öffentlich gemacht, sodass sich jedermann/frau selbst entscheiden kann, ob und wie er/sie sich anschließen mag.

Dieses NEIN gilt für den Staat im allgemeinen und für sämtliche offizielle Behörden, sowie für Institutionen, welche sich in dieser Zeit ‘unverzichtbar’ gemacht haben und ihre ‘ach so treuen Mitarbeiter’, von denen die Allgemeinheit im laufe der letzten 12 Jahre fast nur aus den Medien bruchstückhaft und oft genug falsch unterrichtet wurde. Für mich persönlich hat dieser Staat, ebenso wie die Politik dieses Staates, seinen eigenen Ruin bekannt gegeben, da er noch nicht mal in der Lage ist, seine eigenen Fehler aufzuarbeiten und Verantwortliche zur Rechenschaft zu ziehen, wenn sie mehr als nur Scheiße ‘gebaut’ haben. Der BER (Hauptstadtflughafen) soll hierfür exemplarisch als Zeitzeuge genannt werden. Hinzu kommt noch, dass das Grundgesetz, welches diesen Staat repräsentiert, ja noch immer existiert und danach muss sich kein Bürger dieses Landes als Bittsteller fühlen, wenn er den Staat sozusagen in Anspruch nimmt. Für die Verantwortlichen in diesem Staat heißt dies aber auch, wenn sie von der Situation offiziell wissen, müssen sie von sich aus handeln, denn das Nichteinhalten von Gesetzen und Rechtsnormen ist eine Straftat. So was nennt man auch unterlassene Hilfeleistung. Und noch ein Punkt, welcher sehr gerne ignoriert wird; nirgendwo steht etwas im Grundgesetz, dass für geleistete Hilfen Gegenleistungen gefordert werden.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
Art 20

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.

(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.

(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.

(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

NEIN auch zu Behörden und Institutionen, zu Politikern und anderen sogenannten Verantwortlichen, welche das Grundgesetz mit Füßen treten und es ganz bewusst ignorieren. Dies ist nicht mehr der Staat, in den WIR geboren wurden.

Meine persönliche Entscheidung verstößt gegen keinerlei Gesetze, wenn ich gegen Ausgrenzung und Diskriminierung, gegen Stigmatisierung und Gängelung und Nötigung durch den Staat und die unsäglichen Hartz-Gesetze auf diese Art dagegen vor gehe.

Was ich in diesem Land wirklich geleistet habe in insgesamt 7 Berufen, wurde mit Einführung dieser Gesetze mit einem Federstrich für Null und Nichtig erklärt und mit mir persönlich sind Hunderttausende von Menschen in diesem Land davon betroffen und auch in der kurz- und mittelfristigen Zukunft werden noch mehr Menschen davon betroffen sein.

Mein Brief an Landrat Helmut Riegger (geschickt per E-Mail) ist bis heute nicht beantwortet:

Jonny Beyer
Teuchelweg 11

75365 Calw

Sonntag, der 15.01.2017

 

An das Landratsamt der Stadt Calw
zu Händen Landrat Helmut Riegger

Vogteistraße 42 – 46
75365 Calw

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

mitten in Deutschland – mit Füßen getreten – die Menschenwürde.

 

In dieser verschissenen Stadt geschieht zur Zeit ein schlimmes Unrecht, in das auch Ämter und Institutionen und Einrichtungen involviert sind. Dort ansässige Personen sind ebenfalls gemeint.

 

Diese Nachricht schreibt ein sogenannter Neubürger der Stadt Calw, welcher seit 01.12.2016 sich in dieser äußerlich schönen Stadt befindet, der aber sich von Fassaden garantiert nicht täuschen lässt. Immerhin hat er 20 Jahre für Film und Fernsehen gearbeitet und seine Karriere als Kameramann dann nach 8 Jahren 1992 beendet, da er keine Zukunft mehr nach dem Ende der DDR in dem Metier sah und einen neuen Beruf in der IT erkor. Sollte Ihnen der Stil des Schreibens sauer aufstoßen ob seiner Vulgarität; besser und gediegener lässt sich diese Sauerei einfach nicht mehr beschreiben.

 

Am 13. September 2016 wurde Frau Jurk-Prommersberger – die schwerbehindert ist und 67 Jahre alt, – unter anderem wegen einer seltenen Erkrankung,- nach fast 18 Jahren Ehe von ihrem Mann – einem Narzissten und Messi – verlassen. Er ließ sie vernachlässigt und fast ohne brauchbare Kleidung in einer zugemüllten Wohnung zurück, die nicht mehr beheizt werden konnte.  Auch der Vermieter (Herr Thomas Müller, seines Zeichens Stadt- und/oder Gemeinderat und Kirchenrat der Stadt Calw) hatte sich 18 Jahre lang nicht um die Wohnung gekümmert.

 

Frau Jurk-Prommersberger bemühte sich um Hilfen, fand aber wenig Gehör. Nach einer Zeit bei einer Familie im näheren Umkreis, die Pflegefamilie werden sollte, obwohl diese nicht überprüft worden war, wurde sie – von dieser Familie – in einer eisigen Nacht wieder in ihrer unbeheizbaren Wohnung abgesetzt. Dies, weil Frau Jurk-Prommersberger sich weder bevormunden, noch entmündigen lassen wollte. Es folgen jetzt verschiedene Veröffentlichungen, welche die Sachlage etwas ausführlicher darstellen. Die Links dazu hier:

 

http://freies-in-wort-und-schrift.info/2016/12/24/ein-privates-drama-verdrngt-im-fiwus-erst-mal-die-groe-politik/

 

http://freies-in-wort-und-schrift.info/2016/12/24/in-deutschlands-mitte-im-dezember-2016-oder-oh-du-froehliche/

 

http://freies-in-wort-und-schrift.info/2016/12/24/in-einer-ausweglosen-falle/

 

http://freies-in-wort-und-schrift.info/2016/12/29/hilferuf-aus-einem-deutschen-reservat/

 

Es ist für mich unglaublich, selbst nach jetzt fast 70 Jahren, wie in dieser sogenannten Demokratie inzwischen wieder mit Menschen umgegangen wird und dies ALLES politisch gewollt.

 

In dieser Stadt agieren Sekten ganz ungeniert mit einem sogenannten christlichen Weltbild, dass es einer Sau graust. Herrmann Hesse hat diese Stadt nicht umsonst verlassen, aber dies wird einfach nicht zur Kenntnis genommen, um etwas grundlegendes zu verändern, nein – es wird einfach weiter gemacht. wie schon vor hundert Jahren.

 

Hier so einige typische Aussagen aus dem Repertoire der Offiziellen:

 

Frau Jurk-Prommersberger als – nach den erwähnten Vorkommnissen – mehrfach “gebranntes Kind”, bekam Aussagen zu hören, die an Abscheulichkeit in ihrer Lage kaum zu überbieten sind.

 

Nachdem das mit der Pflegefamilie nicht geklappt hatte – was Herr Lamparter vom sozialpsychiatrischen Dienst in Calw versucht hatte zu managen, riet er Frau Jurk-Prommersberger sie solle eben die Notrufnummern bemühen, wenn sie die Kälte in der Wohnung nicht aushalten könne – und als Schutz vor dem Erfrieren. Falls ihr doch etwas passiere, wisse er von nichts.

 

Frau Fercher vom Landratsamt Calw, soziale Hilfen, wusste nichts Besseres, als Frau Jurk-Prommersberger darauf hinzuweisen, dass nie ein Beteiligter in einer Ehe allein schuld sei, wenn es schief gehe. Der Rat war, die Schuld nicht immer bei Anderen zu suchen. Das, an eine Frau, die zuvor das Schlimmste an seelischen, sozialen und psychischen Misshandlungen durchgemacht hatte, die ein Mensch erleben kann. Und genau hier ist es wieder, wie vor hundert Jahren: Die Frau ist mindestens mitschuldig, auch wenn Bücher und Internet voll sind von Aufklärung darüber, was es bedeutet, mit einem Menschen ohne Mitgefühl zu leben und dann die Trennung mit den Folgen verkraften zu müssen.

 

Die Diakonie sieht sich nicht im Stande, helfen zu können. Ein derartiges Ausmaß an Elend überfordert diese Einrichtung. Es wird zwar behauptet, es seien Vorschläge gemacht worden, da aber Frau Jurk-Prommersberger nach ihren traumatischen Erfahrungen nicht sofort wieder in volles Vertrauen übergehen konnte, und nichts Konkretes beredet wurde, blieb sie eben reserviert. Es ist zum Kotzen, dass Äußerungen von Frau Jurk-Prommersberger auf die Goldwaage gelegt wurden, während die anderen aber ungeniert kritisierten und manche auch hetzten gegen sie, so dass weitere Bekanntschaften in die Brüche gingen. Danach kehrte Schweigen ein, abgesehen von meiner Gegenwart bei Frau Jurk-Prommersberger. Wenn diese, meine Gegenwart nicht wäre, dann wäre sie noch mehr isoliert, als zuvor.

 

Denen, welchen es gut zu gehen scheint und die eine größere Klappe haben, wird mehr geglaubt, – Vorurteile, die sich anscheinend bestätigen, sind wohlfeil und werden gerne genommen,- nach den Folgen wird nichts gefragt. Es wird auch nicht beachtet, dass es zudem eine ganz andere Qualität hat, wenn eine schon ältere und schwerbehinderte Frau verlassen wird, die nicht einfach so weglaufen konnte, und die sich trotzdem – still für sich – bemüht hatte, aus den Misshandlungen halbwegs heil zu entkommen. Dass das nicht früher gelungen war, beruht darauf, dass Frau Jurk-Prommersberger mehr und mehr von der Umwelt abgeschnitten worden war. Die Erfahrungen bisher scheinen aber auf sehr hässliche Weise zu bestätigen, dass sie in ihrer Isolation wenig versäumt hatte, was Möglichkeiten angeht. Der einzige Trost für sie waren ihre Katzen.

 

Genau diese Tatsachen sind es, die einen Menschen mit Mitgefühl dazu bringen, dass ihm die Galle überschäumt. Seit dem Jahr 1977 ist bekannt, wie die Zustände mit Menschen sein können, die der Hilfe anderer bedürfen. Seit diesem Jahr mindestens ist auch bekannt, wie hilflos die Helfer selber sind. Damals erschienen verschiedene Bücher zu diesem Thema – den Link gibt es noch immer:

 

http://www.zeit.de/1978/48/hilflose-helfer-heillose-opfer/komplettansicht

 

Wurde etwas daran geändert? Gerade werden die Hilfemöglichkeiten für Behinderte wieder zurückgeschraubt. Frau Jurk-Prommersberger wurde geraten, persönliche Assistenz oder das persönliche Budget erst gar nicht zu beantragen, das bringe nichts. Eine weitere Erklärung darüber wurde ihr nicht gegeben.

 

Für alte, behinderte Menschen ist weitere Fürsorge wohl nicht vorgesehen. Es wurde ihr kein Psychologe empfohlen, oder vermittelt und abgeklärt, wie sie die Termine trotz Behinderung wahrnehmen könnte. Da mag ein Mensch wie sie noch so fit im Kopf sein, das hat keinen Platz im System. Oder sind die Psychologen hier nicht geeignet? In Calw kommt man nach derlei Erlebnissen durchaus auf solche Gedanken. Was Wunder, wenn Frau Jurk-Prommersberger versucht, sich mühsam selber wieder am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen, in dem sie gelandet war.

 

Neugier und Lebenslust sind offenbar bei alten Behinderten nicht mehr angesagt. Wie schon erwähnt, dieses Klima ist seit 1977 bekannt – und es wurde nicht viel daran geändert. Als ich auf meine Art den Herrn Lamparter vom sozialpsychiatrischen Dienst darauf hinwies, dass dies alles, was gelaufen war, eher unterlassene Hilfeleistung war, denn eine wirkliche Hilfe, sagte er danach zu Frau Jurk-Prommersberger, dass in Calw gottlob die Uhren anders ticken würden. Wenn ich annehme, dass das zutreffen könnte, bedeutet das für eine Frau wie sie, dass sie eben sehen muss, wie sie mit sich und ihrer Situation klar kommt. Ohne feine Fassade und das nötige Kleingeld ist da eben nichts zu machen, außer in einem Pflegeheim vor sich hin zu schimmeln.

 

Wir wollen kein Mitleid, denn Oswald Spengler stellte schon in seinem Werk “Der Untergang des Abendlandes” fest: “Es liegt Härte in der Art des Mit-Leidens, das deutsche Mystiker, deutsche und spanische Ordensritter, französische und englische Calvinisten gepflegt haben.” Die Härte wird gebraucht, weil die, welche diese ausüben, nicht daran erinnert werden wollen, was ihnen selber blühen könnte in der Zukunft und vor allem, weil sie das Leiden des anderen Menschen nicht ertragen wollen/können. Darauf können wir verzichten.

 

Ich höre jetzt schon die Fragen nach Forderungen unsererseits, aber damit werde ich Sie nicht ‘beglücken’. Wir wollen nur so behandelt werden, wie die Väter des Grundgesetzes es in dieses geschrieben haben, nicht mehr, aber auch nicht weniger und – in Calw ticken die Uhren auch nicht anders, als im Rest der Republik.

 

Sollte es nicht anders möglich sein, dann wird dieses Wahljahr für Calw noch lange in Erinnerung bleiben. Frau Jurk und ich sind wohl alt, aber nicht auf den Kopf gefallen und nur die vergangenen Feiertage von Weihnachten 2016 bis heute haben uns daran gehindert, mit ‘schwereren Geschützen’ auf zu fahren. Das Delikt der “unterlassenen Hilfeleistung” steht immer noch im Raum und wird in angemessener Frist gegen beteiligte Personen zur Anzeige gebracht.

 

Hochachtungsvoll

 

Jonny Beyer

Soweit der Brief an den Landrat.

Die sogenannte Hilfe im Alter ist zum größten Teil der Versuch, die Betroffenen in die endgültige Abhängigkeit drängen und die Überwachung durch den Staat zu vollziehen.

Wir sind keine Bittsteller, unsere Forderungen richten sich nach dem Grundgesetz und dort steht nichts von Sanktionen und sonstigen Sauereien, welche sich machthungrige Gehirne ausdenken. Der Staat ist NICHT unser Erziehungsberechtigter.

Die Mittel, die schwarze Pädagogik einsetzt, sind repressiv. Zu ihnen gehören:

 

Fallen stellen, Lügen, Listanwendung, Verschleierung, Manipulation, Ängstigung, Liebesentzug, Isolierung, Misstrauen, Demütigung, Verachtung, Spott, Beschämung, Gewaltanwendung bis hin zur Folter…

Diese Art der Manipulation ist nicht hinnehmbar.

Wenn Vorschläge zur Veränderung und Verbesserung der Lebensverhältnisse gemacht werden, dann haben die Betroffenen immer noch das Recht, diese zu hinterfragen und auch abzulehnen.

“Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen” – Dieser Ausspruch von Franz Müntefering zeigt doch schon, welch Geistes Kind dieser ehemalige SPD-Versitzende war.

Ich, allein für meine Person geltend, lehne hiermit die sogenannte Fürsorge durch diesen Staat ab, werde aber weiterhin auf Grundlage des Grundgesetzes für meine Rechte kämpfen; und zwar ohne Gewalt auszuüben. Gleichzeitig werde ich aber gegen Personen gerichtlich vorgehen, welche meine Rechte beschneiden wollen und diese verklagen. Damit ist für heute genug gesagt.

PS: Dieses Schreiben wird auch im FIWUS veröffentlicht, welcher der Öffentlichkeit uneingeschränkt zur Verfügung steht. Am Ende der Mail ist der FIWUS als Link aufgeführt.

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker

Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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