Zwang – Faschismus ante Portas … ?

Aufgewacht um 4:45 Uhr und die Gedanken in meinem Kopf drehten sich um mich selbst, was mir seit dem 19.12.2016 Schmerzen bereitet und wie ich die Situation trotz all der Unannehmlichkeiten sehe und doch auch weiter gegen den Strom reagiere.

Schon als Kind habe ich mich anders gesehen und auch empfunden, denn was ich bemerkte und auch oft unter Druck lernen musste, war der von Anderen einstudierte sogenannte Gleichschritt. Ich selbst hatte aber und habe auch heute noch meinen eigenen Bewegungsablauf, den mir keiner nehmen kann, da ich es nicht zu lasse. Auch wenn ich die graue Masse beobachte und zu verstehen versuche, so ändert sich doch nichts an meiner Einstellung. Ich bin Individualist.

Ich sitze wohl hier in Calw bei Inge in einem totalen Chaos, ich habe Rückenschmerzen wegen eines eingeklemmten Ischiasnerv und kann mich oft genug den halben Tag nicht richtig bewegen, denn die Schmerzen sind einfach echt ekelhaft und doch habe ich weiterhin den Eindruck, dass ich das Richtige mache, indem ich Inge unterstütze gegen eine feindliche Welt, welche ich ja auch verspüre. Und ‘feindlich’ ist hier wortwörtlich gemeint.

Aber was wäre dies für eine beschissen langweilige Welt, wenn alle Menschen im Gleichschritt marschieren täten? Ich will es mir gar nicht erst ausmalen, ich fände es einfach zum kotzen. Aber noch schlimmer ist eigentlich die Tatsache, dass diese Uniformität so furchtbar viele Menschen befallen hat und die uns sogenannte Außenseiter auch noch vehement ablehnt. Diese Art hat den Faschismus zum Lebenszweck ernannt.

Die Gleichschaltung aller gesellschaftlichen Kräfte, insbesondere der Medien und des Bildungssystems, verbunden mit radikaler Ausgrenzung bis hin zur Ermordung aller, die sich dieser Gleichschaltung widersetzen, ist ein Charakteristikum faschistischer Regime.

Quelle: Hier weiterlesen

Der Faschismus im Alltag ist nur oberflächlich organisiert, aber auch im normalen und wirtschaftlichen Leben und besonders in der Arbeitswelt durchaus vorhanden. Die diesem Prinzip ausgesetzten Menschen ordnen sich unter oder werden ausgesondert.

Während ich dies hier alles schreibe, rauche ich dabei. Mir hilft es, meine Gedanken zu ordnen, die richtigen Buchstaben und Wörter zu Sätzen auf zu bauen und in meine Textverarbeitung zu tippen. Meine Gedanken sind wohl ständig im Fluss, können aber auch nicht auf gehalten werden. Entzieht man mir diese Möglichkeit durch ein Rauchverbot, so entstehen Brüche in meinen Gedanken, denn diese Sucht wird nur immer mehr angestachelt und bekommt die Oberhand in meinen Gedanken. Ich werde also am Schreiben gehindert. 55 Jahre des Rauchens werden mit einem Schlag aus einem Ablauf gerissen und mein Körper und mein Geist fängt an, sich zu wehren.

Wenn ein Staat aber ein Rauchverbot erlässt, handelt er nicht nach dem Prinzip der Vorsorge vor Krankheiten, denn er lässt es ja weiterhin zu, dass Rauchwaren weiterhin verkauft werden dürfen. Hier spielen die Einnahmen des Staates, also die Steuern, eine übergeordnete Rolle. Diese Art der Schizophrenie macht es dem Staat also ziemlich einfach, aus der Sucht Gewinn zu generieren.

Andere Autoren haben auch so ihre sogenannten Eigenarten und werden sich immer wehren, wenn diese eingeschränkt oder auch sozusagen abgeschafft werden. Darum suchen sich diese Menschen auch Domizile, in die ihnen absolut niemand reinredet und in denen sie sich auf ihre Art entfalten können. Menschen mit geistigen und kulturellen Absichten kann man nicht mit der Masse der Schlafschafe vergleichen und auch so mit ihnen umgehen, als wäre sie selbst nur eine Nummer für die Zählung. Und ja, sie sind ein Gräuel für jegliche faschistoide Ideologie.

Dass sich besonders in den beiden letzten Jahrzehnten der Staat gesellschaftlich so sehr gewandelt hat, dass Individuen als solche nicht mehr zählen, ist inzwischen kein Geheimnis mehr. Die Masse wird manipuliert und die Wahlen der Regierenden zeigen dann ein Ergebnis, welches es den Oberbonzen und ihren Vasallen erlauben, Regeln und Gesetze zu erlassen, welche keinerlei Individualität mehr aufkommen lassen wollen und das Ergebnis sind dann plötzlich Parteien, die in ihrer Struktur noch ekelhafter sind als die vorher Etablierten, denn die Anführer dieser neuen Parteien sind ja immer selbst auf der Suche nach Macht. Überall fest zu stellen in ganz €uropa.

Noch können sie nicht allein regieren und sind auf Koalitionen angewiesen, aber wehe, wenn sie dann doch von der sogenannte ‘Leine’ gehen, dann haben wir wieder diesen Faschismus Hitlerscher Prägung und sehr viele der sogenannten Schlafschafe werden hinter den Rattenfängern herrennen, um sich einen Krümel vom Kuchen zu erhaschen. Die nächsten unheilvollen Schritte sind dann vorprogrammiert, denn grausige ‘Vorbilder’ gibt es ja genug. Der Schoß des Faschismus war niemals aus getrocknet.

Als 69-jähriger könnte ich ja jetzt die Hände in den Schoß legen und einfach abwarten, was so in den nächsten 20 Jahren geschieht, aber genau dies liegt mir so gar nicht, denn dann wäre ich nicht besser (was ich garantiert NICHT bin) als die Masse Mensch, denen ich ja eigentlich entfliehen, aber auch mich mit ihnen leben will, denn Eremit will ich ja auch nicht werden. Also warne ich rechtzeitig, denke ich wenigstens.

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker
Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.