AlterKnacker`s Streiflicht Nr. 12

Dieser Beitrag ist jetzt seit 4 Wochen in Bearbeitung und wird und wird nicht fertig, weil ich mal wieder, als ich anfing, zu schreiben, plötzlich rein kreativ in ein Loch der Schreibblockade gefallen bin. Und noch ein zusätzlicher Grund kommt hinzu: Ich werde um ziehen in eine etwas größere Wohnung. Auch Depressionen können ganz konkrete Gründe haben. (Und wieder mal der Hinweis; die blau hervor gehobenen Einblendungen sind Links, welche man anklicken kann, um mehr Hintergründe zu erfahren).

Bei der Auswahl der Themen komme ich manches Mal fürchterbar ins schleudern, bin dann aber doch immer wieder mal völlig ohne Skrupel, wenn ich so echte ‘Highlights’ entdecke, wie in der ZEIT. Hier nur der erste Absatz, der auch gleichzeitig als Warnung gedacht ist:

Noch zwei, drei Wahlen, so schrieb kürzlich die amerikanische Historikerin Anne Applebaum, und das Ende des Westens rücke in greifbare Nähe. Falls Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt würde, werde er Amerika isolieren. Und falls es der Europäischen Union nicht gelinge, den Aufstieg der Rechten abzuwenden, breche das europäische Haus auseinander. Was ist dann noch der Westen? Was bleibt von seinem politischen Herzstück, der aufgeklärten, liberalen Gesellschaft?

Die ‘liberale’ Gesellschaft ist also in Gefahr. Meint die ZEIT damit etwa die Vorturner von der FDP? Liberalität wird immer von der ach so aufgeklärten Gesellschaft der Medien vor geschoben, wenn die Gier verschleiert werden soll. Dabei sollte eigentlich jeder Einzelne von uns Menschen schon frühzeitig darüber nach denken, dass wir alle ein Verfallsdatum haben und das letzte Hemd garantiert keine Taschen hat. Fällt nur einfach schwer, was ich persönlich ganz sicher bestätigen kann.

Wie liberal eine Gesellschaft sein kann, hat am Donnerstag (23.06.2016) der Brexit gezeigt. Besonders bei einem gewissen Herrn Nigel Farage, seines Zeichens Parteiführer der Ukip, einer rechtspopulistischen Partei, in Großbritannien. Das Hauptargument für solche Aktionen ist wie üblich das Geld, der Zaster, die Kohle, die Gier.

Als David Cameron vor einigen Monaten mit der EU in Brüssel verhandelte, war das Referendum schon ausgemachte Sache und dieses Geschachere absoluter Bockmist, denn genau dies hat meiner Meinung nach die Brexit-Befürworter noch mal besonders auf die Palme gebracht. Jetzt hat Cameron die Quittung bekommen und wird in der Versenkung der sogenannten Geschichte ‘entschwinden’. Gut gemacht, David, da gehörst Du ohne Zweifel hin.

Das Streiflicht durch die Medienlandschaft darf auch nicht vor Facebook halt machen, also hier ein Text vom Eifelphilosophen, den er gerade ganz frisch (jetzt halt vor einigen Tagen) gepostet hat:

Tertia. TERTIA! Ich suche Erfahrungsberichte mit TERTIA. Das ist so ein Auswuchs der Arbeitslosenindustrie. Habe gestern einen meiner Söhne nach TERTIA begleitet – und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Mit Termin stolperten wir in eine Arbeitsgruppe, die direkt hinter der Eingangstür (ohne Klingel!) tagte. Betroffene, stigmatisierte Arbeitslose, die dort „geschult“ wurden, schauten peinlich b…erührt weg. Datenschutz live. Uns empfing ein Orang-Utan, dessen Arme vollständig tätowiert waren, ein arroganter, kleinwüchsiger Typ, der wohl früher Türsteher im Puff von Barcelona war (jedenfalls würde ich so was dort erwarten) – mit entsprechender Freundlichkeit. Ebenso freundlich machte ich der wandelnden Litfaßsäule klar, dass er mir im Weg steht. Wenn ich es eilig habe, komme ich manchmal nicht an meine guten Manieren heran, finde sie spontan einfach nicht. Der Typ war der Ausbilder der Arbeitslosen – ich denke mir, er unterrichtet „Bananenpflücken Eins“. Als der aus dem Weg war, kam endlich die Fachkraft. Zielauftrag war: am selben Tag (für viel Geld) eine Bewerbung auszudrucken, die wir am selben Tag abgeben mussten. Nicht für einen Aufsichtsratsposten bei Volkswagen, sondern für einen Praktikumsplatz. Ich dachte, der Zielauftrag wäre klar genug formuliert. Als ich meinen Sohn wieder abholte (ich wäre gern geblieben, hatte aber noch einen kleinen Sohn dabei, der das alles sowieso schon extrem langweilig fand), hatte er keine Bewerbung, aber nach einem einstündigen Gespräch drei Termine Mitte Juni!!! Nun – wir standen ein wenig unter Zeitdruck, also habe ich die Bewerbung schnell selber geschrieben – so was geht ja in 30 Minuten. Nur: mein Drucker schmiert leicht. Ich würde so etwas nicht abgeben – aber: die Zeit drängte. Ich bin wahrscheinlich schon viel zu alt für Bewerbungen, denn die Texte, die im Internet vorgeschlagen wurden, ließen mir die Haare zu Berge stehen – soviel billigstes Eigenlob und vorgeheuchelte Begeisterung – als bekäme man jeden Morgen einen Orgasmus, wenn man im Büro der Müllabfuhr seinen Job antreten dürfte – als Mensch, der selbst zu den Einstellern gehörte, kam ich ins massive Fremdschämen. Sodas hätte ich früher direkt zum Psychologen geschickt. Mein Wunsch an die geehrte Leserschaft wäre also: Erfahrungsberichte mit TERTIA. Habe gesehen: die gibt es ja bundesweit. Was für ein parasitärer Aussatz (die Firma, nicht die Menschen, die dort arbeiten. Wahrscheinlich alles Jobcenterflüchtlinge, die nun Jobcentersklaven unprofessionell betüddeln). Ach ja, das hochqualifizierte Fachpersonal der TERTIA gab meinem Sohn einen Tip mit auf den Weg: er sollte etwas gegen sein leichtes Lispeln tun. Eltern, Geschwistern, Verwandten, Kinderärzten, Krankenhauspersonal, Kinderpsychologen und Lehrern samt Klassenkameraden war das noch gar nicht aufgefallen. Weil er eben auch nicht lispelt – wahrscheinlich verkaufen die aber auch Kurse dagegen – beim Bananenpflücker. Und zusätzlich noch „Körperkunst 1“ für anstehende Türsteher. Man man man – was für ein Gegurke. Also: gibt´s da Erfahrungen? Ja – ich werde die veröffentlichen – anonym.

Aber gleich im Anschluss schon etwas zur ‘allgemeinen’ Unterhaltung. Musik und Text “handgemacht”:

Das folgende Video ist ein 30:00 Minuten-Interview mit Harald Lesch, dass mich dann doch um einiges überrascht hat:

 

Meine Kolumnen werden von mir wieder mal ganz fürchterbar missachtet und ich habe ständig ein schlechtes Gewissen, aber ohne oder mit zu viel Input ist auch nicht gut Kirschen essen. Kennt aber jede(r), der/die auch, wie ich, schreibt.

Ich persönlich lese nach 15 Jahren wieder James Ellroy´s “Amerikanische Trilogie”, hier gerade den ersten Teil “Ein amerikanischer Thriller” und es geht um die Kennedy-Jahre von der Wahl bis zur Kuba-Krise.

Dazwischen habe ich mir auch wieder mal den Film von Mike Nichols “Der Krieg des Charlie Wilson” angeschaut, nur damit ich wieder ein sogenanntes Feeling für die amerikanische Politik im Allgemeinen entwickele.

Heute, nach einem depressiven und verregneten Tag (depressiv, weil ich gerade mal noch 10 €uronen für 7 Tage habe), bin ich dann in der Zeit über diesen Artikel gestolpert, welcher mir bestätigt, was ich schon immer gesagt habe im Bezug auf ‘unsere’ deutsche Eigenständigkeit. Angela Merkel, aber auch jeder andere Kanzler werden noch auf lange Zeit niemals eigenständig Entscheidungen treffen, wenn sie nicht mit den USA abgestimmt sind. Daraus ein Zitat:

Der Westen fungiert nach diesem Verständnis als eine Art forensische Psychiatrie der Weltgeschichte, mit einem amerikanischen Klinikchef an der Spitze, wo die Deutschen sich eine gewisse Freigänger-Existenz erarbeitet haben. Das alles war jahrzehntelang richtig und sinnvoll, und es hat den Deutschen gewiss nicht geschadet. Gern wäre man dabei geblieben.

 

Doch es ist vorbei. Nicht weil die Deutschen als geheilt entlassen worden wären. Wer wollte das schon behaupten, gewiss kein Deutscher, denn damit würde er sich der produktiven Restverunsicherung über sich selbst und die eigene Geschichte begeben. Nein, nicht die Deutschen sind geheilt, die Klinik wurde geschlossen. Und zwar von ihrem amtierenden Chef: von Barack Obama.

Der kranke Mann €uropas ist und bleibt auch weiterhin Deutschland.

Ich unterbreche jetzt meinen Text, denn mittlerweile ist es nach 22:00 Uhr und ich bin reif für die Falle. – Schnarch –

Sitze schon wieder in aller Herrgottsfrühe am Computer und dann fällt mir doch nichts gescheites ein. Hinzu kommt auch noch die Monatsenddepression und ich pfeife, rein finanziell, auf dem letzten Loch mit gerade noch 10 €uronen, aber es sind noch knapp 9 Tage bis zum nächsten Zahltag und schon bekomme ich gleich wieder einen dicken Hals auf die Politik in diesem Land.

Ich will schon aktuell sein, aber viele Seiten meiner Vergangenheit lassen sich in meinem Hirn einfach nicht ab schalten. Hängt wohl mit dem Alter zusammen, dieses Jahr werde ich 69, mein bester Freund und ehemaliger Partner wird 70. Vor 32 Jahren hat uns das Schicksal, wie man gerne behauptet, zusammen geführt, zuerst mal rein beruflich. Er war Kameramann, ich sein Assistent. Natürlich hat er mehr verdient, als in einer Kolumne Erwähnung zu finden, aber er muss sich erst einmal damit begnügen. “Die Abenteuer von Wolfgang und Jonny” werden eine eigene Geschichte bekommen.

Zum Kopfschütteln sind solche Schlagzeilen: “Polizei fasst mutmaßliche Antänzer in Kreuzberg”. Ich habe noch nie Antänzer? gesehen und kann mir unter diesem Begriff inzwischen rein gar nichts mehr vorstellen oder ich sehe vor meinem geistige Auge Männer sich im Tanzschritt und Rhythmus bewegen, hin zu Frauen.

Wenn ich dann Frau wäre, würde ich dies eindeutig als Gefahr einstufen und schnellstens die Kurve kratzen. Warum kommt es dann aber ständig wieder zu sogenannten sexuellen Übergriffen, wenn Frau doch weiß, dass dies nichts ehrenwertes ist? Ist Gefahr denn so geil? Aber ich selbst bin ja scharweinlich inzwischen so ab gehalftert, dass ich da eigentlich nicht mehr mitreden darf und kann. Oder es hat schon was mit dem nächsten Thema zu tun – der VR-Brille – das kommende Brett vorm Hirn der Jugend?

Ich suche dabei ja noch immer den sittlichen Nährwert, kann ihn aber ums verrecken nicht entdecken. Also bin ich offensichtlich zu blöd dazu. Soll ja vor kommen, gerade, wenn man technisch so konservativ ist, wie ich.

HTC_Vive_(11)

Von Maurizio Pesce – https://www.flickr.com/photos/pestoverde/17136177965, CC BY 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=39894108

Diese Dinger sind nicht nur beschissen teuer und ich denke mal, auch nicht den Augen besonders gut zuträglich. Wer vorher keine Sehhilfe brauchte, wird nach besonders längeren Einsätzen garantiert eine brauchen. Augen auf beim Technik-Kauf.

Und bei der Liebe und in Beziehungen. Dies haben früher die Mütter ihren Töchtern gesagt und es auch teuflisch ernst gemeint. Ob so ein Thema ins Streiflicht gehört, wird wohl Ansichtssache sein, aber ich bin nun gerade mal regelrecht ‘drüber gestolpert’. Und ich muss dabei sofort an die 60er und 70er Jahre denken, meine sogenannte ‘Wunderzeit’.

“Wer zweimal mit der Gleichen pennt, der gehört nun mal zum Establishment”

Solche Sprüche gab es wirklich.

Und dann erst mal die 80er Jahre.

1984, für mich ein Jahr der Neuorientierung, TAKE ONE, eine Casting-Agentur, stand quasi in den Startlöchern und wurde dann doch niemals realisiert.

George Orwells gleichnamiges Buch wurde quasi Wirklichkeit, wie sehr, ahnte nur noch niemand, denn die Home-Computer waren gerade mal in den Startlöchern.

Und PRINCE brachte seinen Film PURPLE RAIN in die Kinos. Und zuerst war ich eigentlich gar kein Fan von PRINCE, mein Musikgeschmack war wohl vielfältig, aber in keiner Weise auf Experimente gepolt. Hinzu kam auch noch, dass ich gerade den Jazz eines John Coltrane und auch anderer Größen aus diesem Dunstkreis entdeckte.

Wie soll man sich zurück erinnern, wenn man selbst gerade in einer sogenannten Schaffenskrise fest steckte? Heute haben wir Älteren es da wesentlich einfacher, denn wir haben ja das Internet, Google und Wikipedia, so wir denn überhaupt an Computern werkeln. Ich selbst habe ja schon ein Jahr früher den Grundstein für meine spätere Computer- und IT-Karriere (welche dann doch nur 10 Jahre dauerte, von 1992 bis 2002) gelegt.

Und doch hatte ich eine ganze Wand mit Langspielplatten, welche mir erlaubten, auch Musikkassetten für Freunde aus der Filmbranche und aus der Münchner Kneipenszene zusammen zu stellen. Bei ca. 3000 LPs war das eine relative Kleinigkeit, auch wenn wenn das Überspielen doch mehr als harte Arbeit war, denn noch war niemand von uns in der Lage, sich Musik aus dem NET zu ziehen. Das Internet war noch gar nicht ‘erfunden’. Schluss mit der Historie, aktuelle Informationen stehen bereit, wie hier aus Facebook:

Mai 68_Rainer Kahni

 

Solch ein Posting wird kaum beachtet, beinhaltet aber mehr Substanz als 90% aller Postings in Facebook. Frankreich ist wieder auf den Barrikaden, nur – in unseren Medien wird es wohlweißlich fast verschwiegen, denn solch ein Kampf könnte ja den deutschen Michel animieren, sich auch daran zu beteiligen.

Wird es aber wohl fast mit an Sicherheit grenzender Gewissheit nicht geben, denn laut Angela Merkel geht es Deutschland ja gut. Sagt bzw. wiederholt sie auch ständig. Den Sozial-Kill hat es für unsere Politiker ja nie gegeben. Dieses Mantra hört man ständig und der FIWUS hat ja auch nie ein böses Wort über die deutsche Politik verloren. Und diese sogenannten Vorfälle könnten ja die Fußball-EM in Frankreich verhindern. Dass würde dem deutschen Michel aber richtig weh tun, denn immerhin sind WIR ja alle Fußball-Weltmeister. Und leider ist die deutsche Politik kritikresistent, wie wir bei einem anderen Beitrag des Eifelphilosophen sehr gut feststellen können. (Ich persönlich und der FIWUS werden darin auch an gesprochen bzw. genannt, ist fast wie ein Ritterschlag).

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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