DiEM25 und ein babylonischer Chor

Schon Konrad Adenauer und Walter Hallstein haben es versaubeutelt, dass es die deutsche Sprache in der heutigen €U nicht gibt. OK … es gibt sie natürlich, aber die Amtssprachen sind französisch und englisch. Nur 12 Jahre nach dem 2. Weltkrieg war dies politisch einfach nicht durch zu setzen. Und wenn wir heutzutage mit einen Griechen wie Yannis Varoufakis zum Beispiel sprechen wollen, müssen wir auf das Englische ausweichen, denn sonst versteht dieser nur ‘Bahnhof’. Man braucht also ein gewisses Bildungsumfeld, um bestimmte Fremdsprachen gelernt zu haben. Nur – es soll halt auch heute noch Menschen, besonders in der €U, geben, welche nicht das Glück haben, solche Sprachen zu erlernen. Macht sich übrigens besonders gut, wenn Lieschen Müller die Verhandlungstexte über TTIP verstehen soll, welche alle in englisch vorliegen in einer Form, welche nur Menschen verstehen, die ein Hochschulstudium abgeschlossen haben und ganz besonders das Wirtschaftsenglisch, ausgekaspert von amerikanischen Anwälten und Lobbyisten, in Perfektion beherrschen.

Ein “how are you” bekomme ich ja noch irgendwie hin, aber Fachchinesisch, da muss ich persönlich passen und viele andere, auch gestandene Bundestagsabgeordnete, sind hier nicht nur überfordert. Das babylonische Sprachengewirr feiert in der €U fröhliche Urstände und soll auch wohl so bei behalten werden. Nur – letztendlich sind die Gearschten wir, die wir keine Fremdsprache sprechen oder/und auch nur lesen können.

Update: Eine niederländische Seite hat wohl eine Stellungnahme geschrieben, welche ich aber nicht lesen kann. Ich habe wohl eine Online-Übersetzung zu Rate gezogen, aber solche Übersetzung ist leider noch missverständlicher, als eine Fremdsprache.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.