Babylonia

Würde ich an einen Gott glauben, müsste ich doch meinen Glauben heute revidieren.

Die Bibel hat ja keinen Autor, den man jetzt irgendwie ‘haftbar’ machen könnte, aber irgendwie angenehm wäre es doch. Und es wäre auch leichter, irgend wie. Die nächsten Zeilen werden die europäischen Babylonier einstimmig ablehnen und doch wäre dies die einzige Einigkeit.

Ansonsten ist €uropa, dieses Kunstgebilde der Politik und des Wahnsinns, kläglich gescheitert.

Gründe wird es massenhaft geben und da wir Menschen uns ja nicht verständigen können, da wir mit den unterschiedlichsten Zungen sprechen und von den jeweils anderen Menschen einfach nicht verstanden werden, wird es wohl auch zu keinem gemeinsamen Kontext kommen. Der Flüchtlingsstrom nach €uropa hat diese Sichtweise immer klarer zum Ausdruck gebracht.

Denken und sprechen können wir wohl alle, mehr oder weniger, aber verstehen und das Verstandene auch richtig umsetzen, scheint einfach nicht möglich. Nur, wem nutzt es letztendlich? Ich denke mal, wenn auf diese Frage die richtige Antwort gefunden wird, dann können wir alle noch mal von vorne beginnen. Hier kann wohl nur noch Sarkasmus helfen:

Trotzdem bleibt mir das Lachen im Halse stecken.

€uropa, dieser komische Kontinent, ist nicht in der Lage, sich so zusammen zu raufen und endlich mal seine Animositäten hinten an zu stellen. Jeder will sein eigenes Süppchen kochen, nur haben sie alle, unsere sogenannten Volks(ver)treter, wohl vergessen, die wichtigsten und richtigen Gewürze mit zu bringen. Gemeinsames kulinarisches Genießen muss wohl mangels Geschmack ausfallen.

Das große Vorbild sollten ja die USA sein, aber die haben auch einen Vorteil, den wir in €uropa eigentlich nie so richtig wahr genommen haben.

Die USA mussten um ihre Zusammengehörigkeit nämlich kämpfen, im wörtlichen und im übertragenen Sinne.

Obwohl die wilden Nordmänner aus Skandinavien schon 1000 Jahre vor Columbus diesen Kontinent entdeckt haben, so haben sie ihn doch nicht erobert. Sie hatten nämlich Heimweh. Und der ‘Verfahrer’ auf den Weltmeeren konnte dann bis heute die sogenannten Lorbeeren einheimsen, welche ihm eigentlich gar nicht zu standen.

Erst die nachfolgende Generation war imstande, diesen neuen Kontinent für sich zu nutzen (die Sauereien, welche sich dann dort zugetragen haben, möchte ich hier nur erwähnen, aber nicht ausführlich ausführen), denn sie waren die sogenannten Unzufriedenen aus dem alten €uropa. Sie, welche man in den Feudalsystemen der europäischen Kleinstaaterei ständig nur gequält und ausgebeutet und erniedrigt hat, ‘eroberten’ mit ihrer Flucht aus der angestammten Heimat dieses neue und weite Land. Und sie etablierten auch eine gemeinsame Sprache, damit das babylonische Sprachengewirr erst gar nicht zur Geltung kommen konnte.

Genau dies macht doch den großen Unterschied zu einem €uropa, welches immer noch in den Denkmustern der Neandertaler verharrt. Auch wenn wir in €uropa so einige große Vordenken auf zu weisen haben, die Namen sollte man kennen, so haben genau die aber doch in vielen Denkmustern das Prinzip “Babylon” nie wirklich angezweifelt. Genau diese Arroganz haben wir bis heute nicht ab gelegt.

Dies hier sind keine philosophischen Gedanken, es sind einfach Fakten, welche sich noch immer in den Köpfen von Menschen manifestieren und nicht um zu stoßen sind.

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AlterKnacker

AlterKnacker
Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.