AlterKnacker`s Streiflicht Nr. 11

Schande über mich, ich habe das Streiflicht vernachlässigt. Und ich werde jetzt ganz sicher nicht mich mit fadenscheinigen Erklärungen heraus zu reden versuchen. – Doch – . Aber nur ganz wenig, denn seit 5 Tagen habe ich einen grippalen Effekt und bin, wie die meisten Männer in dieser Zeit fast halb tot. Und was ich sowieso nicht erklären will, ist die Tatsache, dass ich mich so seit einem Jahr immer schwerer tue, mich mit meiner äußerst beengten Wohnsituation ab zu finden, welche mich auch am schreiben hindert. Sie schränkt einfach auch die gedankliche Kreativität ein, obwohl ungemein viel passiert.

Gefühlt eine Tonne Papiertaschentücher  habe ich seit Beginn der Erkältung verbraucht. Ich bin einfach nur unleidlich mit allem und jedem, außer mit Dany; die hat in ihrem Leben schon so viel durchmachen müssen.

Jetzt, gegen Ende der Krankheitsphase, versuche ich mit am Riemen zu reißen und mich zu konzentrieren, aber es fällt einfach schwer. Aber ich kann mich ja mal wieder an ‘Dingen’ ab arbeiten, welche mir schon seit Monaten im Kopf rum schwirren, wie zum Beispiel die Größe und die Preise für Handys (heute SMARTPHONE genannt), wobei ich von ‘smart’ noch nicht viel gesehen hab. Mit einem Computer (Laptop) kann ich ganz normal arbeiten, mit einem Handy (ich bleibe einfach bei dieser Kurzbezeichnung) hab ich noch nicht einmal einen viertel Computer in der Hand, kann wohl ständig drauf starren und möglicherweise auch dass eine und/oder andere lesen, aber wenn es dann ans sogenannte Arbeiten geht, sind die Dinger zu nichts zu gebrauchen. Und dann kommt auch noch der absolut schweinische Preis dazu. Handy für bis zu 1000 €uronen. Sind die Konsumenten denn alle nur noch bekloppt?

Da bekommen die für ihr schwer erarbeitetes Geld ein Gerät, welches eigentlich NIX kann und dann ist die Software auch noch so versaut und verseucht mit Schadware und dann sollen sie zu Beispiel mit dem Ding auch noch bezahlen oder Online-Banking tätigen? Wie beschränkt muss man überhaupt sein, sich auf solch einen Schwachsinn ein zu lassen? Ich selbst nutze noch immer ein Nokia 6130, mit dem kann ich telefonieren und Kurznachrichten senden und empfangen und das war es dann. Oh, natürlich kann ich auch knipsen, aber die Bilder werden nicht besonders, also habe ich eine relativ einfache Digital-Kamera und wenn ich nicht gerade wie Espenlaub zittere, dann macht die gute Bilder.

Ganz besonders wundere ich mich über die immer kürzer werdenden Fristen, wenn dann Neuheiten im Galopp durch die Medien gejagt werden und dann kündigt Apple ein neues (oder doch nur in marginalen Ansätzen) verändertes Handy an und tausende von Vollhonks hängt dann in der ersten Nacht vor den Apple-Stores ab, um ja die Ersten zu sein, welche solch ein Scheißding dann nach Hause schleppen. Wo früher noch das neue Fahrrad, das Moped oder auch das erste Auto angesagt waren, da ist es heute ein Scheiß Handy. Was haben WIR sogenannten Erwachsenen nur verbrochen, dass wir solch eine Generation auf die Menschheit los gelassen haben? So, zum Abschluss dieser Tirade noch eine letzte Frage: Was passiert eigentlich, wenn die jetzigen Handys sich nicht mehr verkaufen lassen, weil eine Übersättigung eingetreten ist? Bei Tablet-Computern ist dies schon der Fall. Die werden inzwischen als Beigabe verschenkt, besonders gerne von Handy-Providern, welche uns mit ihren unverschämten Preisen noch mehr Kohle aus der Tasche ziehen.

Und wie schon so oft stelle ich mir eine sehr wichtige Frage: “Werden wir im Alter eigentlich immer mehr zum Betonkopf?” Die Erklärung zu dieser Frage ist erst mal ganz simpel; ein gewisser Sepp Blatter beherrscht die Schlagzeilen mit seinen über 70 Jahren und will einfach nicht einsehen, dass auch ein erzwungener Abgang aus dem Rampenlicht noch kein Weltuntergang ist. Geht es wirklich nur noch um Geld, welches er ja sowieso nicht mit nehmen kann, wenn er den Löffel ab gibt? Macht ist Rausch ohne Koks. Gilt übrigens für die meisten sogenannten Mächtigen, aber auch für die Ohnmächtigen, die nicht aufgeben wollen, aus Sturheit. Ich bin so einer.

Seit meinem Renteneintritt baue ich rein körperlich immer mehr ab, aber ich will nicht geistig ab bauen. Ich bin nun mal der Überzeugung, dass ich für mein geistiges und seelisches Wohlbefinden etwas tun muss. Durch meine mehr als eingeschränkten finanziellen Möglichkeiten bin ich dazu verdammt, mich zu beschränken in allem, was die Welt und der Konsum außerhalb meiner vier Wände im allgemeinen so zu bieten hat.

Seit einigen Monaten schon bleibt die Glotze inzwischen aus. Nur sporadisch schalte ich ein, wenn ich ganz gezielt was sehen will, sogar bei den Nachrichten. Wenn ich nicht gerade eine depressive Phase habe, in der ich fast nur lese, um aus der sogenannten Realität zu flüchten, dann beschäftige ich mich fast ausschließlich mit dem Computer und natürlich mit dem Hund, denn diese Verantwortung habe ich ganz bewusst auf mich genommen und sie ist nur ganz selten eine Last, welche ich aber nicht ab wälze, auch wenn es Backsteine regnet.

Gerade mal wieder über eine Meldung gestolpert, welche ich so einfach unwidersprochen nicht stehen lassen kann. Es geht um E-Book-Reader und hier im besonderen den Kindle.

Wenn es ihn nicht schon gäbe, müsste man ihn auf jeden Fall ‘erfinden’. Heute aber würde ich das Gerät etwas größer bauen, das Display verbessern und am wichtigsten; die Preise für E-Books nach unten an passen. Und auch das Gerät als solches günstiger machen. Die Handhabung ist inzwischen schon so einfach, man kann Hunderte oder gar Tausende von Büchern dabei haben und schleppt sich dabei keinen Ast ab. Wenn ich zum Beispiel mit dem Bus in die Stadt fahre, habe ich immer mein Gerät dabei und kann während der Fahrt lesen. Einzig das sture festhalten an der 6 Zoll-Größe durch Amazon geht mir fürchterlich auf den Zeiger, denn als älterer Mensch sind nun mal die Augen nicht unbedingt mehr auf volle Leistung getrimmt und wenn man dann die Schriftgröße an passt, hat man auf dem Display einfach weniger Platz für den Text und ist dadurch ständig gezwungen, zu blättern.

8 Zoll oder auch 9 Zoll-Geräte würden dass Ganze nicht sehr viel unhandlicher machen, denn die integrierte Technik verkleinert sich ja zusehends und macht ein größeres Gerät dadurch nicht automatisch schwerer.

Das folgende Thema ist da schon etwas schwergewichtiger. VW hat im große Stil betrogen. Und jetzt hat die Medienlandschaft ein Dauerthema, aber was sie so daraus macht, ist schon wieder mehr als hanebüchen. Allen voran die Super-Moral-Instanz, die ZEIT. Dieser Beitrag könnte in die Analen der ZEIT eingehen, nur nicht bei mir und ich lese schon sehr viel, auch Schwachsinniges.

Des Deutschen heilige Kuh, der VW, ist wohl nicht nur ein Auto. Hier wird etwas hoch stilisiert, was an Schwachsinn eigentlich schon nicht mehr zu überbieten ist. Begriffe wie Gentechnik (in Verbindung mit einem Auto) oder auch Evolution werden hier so selbstverständlich genannt, als wären solche Blechkarossen und Spritverbraucher tatsächlich lebendige Wesen mit einer Seele. Es fehlt jetzt nur noch die Aufwertung zu einer Gottheit. Den Ritterschlag hin zu philosophischen Betrachtungen hat der Beitrag ja schon erbracht.

Nach solch einem Artikel sind die tatsächlich vorkommenden Ereignisse um Gewalt und Terror, um Flüchtlinge und menschliches Leben nur noch nebensächliche Begleiterscheinungen in einer immer perverser werdenden Welt. Sie werden nur noch als Randnotiz wahr genommen.

Und wir brauchen inzwischen Kabarettisten, welche uns den Spiegel vor halten:

Über den Autor

AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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