Der Kuss von Jesus:

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Der Kuss von Jesus:

Wenn Du behindert, schwer krank bist, und Diabetes hast, und nichts zu essen, und Du sagst es Deinem christlichen Arzt – und er verschreibt Dir Tabletten, die auch ohne Mahlzeit gut verträglich sein sollen…
…dann sagen die Christen: „Gott wird Dir helfen !“

Wenn sich jeder mit einigen dürren Worten abwendet von den frommen Herrschaften, – weg von Dir…,
denn Gott wird Dir helfen, und wenn er es nicht tut, bist Du selber schuld. Dann hast Du irgendetwas nicht richtig gemacht.

Doch Gottes Hilfe haben sie eingeteilt, zugeteilt, reglementiert, registriert, und eingesperrt in ihren Gemäuern, und sie empfehlen das Beten für jeglichen Mangel – denn Gott wird helfen, falls er gerade daran denkt, dass er die Fülle ist, und gerade Zeit hat, oder auch nicht.

Sein Bodenpersonal hat sich Diensten verdingt, die effektiv sein müssen, die Programme sind, in die Hilfebedürftige passen müssen, nicht umgekehrt. Die Barmherzigkeit und echtes Mitgefühl haben sich längst verdünnisiert – und die Floskel: „Gott wird Dir helfen“! bleibt genau das: Eine Floskel.

Es ist ihre Elendsindustrie, in die Du nicht eingegliedert werden kannst, weil Du nicht in ihre Heime willst – nicht in ihre Auffangstationen passt, denn Du hast nicht das passende Elend parat.

Es ist egal, wenn Du nicht an ihren Gott glaubst – nur passend irgendwie sollte das sein was Du an Leiden aufweist, sonst, leider, ist Gott gerade nicht mit ihnen.

Wenn es Menschen gibt, die nichts mehr spüren von den Wohltaten und Freuden des Lebens, und diese werden verwiesen an die Adressen der kirchlichen Beauftragten, doch dort geht keiner ans Telefon. „Unsere Mitarbeiter sind gerade alle in einer Besprechung…!“ Mit Gott? – Wohl kaum.

Irgendwann ist keine Kraft mehr dafür da, das Geschwätz, die Gleichgültigkeiten, die Telefonansagen und Absagen anzuhören, und alleine gegen die Windmühlen weiter zu kämpfen, die sie überall errichtet haben.

Wenn ein Mensch für sie arbeiten soll, gemeinnützig, auch ohne Geld und Essen, für 1, 20 Euro die Stunde, und er auch dafür schon zu fertig ist,- und sie ihn wieder wegschicken, denn: „Auch bei uns wird noch etwas abverlangt“, und wenn Gott nicht da ist, ja dann, kann man eben nichts machen…

Der trotzdem Arbeitswillige schleicht hungrig in seine vier Wände, was soll er sonst noch tun? Beten? Zu wem?
Zwei Tage später liegt er im Bett, denkt ans Sterben, denn er hustet nun, ist fiebrig, und zu essen hat er immer noch nichts. Der Mensch lebt auch nicht vom Brot allein, sagte Jesus einst. Begriffen hat es keiner bis heute.

Doch, es ist leicht geworden in Deutschland zu verhungern, am Elend zu krepieren. An manchen Leiden ziehen sie sich hoch, – an jenen, mit denen sie sich sehen lassen können, – die dankbar und demütig genug sind.

Der Gotteszirkus um das christliche Abendland ist auch nur zur Behörde verkommen, die sich selber erhält. Immerhin, darin sind sie bisher erfolgreich, die Dienenden Gottes.