Windows 10 – Freude und Fluch …?

Das neue Betriebssystem von Microsoft wird ja nicht von allen Computer-Affinen mit Spannung und auch Freude erwartet, aber dass wäre ja auch ein absoluter Glücksfall. Zu unterschiedlich sind dann doch die Erwartungen und andere Betriebssysteme haben ja auch ihre Daseinsberechtigung, irgend wie. Allein für diese Einleitung werde ich schon virtuelle Prügel bekommen, aber hier schreibt nun mal ein Windows- und Microsoftverseuchtes Nichtcomputergenie. Ich bin in erster Linie inzwischen nur noch Anwender und daran interessiert, dass meine ‘Kisten’ laufen. Ein paar Antworten auf eine an mich gerichtete Mail:

Trotzdem komme ich nicht umhin, das Problem noch ein mal aufzudröseln, denn ich habe diesen Beitrag im FIWUS ja nicht nur aus einer Laune heraus veröffentlicht. Und da Du Dich ja in anderen Kommentaren als sogenannter Profi bezeichnet hast, muss ich davon ausgehen, dass Du auch einer bist oder zu mindestens sein willst.

 

Ich selbst habe bei Procter&Gamble und Thomas Cook selbst über Jahre als Supporter gearbeitet und Du kannst mir glauben, dass ich weiß, wovon ich rede, auch wenn meine eigene schulische Ausbildung (Volksschule) dies nicht so widerspiegelt. Außerdem habe ich alles, was ich über diese ‘Kisten’ weiß, durch eigene Erfahrungen und ständiges Lernen (auch heute noch) aus gebaut.

 

Angefangen hat es bei mir mit dem C=64 im Jahre 1983, dann kam schon 1985 der Atari ST 1040 und ab 1987 mein erster 286. Und bei den damals genannten IBM-Kompatiblen bin ich bis heute geblieben. Zuerst DOS, dann natürlich Windows und Microsoft-verseucht bin ich bis heute, seit das Win 3.1 auf dem Markt ist. Nur eins habe ich bis heute bedauert: das WORD-PERFECT vor Microsoft so gekuscht hat, denn dies war zu diesem Zeitpunkt, 1992, das beste Textsystem, welches jemals auf dem Markt war.

 

Kommen wir zu meinem heutigen Laptop, ein ASUS X77Ja (N71Ja). Wenn ich einen Computer neu auf setze, dann hier meine Vorgehensweise: Clean-Install, aktivieren und dann die Treiberdisk rein und alle relevanten Treiber installieren. Erst danach hole ich mir sämtliche Updates von Microsoft. Ist dies alles durch gelaufen, dann mache ich von dem neu auf gesetzten System mit PARAGON ein Image. Davon habe ich inzwischen drei, nämlich von Win 7 (Pro + Ultimate) und Win 8.1. Diese sind inzwischen vorgemerkt für Windows 10.

 

Ganz zu Anfang der Preview-Phase von Windows 10 habe ich noch auf einem virtuellen System das neue Betriebssystem ausprobiert, bin dann aber doch schnell an Grenzen gestoßen und habe meinen Laptop mit Festplatten auf gerüstet (SSD 256 und normale HD ein Terrabyte).

 

Clean-Installs habe ich bisher immer machen können, aber Updates aus dem Download von Microsoft waren bisher nicht möglich, denn spätestens nach dem installieren der Dateien kommt dann irgendwann der Punkt, dass Microsoft reparieren will und dann kommt der berühmte Screen, dass er ein Gerät nicht findet und darum nicht weiter reparieren kann. Wohlgemerkt … ALLE TREIBER SIND INSTALLIERT.

 

Hinweise im Geräte-Manager gibt es keine und gab es auch eigentlich nur selten in früheren Systemen, aber selbst diese Hinweise konnte ich eigentlich immer bewältigen.

 

Natürlich weiß ich, dass der Laptop inzwischen schon 5 Jahre auf dem Buckel hat, aber wenn ein Clean-Install von Windows 10 anstandslos durch läuft und keine Fehler an zeigt und bisher jede Preview einwandfrei ??? lief, mit den berühmten kleinen Ausnahmen, dann sehe ich das Problem nicht allein im Alter des Laptop. Dies ist auch ein Problem beim Update/Upgrade-Prozess von Microsoft.

 

So. Jetzt bist wohl Du dran, als Profi. Und sag mir bitte nicht, dass ich einen neuen PC brauche, denn meine Rente hat die unglaubliche Höhe von 600 €uronen.

Wie gerne ich mir einen adäquaten Neu-PC anschaffen würde, muss ich wohl nicht extra betonen und dass nicht nur aus einer Konsum- oder Kauflaune heraus. Wer arbeitet nicht gern mit neuer Hardware?

Theoretisch müsste so ein Update/Upgrade genau so durch laufen wie ein Clean-Install. Bei meinem Gerät ist die aber nun mal nicht der Fall und ich weiß auch, dass eine erkleckliche Prozentzahl an Nutzern diese Erfahrungen mit mir teilt. Da helfen auch keine Jubel-Artikel auf Computerseiten im Internet oder sonst wo.

Dass ein Update/Upgrade-Prozess technisch durchaus zum Clean-Install unterschiedlich abläuft, muss mir niemand erklären. Was bei einzelnen Updates noch ohne Schwierigkeiten durch läuft, hat beim Upgrade schon ganz andere Dimensionen und genau diese gilt es, zu berücksichtigen, wenn der Code neu geschrieben oder doch nur einfach kopiert wird. Wenn dann dieser Prozess in die Hose geht wegen einem Teil, was nicht in diesem Prozess erkannt wird und auch beim Abbruch des Prozesses nicht eindeutig benannt wird, dann ist dies nach Monaten einfach nur noch frustrierend und ärgerlich, denn der Clean-Install müsste ja theoretisch diesen Fehler auch finden und anzeigen.

Meine Kritik richtet sich aber dabei auch an Microsoft, welche die RTM-Version 14 Tage vor dem Release-Date (29.07.2015) auf die User los lässt, aber dann zum Beispiel die Aktivierungsserver abschaltet. 14 Tage lang warten kann sich gefühlt ganz schön lange ziehen.

Die User, bei denen keinerlei Probleme auf tauchen, sind dabei bevorteilt und da frage ich mich dann auch, was dieser so beworbene Insider-Prozess außer Marketing-Effekten bewirken soll, denn die User mit Problemen werden einfach im Regen stehen gelassen.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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