Ein gebrauchter Tag oder will mich oder UNS Microsoft nur ärgern …?

Seit 4 Wochen nicht mehr in der Stadt gewesen. Aber auch länger nicht mehr geschrieben, denn inzwischen habe ich auf dem Netbook Windows 10 Preview installiert. Jetzt sitze ich in meinem Stamm Café, ohne Internet, nur mit meinen zum Teil blödsinnigen Gedanken. Mein Rücken macht wohl Probleme, aber ich versuche, diese zu ignorieren. Wenn ich Dani nicht hätte, wäre es wahrscheinlich sogar um einiges schlimmer, denn durch sie bin ich gezwungen, mich zu bewegen. Und dieser Beitrag hier ist auch schon über eine Woche in der Pipeline.

Wenn man so gar nicht aus dem Haus kommt, habe ich heute bei diesem Abstecher in die Stadt immer wieder das Gefühl, Neues zu entdecken und doch täusche ich mich, denn dabei hat sich außer der Jahreszeit eigentlich nichts geändert. Und doch fällt das Schreiben diesmal besonders schwer, obwohl ich genug Themen auf der Pfanne hätte.

Eigentlich warte ich ja auf meine Betreuerin, aber irgendwie habe ich heute das Gefühl, dieser Termin für heute (dass war übrigens vor einer Woche) wird sich in ‘Wohlgefallen’ auf lösen. Entweder hat sie ihn vergessen oder es ist ihr was dazwischen gekommen oder es gibt überhaupt einen ganz anderen Grund, aber sie ist jetzt schon mindestens eine halbe Stunde zu spät. Und ich Idiot hatte mir schon einen Kopf gemacht, weil ich selbst 2 Minuten zu spät kam. Und sie kann mich nicht erreichen, denn ich habe mein Handy, wie inzwischen bei mir üblich, zu Hause gelassen. Wer muss eigentlich immer erreichbar sein? Lassen wir dass, dafür habe ich heute keinen Nerv. Und jetzt kommt Windows 10.

Rein technisch gesehen läuft die Installation von Windows 10 auf dem 5 Jahre alten Netbook und da ich ja ein SSD-Laufwerk eingebaut habe, sogar einigermaßen schnell. Aber bisher ist außer dem Betriebssystem und dem Windows Live Writer ja auch noch nichts weiter auf dem Netbook installiert. Auf meinem Arbeits-Laptop habe ich eine zweite Partition frei geschaufelt, damit ich eine realistische Umgebung für Windows 10 nutzen kann. Obwohl ich schon Windows 8 genutzt habe, kann ich mich aber nicht so ohne weiteres an die Oberfläche gewöhnen. Deshalb habe ich als Arbeitssystem weiterhin Windows 7 in Betrieb. Dieses System nutze ich jetzt schon seit 2009 und empfinde es immer noch als das beste Betriebssystem von Microsoft. Für mich alten Knochen sind Veränderungen gerade im Computerbereich in dieser Größenordnung gar nicht mehr so einfach nach zu vollziehen, obwohl ich mich mehr als nur bemühe.

35 Jahre sitze ich jetzt schon vor den Kisten, habe fast alle technischen Weiterentwicklungen mit gemacht und stoße jetzt wohl langsam, aber sicher, an meine Grenzen der Neuentdeckungen. Vielleicht will ich aber auch nur nicht mehr. Inzwischen muss ich immer wieder daran denken, dass meinem Leben ja auch Grenzen gesetzt sind, was aber nur mehr als schwer zu akzeptieren ist. Ist kein Gejammer, sondern nur ein meiner immer wiederkehrenden Depressionen. Und die gehen ja auch wieder vorüber.

Oft genug gehe ich abends ins Bett mit dem Vorsatz für den nächsten Tag, endlich wieder einen Text zu schreiben, denn Themen gibt es ja mehr als reichlich, aber dann bleibt es allein beim Vorsatz. Meine Depressionsphasen nehmen einfach überhand. Papperlapapp.

Ich bin jetzt wohl schon 14 Jahre aus der Tretmühle des Arbeitsprozesses raus und doch kann ich mich an diesen Zustand einfach nicht gewöhnen, obwohl ich ja auch ein bequemer und auch fauler Mensch bin. Dass ich über diesen Zustand aber in erster Linie stinkwütend bin, sollte eigentlich nicht verwundern. Ich hasse Ungerechtigkeit.

Hab ich mein Leben richtig gelebt? – Ganz sicher nicht, aber ich habe es ja auch nicht einfach verschwendet, obwohl es in jungen Jahren schon eine Zeitlang so ausgesehen hat. In meinem ganzen Berufsleben war ich ständig am lernen, also kann ich nicht ganz so nutzlos gewesen sein, wie ich mich zur Zeit immer wieder fühle.

Weiter mit Windows 10. Hab bis heute alle Builds aus probiert, zu Anfang im Dezember 2014 noch in einer virtuellen Umgebung (VMWare), aber dann wollte ich es wissen und ich habe dann auf meinem großen Laptop eine Partition frei gemacht (hab ja zwei Festplatten drin und wenn ich das Geld für eine zweite SSD mit 512GB nicht auftreibe, krieg ich die absolute Krise). Seit gestern läuft Build 10074. Und wieder einmal hat Microsoft es geschafft, mich zu überraschen und zu nerven, erst mal.

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So sieht mein Desktop aus – eher spartanisch …

 

Wo man bei Windows 7 noch alles auf Windows Klassik einstellen konnte, bekam man schon bei Windows 8 und jetzt hier bei 10 von Microsoft die rote Karte gezeigt. Was ich an Zeit ‘verplempert’ habe, um meinen gewohnten Desktop hin zu bekommen, werde ich hier nicht verraten (ich bekomm schon wieder schwarze Haare, obwohl ich ja eigentlich inzwischen eine grau-silberne … irgendwas bin). Aber ein gutes muss ich natürlich auch mal an Microsoft los werden, denn fast alle einmal gemachten Einstellungen und auch viele Passwörter werden inzwischen in der Cloud gespeichert, obwohl ich diesem Werkzeug keinen Millimeter über den Weg traue und daher auch mein Online-Banking nur über eine besondere Verbindung aufbaue. Meine Texte darf ja jeder konsumieren. Und selbst die Browser-Überwachung, was ich mir so im Internet zu Gemüte führe, ist nicht besonders aufregend für M$; und wenn ich mir ‘Sauereien’ einverleibe, dann weiß ich ja, ich bin in guter Gesellschaft mit Millionen anderen Usern. > Pfeif < … und ein Geheimnis kann ich schon preisgeben; meine Computer sind immer auf geräumt, was ich von meinem normalen Leben wirklich nicht behaupten kann.

Natürlich ist die inzwischen umbenannte “Insider Preview” immer noch voller Fehler und Unvollkommenheiten, aber Microsoft könnte mit diesem Betriebssystem mal wieder der ganz große Wurf gelingen, da der Sourcecode ja für alle drei so genannten Computersparten ein gesetzt wird. Wäre auch an der Zeit, nach den Flops mit Windows Vista und Windows 8, zumal die Tablets ja inzwischen für ein Appel und ein Ei verschleudert werden, denn wirklich arbeiten kann man wirklich nur mit Laptops und PCs. Und auch den heutigen Smartphones prophezeie ich in spätestens 5 Jahren den Technik-Tod voraus, denn wer will wohl für den Rest seines Lebens ständig nur mit seinem Smartphone beschäftigt sein und von ihm versklavt werden?

Was immer noch nervt, ist die Arroganz von Microsoft gegen über seinen Mitbewerbern und Konkurrenten und Google sei hier an erster Stelle genannt. Ich persönlich nutze Google auf verschiedensten Ebenen und bin sehr zufrieden mit den Ergebnissen, auch wenn mir deren Arroganz auch so manches Mal fürchterlich auf den Sack geht, aber das bleibt wohl nicht aus bei Monopolstellungen, egal, wo sie entstehen.

Mit dem neuen Internet-Browser, zuerst als Projekt SPARTAN benannt und jetzt heißt er “Edge” kann ich noch nichts anfangen. Meine ‘Liebe’ gilt dem Internet-Explorer, auch wenn mich viel für bekloppt halten ob der vielen Lücken, welche dieser Browser angeblich oder auch tatsächlich auf weist. Aber Software wird wohl nie 100% perfekt sein, denn kein Code kann fehlerfrei sein, da der Mensch hinter der Tastatur ja auch nicht fehlerfrei ist.

Das nächste Positive am neuen Windows 10 ist nicht, dass es ein Jahr bei Upgrades von Windows 7 und 8 kostenlos ist, sondern dass der Code angefangen hat, zu schrumpfen. Es wird nämlich wieder weniger Speicherplatz auf unseren Festplatten belegen. Nach der Kompilierung zur RTM wird es wohl noch kleiner auf der Festplatte aus fallen. Von mir ein HURRA. Und der FIWUS bleibt durch mich am Ball.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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