Sichere Banken im Computer-Zeitalter? – Eine Lachnummer

Keine Gewalt, keine Waffen. Bei diesem Bankraub (oder ist es nur Diebstahl?) braucht sich kein Mensch um Leib und Leben zu fürchten.

Bis zu 100 Geldinstitute in über 20 Ländern sind weltweit von der “Carbanak”-Gang angegriffen worden.

(Bild: Kaspersky Lab)

Gemeinsam haben Interpol, Europol, Kaspersky Lab und andere Institutionen den bisher größten Cyber-Raubzug aufgedeckt. Seit dem Jahr 2013 habe die “Carbanak”-Gang Angriffe auf Banken in über 20 Ländern gestartet.

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Fürchten müssen sich nur die Geldinstitute selbst und natürlich ihre sogenannten Sicherheitsabteilungen, welche sich ja für unüberwindlich halten.

Es ist die wahre Überheblichkeit, wenn Banken mit ihrer Sicherheit werben. Klingt wohl alles nach außen wunderbar, ist aber nur “das Pfeifen im Walde”.

Sicherheit bei Computern gibt es nicht, so lange der Mensch den Code schreibt. Der Mensch ist nun mal die Schwachstelle. Kann hier nachgelesen werden, denn schon oft genug habe ich mit diesem Beitrag darauf hin gewiesen. Ist aber immer noch kein Beitrag zum Thema “Datensicherheit”, den man einfach überfliegen kann und dann schnell wieder vergisst.

Am Computer sitzen inzwischen Milliarden Menschen und es glaubt doch niemand, dass es nicht auch ein paar Cracks gibt, welche wirklich was von der Materie verstehen, darunter auch echte Kriminelle.

Natürlich ist so etwas nicht Hollywoodreif, denn hier werden Zeitspannen genannt, welche sich nicht in 2 oder gar 4 Stunden zusammenfassen lassen. Der wirkliche Gau spielt sich in Zeitrahmen von Monaten und gar Jahren ab. Und es gibt nun einmal auch Geldgeber, welche im Endeffekt diesen gesamten Vorgang finanzieren und dann den Großteil der Beute ab kassieren. Und doch bleiben in dieser Größenordnung genug ‘Kuchenkrümel’ für jeden einzelnen Beteiligten übrig.

Hier wird rein medial gleich schon von ‘Raubzug’ gesprochen und geschrieben. Aber Raub ist immer mit Gewalt verbunden. OK, sieht geschrieben schon spektakulär aus, hat aber mit dem tatsächlichen Begriff rein gar nichts zu tun. Gestern habe ich in sozialen Netzwerken dazu folgenden Joke veröffentlich:

Hätten DIE nicht auch gleich meine Kreditlinie von Null auf XXXX erhöhen können …???

Natürlich war dies nur meiner Ironie geschuldet, mit einem winzigen Stückchen Wahrheit. Welcher Mensch ist nicht auch ein wenig gierig, zumal man davon ausgehen kann, dass das gestohlene Geld ja erst einmal nur virtuell in Großrechnern existiert und bei Überweisungen ja auch kein einziger Schein zum Vorschein kommt. Aber die Medien haben zum Teil überhaupt keine Phantasie, sind wohl noch nicht mal in der Lage, dass ganze Ausmaß zu überblicken.

Als ich den Begriff “Geldwäsche” las, habe ich mir fast vor Lachen in die Hose gemacht.

Bits und Bytes sollen also gewaschen werden. Man stelle sich bitte vor, da stehen dann Computer-Cracks und schaufeln Millionen und Abermillionen in Waschmaschinen. Ein Bild für die Götter. Liebe Mediengemeinde, Bits und Bytes bestehen aus Nullen und Einsen und genau diese beiden Ziffern sagen Schaltkreisen, in welchem Zustand sie sich befinden; entweder ausgeschaltet (Zustand 0) oder eingeschaltet (Zustand 1). Das waren oder sind jetzt die Bits.

Die Bytes bestehen aus acht Bits und stellen über einen Interpreter die einzelnen Zeichen auf einem Computerbildschirm dar. Dies sind also die ersten sichtbaren Ergebnisse, welche das menschliche Auge sieht, aber noch immer ist kein einziger Geldschein ersichtlich. Der kommt nämlich aus einem Geld-Automaten und erst in diesem Augenblick bekommt man ein echtes Gefühl für Geld, denn diese Scheine kann man tatsächlich an fassen, daran riechen und sie sogar schmecken, wenn man ganz abartig ist.

Eine Milliarde als Gesamtbeute ist nicht in der Handtasche davon zu tragen. Das obige Bild verdeutlicht darum auch, warum es rund um den Erdball diese gestohlenen Geldbeträge gegeben hat.

Natürlich werden sich jetzt viele fragen, wann die Täter denn geschnappt und ihrer gerechten Strafe zu geführt werden, aber da wird es dann schon ziemlich schwierig für die Strafverfolger, denn es ist eine Sache, von der Straftat zu wissen, aber eine ganz andere, diese einzelnen Personen zuzuordnen, geschweige denn einer ganzen Gruppe und dabei auch die Initiatoren zu erwischen, denn dies ist für die ermittelnden Staatsanwaltschaften eigentlich völlig unmöglich.

Es werden wohl einige IP-Adressen und die dazu gehörigen Computer und ihre Nutzer und Besitzer ermittelt werden können, aber an die Drahtzieher wird man eigentlich nie herankommen, wenn sie keine gravierenden Fehler gemacht haben.

Dies alles hört sich jetzt an wie eine Satire und ist doch Wirklichkeit. Die an diesem Stück Kriminalität Beteiligten sind meiner Meinung nach zu 95% sicher und die restlichen 5% haben halt mit Zitronen gehandelt und zu diesen 5% gehören auch die abgezockten Banken, welche sich ja immer auf der sicheren Seite wähnen. Jetzt wissen sie es besser.