Oh – Du Fröhli … ‘hust …hust’

Sorry, hab mich nur verschluckt.

Weihnachten steht vor der Tür. Das Fest der Liebe. Nur weil ein Gott sich vermehren musste. Einige Millionen Menschen in Deutschland werden davon aus geschlossen. Per Gesetzen, ausgedacht von einem Vorbestraften und von kriminellen Politikern und ihren Handlangern. Eigentlich werden wir ja schon seit 2 Monaten auf dieses Ereignis vorbereitet, denn der Handel hat ja nichts besseres zu tun, als mit dem Süßigkeiten-Verkauf schon kurz nach dem Ende der Sommerferien zu beginnen. In diesem Jahr habe ich ganz besonders die Beobachtung gemacht, dass Weihnachten jetzt einfach schon vor verlegt wurde. Die Einkaufswut wurde schon extrem frühzeitig frei gesetzt.

Heute will ich diesen Beitrag ganz besonders den Singles unter uns widmen, denen die gesäuselten Liebesbezeugungen in dieser Zeit ganz mächtig am Arsch vorbei gehen, die vielleicht auch noch obdachlos sind oder es noch werden und die niemanden haben, der ihnen auch nur die Spur von Menschlichkeit gönnt und bei denen das große Schweigen aus gebrochen ist, da sie ja niemanden haben, mit denen sie sich im Spaß oder im Ernst verbal austauschen können. Und für Spaß hätten sie ja sowieso wenig Grund, da die Gesetzeslandschaft so absolut nicht zum lachen ist.

Ok – Liebe sollte man sowieso nicht kaufen müssen. Menschliche Empathie ist nun mal unbezahlbar.

Bei mir persönlich ist es inzwischen das dreizehnte Jahr, an dem ich zuhause allein sein werde, mit Computer, der Glotze und meinem Lesestoff. Das Einzige, wofür ich wirklich dankbar bin, ist die Tatsache, dass ich inzwischen all dass aufschreiben kann, was mir so tagtäglich entweder vor die Augen kommt oder was mir so durch den Kopf geht.

Heuer habe ich noch einen besonderen Grund, nicht ganz so down zu sein, denn ich habe wieder einen Hund, besser gesagt eine Hunde-Dame. Schon etwas älter (10 Jahre), aber auch diese Hunde haben es verdient, dass man sich um sie kümmert.

Dani (Bild kommt noch) ist eine Mischung aus Dackel und allen anderen Rassen und sie ist sehr lieb. Selbst mit dem Bellen hat es nicht. Gehört habe ich noch keinen Ton. Und natürlich ist sie noch sehr schüchtern, da sie sich in einer Hundegruppe wohl immer unterordnen musste. Ihr vorheriges Frauchen ist verstorben. Diese Hunde sind wegen ihres Alters schon ziemlich schwer zu vermitteln, aber die Vilshofener Hunderettung und Tiertafel e.V. bemüht sich wirklich engagiert um solche Vermittlungen.

Dani kommt vom Land und hatte dort immer freien Auslauf, so dass sie bisher die Einschränkungen einer Leine nicht kannte. Gleich am ersten Abend beim Gassigehen war erst mal mehr als Geduld an gesagt, denn sie weigerte sich einfach, zu laufen und ich wollte natürlich auch keine Gewalt aufwenden, denn dass wäre gleich zu Beginn der absolut falsche Weg gewesen. Nach einer halben Stunde locken und gut zureden (von dem sie natürlich kein Wort verstand) habe ich sie dann kurzfristig auf den Arm genommen und vor die Haustür getragen. Es wurde ein echt langer Ausgang von insgesamt mehr als 2 Stunden mit einer Wegstrecke von gerade mal 500 Metern.

Der zweite Ausgang in der Nacht wurde insofern etwas leichter, da ich sie gleich auf den Arm nahm und vor die Tür trug. Diesmal wurde der Weg auch länger und auch ihre Geschäfte wurden ganz brav erledigt. Problematisch sind aber Autos und fremde Menschen. Sie bleibt dann einfach stehen und je näher sie kommen, um so ängstlicher wird sie. Da bin ich dann mit der Beruhigung gefragt. Doch dann, bei diesem zweiten Ausgang passierte mir das Missgeschick, dass mir die Leine aus der Hand rutschte und Dani war nun mal schneller als meine eigenen Beine.

Jetzt war die Panik erst mal bei mir, denn sie versteckte sich hinter geparkten Autos in unserer Straße. Wenn jetzt ein Auto kam und sie zwischen den Wagen hervor gesprintet wäre, hätte ich sie niemals retten können, obwohl ich mitten auf der Straße stand. Aber wir hatten Glück. Nach einer längeren Geduldsprobe konnte ich mit einem Hechtsprung auf Rasen ihre Leine wieder packen. Sie dachte dabei dann wohl an ein Donnerwetter, was aber ausblieb, denn ich kannte solche Verhaltensweisen schon.

Der zweite Tag war schon etwas einfacher, ich muss sie nicht mehr raus tragen. Natürlich bleibt sie noch viel stehen, aber ein sanfter Zug an der Leine ist inzwischen schon ausreichend, um sie zum weiter gehen zu bewegen und natürlich immer lobende Worte. In spätestens vier Wochen werden wir ein eingespieltes Team sein.

Natürlich wird sie wohl niemals ohne Leine laufen dürfen, aber dass ist für mich die geringste Einschränkung, denn wenn meine Rente kommt, werde ich ihr eine 10 Meter Laufleine kaufen, damit sie größere Radien ‘bearbeiten’ kann.

Ich habe jetzt also wieder ein Lebewesen, welches mir zu hört, wenn ich mal wieder zu Selbstgesprächen neige.