Im Dschungel der Verträge der TK-Branche

Telefon und Internet, die Melkkühe der Nation. Vier Hauptprovider hatten wir bisher, dann kamen mal wieder die berühmten Fusionen. Telekommunikation ist inzwischen zu einem knallharten Business verkommen, welches aber auf dem Rücken der Kunden ausgefochten wird, denn inzwischen sind WIR Kunden alle auf diese Form der Kommunikation an gewiesen. Wer sich dem Entziehen will, muss schon auf eine einsame Südseeinsel ausweichen, wird aber dort auch nicht viel glücklicher, denn die sind wohl inzwischen alle an das weltweite Kommunikationsnetz an geschlossen.

Und die Provider verdienen sich Milliardenbeträge mit den sogenannten Verträgen zu ihren Kunden. Die Werbung ist knallig und bunt und alle versprechen das ‘große Glück’ mit der weltumspannenden Möglichkeit, zu kommunizieren.

Natürlich gibt es da noch diese meist sehr unangenehmen Eigenschaften des Kleingedruckten, aber genau so lieben es die TK-Konzerne. WIR vom FIWUS werden uns jetzt dafür einsetzen, dass genau dieses KLEINGEDRUCKTE auf den Werbeseiten verschwindet. Eine Petition wird kommen.

Der Grund ist ganz einfach. Dass sogenannte Kleingedruckte ist ja eigentlich das Wichtigste in allen Verträgen. Wer sich mit diesen sogenannten Werken mal etwas näher beschäftigt, will sich eigentlich schon nach 5 Minuten einen Kopfschuss verpassen, weil er/sie nur noch Bahnhof versteht. Schaut man sich diese Machwerke genauer an, tappt quasi von einer Falle in die andere und wird am Schluss der Paragraphenaufführung nur noch notgeschlachtet.

Sie nennen es wohl alle VERTRAGSFREIHEIT, aber richtiger sollte es besser VERTRAGSKNEBEL lauten. Wenn jeder Mann und jede Frau alle diese Vertragsklauseln zu 100% lesen und begreifen soll, dann bricht in diesem Land die Wirtschaft von einer Sekunde zur anderen zusammen und alle Menschen, welche an der Telekommunikation teilnehmen, sind für längere Zeit damit beschäftigt, TK-Verträge wirklich kennen zu lernen und auch noch zu verstehen. So ist es übrigens im gesamten Vertragsbereich.

Es gab aber auch schon andere Zeiten in diesem Land der Vertragsanwälte und Notare. Da galt ein einfacher Handschlag. Heutzutage müssen es Berge von Papier sein, dafür wird jedes Jahr eine riesige Fläche Landschaft vom Grundstoff Holz beseitigt und wir alle versündigen uns an Mutter Natur. Alles nur für Verträge.

WIR vom FIWUS wollen sie nicht ab schaffen, darüber brauchen wir in der heutigen Zeit uns keinerlei Illusionen machen, aber wir wollen die Vertragsbedingungen so einfach und klar auf den Verkaufs- und Werbeseite sehen und auch auf Anhieb verstehen können, dass nur noch wirklich faire Verträge zwischen Vertragspartner (und nicht Vertragsgegnern) zustande kommen. Dies ist möglich und darum wird jetzt eine Petition aus gearbeitet, welche dies alles zum Inhalt hat. Und WIR haben keinen Edmund Stoiber zu unserer Rechten, welcher ja als Bürokratieabbau-Kommissar in Brüssel tätig war. Diese Art der Lobby können wir uns auch gar nicht leisten. Also rufen WIR zur Mithilfe in den sozialen Netzwerken auf. Wenn es der Schwarm schafft, Menschen, wenn auch nur erst mal für ein Jahr, zu einem Grundeinkommen von 1.000 €uro zu verhelfen, dann sollte diese Aufgabe, welche keine finanziellen Belastungen an die Menschen ergibt, doch wohl auch gelingen.

Die Forderung ist eigentlich ganz einfach:

Weg mit dem juristischen Kauderwelsch in TK-Verträgen.

Verträge, welche in einer Juristensprache abgefasst sind, werden inzwischen schon nicht mehr gelesen und führen im Endeffekt den Kunden als sogenannter Vertragspartner nur in einen finanziellen Abgrund. (Im Spiel-Casino heißt es: “Der Gewinner ist immer die Bank”.) Damit muss endgültig Schluss sein.

Ein Vertrag darf 2 Din A 4-Seiten nicht übersteigen

Die Schriftgröße in Verträgen darf Punkt 11 niemals unterschreiten und muss auch auf den Werbe- und Verkaufsseiten im Internet und im Prospektmaterial genau so dort erscheinen. Diese Größenordnung ist vertretbar.

Auch Baumschüler müssen die Verträge verstehen können, da wir ja fast alle nicht als Genies auf die Welt gekommen sind. (Dies ist aber keinerlei Diskriminierung von Baumschülern)

Sonderbestimmungen werden nicht akzeptiert, da sie der Fairness zuwider laufen.

WIR haben nichts dagegen, dass die TK-Branche Geld verdienen will, aber wir haben etwas dagegen, wie Weihnachtsgänse ausgenommen zu werden von den wenigen noch am Markt verbliebenen sogenannten Konkurrenten.

Dass sind erst ein mal die Grundbedingungen, aber darauf kann sich die TK-Branche schon mal ein stellen.

Schon der FIWUS ist auf diesem Prinzip so auf gebaut. Hier kann klar und übersichtlich gelesen werden und es gibt klare Richtlinien.

Über den Autor

AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

2 Kommentare

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