Viel Süßes, wenig Bewegung und dann noch die absolut falsche Ernährung …

Wir Menschen sind so darauf gepolt (besonders auch durch die Werbung), uns immer ‘gesund’ zu ernähren, dass wir dabei übersehen, dass künstliche Stoffe wie Süßstoff mehr Veränderungen im Körper vollziehen, als für uns wirklich gesund ist. Wir neigen nun mal in vielen Dingen gleich zur Übertreibung.

Als ich jetzt vor wenigen Tagen erfuhr, dass ich den sogenannten Alterszucker im Anfangsstadium habe, bin ich natürlich erst einmal sehr nachdenklich geworden und habe bei meinen Überlegungen auch bedacht, was ich denn an Ernährungsumstellungen so alles vollzogen habe in den letzten Jahren. Und natürlich habe ich auch meine Gesamtsituation analysiert, soweit ich dies überhaupt allein hin bekomme.

Bis Anfang 2011 hatte ich einen Hund, musste mehrmals am Tag mit ihm raus, bewegte mich also. Cira starb am 07.01.2011 und danach hing ich erst mal nur noch in den Seilen. Schon nach wenigen Wochen war mein Gewicht erheblich gewachsen. Ich fing an, Getränke zu kaufen, welche mit Süßstoff versetzt waren. Vorher hatte ich nur Getränke zu mir genommen, welche ganz normal??? Zucker enthielt und ich habe auch regelmäßig nur Mineralwasser getrunken, immer abwechselnd.

Mein Heißhunger auf süße Sachen stieg an und wurde dadurch befriedigt, dass meine Ernährung doch ziemlich einseitig wurde. Wenn man diese Tatsachen jetzt einfach mal alle berücksichtigt, dann brauche ich mich wirklich nicht zu wundern, dass mein Blutzuckerspiegel an stieg und mein Körper anfing, sich zu wehren. Mein Herzinfarkt im April 2011 hat dass seine noch dazu bei getragen, denn seither habe ich nicht nur eine erhöhte Aufnahme von Medikamenten, sondern auch das Problem, dass mein gesamter Bewegungsapparat völlig aus den Fugen geriet. Weil die Schmerzen sich immer mehr steigerten, bewegte ich mich auch weniger. Wo früher der Hund dafür sorgte, dass ich ein gewisses Bewegungspensum ein hielt, so trat inzwischen dass genaue Gegenteil ein.

Mein gesamter Tagesablauf spielt sich vor dem Computer ab. Schon ein Aufstehen aus dem Bürostuhl bereitet einfach Schmerzen, welche ich nur verhindere, wenn ich so wenig wie möglich aus dem Stuhl aufstehen muss. Auch habe ich alles, was mir wichtig erscheint, so um mich herum platziert, dass ich nur durch wenige Drehungen an alles komme, was ich so benötige. Hängt natürlich auch damit zusammen, dass die derzeitige Wohnung eigentlich keine Ausmaße hat, die mich zum Beispiel zwingen würden, auf zu stehen und längere Wege vor mir habe.

Ein Rezept, welche die Schmerzen in meinem Bewegungsapparat reduzieren, habe ich bis heute nicht gefunden. Ich müsste mich wohl mehr bewegen, aber …

Ich werde jetzt erst einmal daran gehen, meine Ernährung wieder zu normalisieren und auch versuchen, mir wieder mehr Bewegung zu verschaffen. Wird aber garantiert kein Zuckerlecken. Ich schätze mal, dass ich meiner eigenen Disziplin dann doch mal einen gewaltigen Arschtritt verpassen muss.