Tag für Tag das gleiche Elend … beim Schreiben

Kurz, knapp und präzise soll ein Beitrag im Internet sein, höre und lese ich immer. Aber der FIWUS ist nun mal kein Schmierblatt wie die BLÖD-Zeitung, die ja auch inzwischen ihre Konkurrenten mit diesem Virus angesteckt hat. Überhaupt, man kann, wenn man immer nur auf die Aktualität schielt, niemals sich selbst und schon gar nicht den Lesern seiner Seite gerecht werden, wenn man auf allen Wegen der schreibenden Zunft zuhause sein will. Und man sollte, so gut es geht, die heute ja ach so aktuellen sozialen Medien wie Facebook und ähnliche meiden, denn die fressen vergeudete Zeit, welche dann zum schreiben fehlt. Der Tag hat nun mal nur 24 Stunden, von denen wir mindestens 6 Stunden ja auch schlafen müssen.

Und dann erwartet die Leserschaft, dass, wenn man sich auf ein Thema eingeschossen hat, auch noch irgend welche Ergebnisse … wie beim Fußball … präsentiert. Unentschieden werden mit Nicht-Lesen bestraft. Die schlimmste Strafe aber ist, wenn die eigene Seite dort im Internet nicht mehr frequentiert wird, egal, wie viel Mühe man sich gibt, die Leserschaft zu informieren und auch manchmal zu unterhalten. Ich persönlich habe wohl auch hohe Ansprüche an dass, was ich so an Informationen erwischen will, aber dass muss ich nun mal mit mir selbst ausfechten.

Ein sehr großes Handicap ist für mich, dass es mir oft genug an Informationen mangelt, da ich nun mal keine ausgewachsene Nachrichtenagentur bin, auch wenn ich mich im Internet bewege. Als ich zum Beispiel gestern die Meldungen von dieser sogenannten Scharia-Polizei in Wuppertal las, bekam ich fast einen Wutanfall ob der Dreistigkeit und der Idiotie dieser sogenannten ‘Veranstaltung’ und schrieb daraufhin nach längerem Nachdenken auf Facebook diesen Kommentar zu einem Kommentar im Tagesspiegel:

Es sind die Verlierer in dieser Gesellschaft, die bisher keine Perspektiven in ihrem Umfeld erlebt haben und die jetzt glauben, sich diese Art von Perspektiven mit Gewalt aneignen zu können. Mit Religion haben diese Verlierer absolut gar nichts am Hut. Die Verführer winken mit tödlichen Waffen und wer sowieso keine Moral mehr anerkennt, wird diese auch, ohne zu zögern, einsetzen. Diese Waffen demonstrieren unbeschränkte Macht. Nicht anders gehen übrigens die Religionswächter im Iran und in den arabischen Staaten vor.

Noch werden diese Provokateure von unseren Gesetzen geschützt, solange sie keine Straftaten begehen und je weniger Druck dieser Staat verübt, um so mehr werden sie provozieren.

Es ist natürlich Wasser auf die Mühlen dieser Vollpfosten, wenn dann solche Beiträge in den Medien verbreitet werden, hier sogar der Vergleich mit der Heilsarmee. Es ist ja so leicht, im Namen eines vermeintlichen Gottes, sich auf diesen Gott zu berufen, es wurde schon seit Jahrtausenden für die sogenannten Schwachen und Einfältigen nichts anderes veranstaltet. Die Heilsversprechen sagen darüber viel aus. Nur sind es wohl diesmal, bei der Gruppierung IS, nicht allein die Jungfrauen und das Paradies, was lockt, es ist wohl die Möglichkeit, fast ungestraft zu killen und aber auch an große Summen Geldes zu kommen. Diese Verführer sind zum Teil inzwischen schon stinkend reich.

Und sofort stellte sich mir danach die Frage: “War es knapp und präzise genug?” – Eigentlich sollte dass ja die Leserschaft entscheiden und doch mache ich mir erst mal selbst diese Gedanken. Und dann hänge ich erst mal in Facebook fest.

Mein 67. Geburtstag rückt immer näher und damit auch immer wieder die manifestierte Angst, auch mit mir wird es irgend wann zu Ende gehen, jedoch bin ich noch keineswegs bereit, dies so einfach zu akzeptieren. Gerade ist gestern wieder ein Schauspieler, nämlich Gottfried John, gestorben. 72 Jahre ist er geworden und damit ganze 5 Jahre älter als ich selbst. Todesursache, wie so oft, Krebs.

Vor ca. 2 Wochen habe ich routinemäßig bei meinem Hausarzt Blut abgeliefert. Einige Tage später kam dann ein Anruf aus der Praxis, der Doktor möchte mich nach seinem Kurzurlaub sehen. Zuerst habe ich mir noch nichts dabei gedacht, ich war mit schreiben und denken beschäftigt, doch dann knallte der Gedanke rein, was er wohl mit mir besprechen will. Hat er irgend was gefunden bzw. das Labor? Muss ich mir Sorgen machen? Wie reagiere ich, wenn es tatsächlich eine schlechte Nachricht in dieser Richtung gibt?

Wenige Tage darauf reagierte schon wieder mal mein Körper, speziell mein Rücken, mein Bewegungsapparat. Eine falsche Bewegung und schon hatte ich wieder einmal unvorstellbare Schmerzen. Konnte mich kaum noch bewegen, verbrachte viel Zeit in der Horizontalen im Bett, damit der Rücken entlastet war. Andererseits weiß ich aber, dass genau dies eigentlich das falsche Rezept ist, denn genau in diesem Moment ist eher Bewegung wichtig und angesagt, obwohl sie extrem schmerzhaft ist. Hinzu kommt, dass ich einen Termin beim Augenarzt habe, wegen einer neuen Brille. Die Alte ist gerade mal 2 Jahre alt und und doch habe ich dass Gefühl, mein Sehen hat sich verschlechtert. Alt werden empfinde ich halt immer noch als besonders beschissen und ungerecht und es geht so schnell und ich will noch leben, weil ich eben einfach gern lebe und was versäumen könnte. Ich bin nun mal extrem neugierig und ich könnte ja auch noch im Lotto gewinnen und meinem Leben dadurch auch eine neue und andere Richtung geben.

Natürlich weiß ich inzwischen, dass ich nicht ewig leben werde, aber so um die 20 Jahre mehr habe ich mir schon vorgenommen. So einfach aufgeben, liegt mir absolut nicht. Es ist halt doch ein Unterschied, dieses Wissen zu haben und auch damit um zu gehen. Daran denke ich zum Beispiel oft, wenn ich gerade mal wieder einen Tag so völlig versaubeutele, indem ich nur so vor mich hin gammele. Immer wieder sage ich mir dann: “Du bist ja Rentner, Du hast keinerlei Verpflichtungen mehr, Du kannst Dich auch mal treiben lassen.” Doch dann kommt einfach das schlechte Gewissen, auch auf Grund der Tatsache, dass ich es 30 Jahre lang gewohnt war, mit absoluter Disziplin meine mir aufgetragenen Arbeiten durch zu führen.

Natürlich gibt und gab es auch früher Tage, da hatte ich zu dieser Art der Disziplin keinerlei Verhältnis, aber wenn Aufgaben da waren und auch so einiger Maßen fair bezahlt wurden, dann hatten die einfach Vorrang, sie wurden erledigt, selbst wenn ich dann mehr als nur grantig war. Aber ich schätze mal, solche Arschlochtage hat jeder ein mal.

Wenn ich aber heut zutage als Rentner so meine Mitrentner beobachte, kommt immer wieder der Gedanke: “So will ich einfach nicht abtreten.” Ich will was hinterlassen, was auch in späteren Zeiten noch einen Sinn ergibt, wie ich es in der Filmbranche einfach gelernt habe. Vielleicht gelingt mir ja doch noch ein Kick, welcher mich auf lange Zeit immer wieder in Erinnerung bringt bei zukünftigen Generationen. Dass schaffe ich natürlich nicht, wenn ich mich hängen lasse und den ganzen Tag am Fenster hänge oder im Park auf einer Bank sitze, nur mit einfältigen Gedanken.

Oh, ich weiß, große Träume, zum Teil völlig bescheuert, aber ich kann nun mal nicht aus meiner Haut raus. So habe ich mir alles antrainiert, geschenkt wurde mir dies nicht.

Als ich gestern nach der Wahl in Sachsen schon nach der ersten halben Stunde ein Posting in Facebook hinterließ, waren dies die ersten Eindrücke aus dem Bauch heraus.

Über 50% Nichtwähler, muss man solch ein Ergebnis noch als demokratisch anerkennen? Sind diese Nichtwähler überhaupt noch an einer Demokratie interessiert? Leider kann ich nicht in deren Köpfe rein schauen. Klar ist auf jeden Fall, dass diese Situation den bisherigen etablierten Parteien überhaupt nicht gefallen darf.

Theoretisch geht mir persönlich die Wahl in Sachsen irgendwo fürchterlich vorbei, denn ich lebe nun mal ganz wo anders. Aber für die Demokratie in Deutschland, sofern es überhaupt noch eine ist, ist diese Tatsache mehr als nur besorgniserregend. Auch wenn ich persönlich mindestens noch 20 Jahre in diesem Land leben will und auch muss, so erwarte ich mir für meinen sogenannten Lebensabend, wie viele andere in meiner Situation, dass WIR Alten diese Zeit noch genießen können. Ich persönlich war noch nie Nichtwähler, denn dafür weiß ich einfach zu viel von der Geschichte dieses Landes. Die meisten von UNS haben ja keine besonderen Alternativen. Wir alle müssen die Politik in diesem Land gestalten. Wer sich verweigert, gibt gerade den sogenannten extremen politischen Strömungen einen nochmals besonderen Schub. SCHEISS NICHTWÄHLER.

Schon der kleinste Hinweis in den sozialen Medien, wie hier … zeigt uns doch, dass ein bestimmte Klasse der Gesellschaft, hier als Eliten tituliert, alles Menschliche schon lange über Bord geworfen hat, nur um den eigenen Stand zu retten.

„Ein Lebender muss die Chance haben, sein Organ zu verkaufen“, so Peter Oberender, Professor für Volkswirtschaft an der Universität Bayreuth, in einem Interview. Und er führt auch gleich aus, dass es hier insbesondere um diejenigen geht, die finanziell schlechter gestellt sind.

Es ist doch folgende Situation: Wenn jemand existenziell bedroht ist, weil er nicht genug Geld hat, um den Lebensunterhalt seiner Familie zu finanzieren, so muss er meiner Meinung nach die Möglichkeit haben, durch den Verkauf von Organen – und zwar geregelten Verkauf … ähnlich der Börse, dass man sagt, wer ist zugelassen zu dem Handeln. Es muss auch geprüft werden, wer darf das Organ entnehmen. Und dann wird praktisch das Organ versteigert.

Auch wenn hier nicht explizit die Transferleistungempfänger (wie z.B. Bezieher von ALGII) genannt werden, sind die Formulierungen „existenziell bedroht“ und „nicht genug Geld hat, um den Lebensinhalt seiner Familie zu finanzieren“ entlarvend. Hier kann es einerseits um diejenigen gehen, die sich in prekären Arbeitsverhältnissen befinden, andererseits aber auch um jene, die auf Grund des knapp bemessenen Regelsatzes auf Zusatzeinnahmen angewiesen sind. Beide Formulierungen können also als schönfärberische Umschreibung angesehen werden.

Quelle: Hier weiterlesen

Jetzt fehlt halt nur noch das entsprechende Gesetz dazu und schon werden die fehlenden Organe bzw. die Menschen, die es betrifft, über kurz oder lang von diesen Eliten gejagt und auch kurzer Hand gekillt, um an dieses ‘Gut’ zu kommen. Was sind wir doch für eine schlaue Spezies.

Kann man auch hieraus erkennen und ich konnte mich nicht zurück halten, dies auf meine Art zu kommentieren:

Seien WIR doch mal ganz ehrlich, eigentlich kommt uns dieses ‘Bubenstück’ doch genau recht. Es soll ja Menschen geben, die genau dass fordern, was diese sogenannten Islamisten ja auch fordern. Man denke nur mal an so abgeschwächte Forderungen wie: Frauen zurück an den Herd oder man nehme nur mal das sogenannte Betreuungsgeld. Vor gar nicht mal so langer Zeit (ich glaube so um die 50 oder 60 Jahre sind es gerade mal her) hatten die Frauen in Deutschland eigentlich absolut nichts zu sagen und nur unsere Kultur hat sie davor bewahrt, dass sie zum Bleistift den Schleier oder die Burka tragen mussten. UNSERE Paschas waren latürnich VIEL zivilisierter und wenn dann doch mal eine Frau auf begehrt hat, dann wurde sie nicht gesteinigt, sondern man ließ sich ganz zivilisiert scheiden. Federführende in ihrem Konservatismus waren Menschen in diesem Land, welche sich heute noch für ‘das Gelbe vons Ei’ halten.

Ist dies jetzt das Ende? – Für heute ja – im FIWUS.

 

Über den Autor

AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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