AlterKnacker`s Streiflicht Nr. 10

Auf diesen Beitrag hatte ich mich eigentlich gefreut. Große Erwartungen. Pustekuchen. Je länger ich las, um so enttäuschter wurde ich. Die detaillierte Einreise in die USA hat dagegen wirklich nichts mit den Besonderheiten der Stadt Detroit zu tun.

Da wird von Häusern geschrieben, von dem Architekten Mies van der Rohe, von leeren Straßen, aber nicht von Menschen, welche in dieser Stadt Detroit leben oder existieren oder beides. Zuvor wird noch ausgiebig über die Paranoia der Amerikaner gegenüber Fremden lamentiert, ist aber alles schon lange bekannt, in verschiedenster Form. Selbst die wenigen Bilder aus der Stadt sind Klischee. Ebenso wie der ganze Beitrag, der sein Papier nicht wert ist.

Auch wenn diese Stadt Detroit völlig am Boden liegt, so hat sie doch das Zeug dazu, wie ein Phoenix aus der Asche auf zu steigen, nur allein schon die Ansätze dazu werden einfach unterschlagen oder völlig unvollständig wieder gegeben. Und dann kommt da noch die Aussage hinzu, dass sich Detroit am besten für Handwerker und Schriftsteller öffnen soll. Au Backe, selten hab ich was dämlicheres gelesen. Und ich schreibe selbst. Schriftsteller gehören ja meist nicht zu den mutigsten Menschen im wahren Leben. Wenn ich zum Beispiel Anregungen brauche, um Schreibblockaden zu überwinden, fahre ich gern mal in die Stadtmitte und lasse ‘das Leben’ an mir vorüber ziehen, bin dann aber auch wieder ganz froh, wenn ich allein in meiner Bude bin.

Ich hätte mir besser zum 10. Mal den Film “Vier Brüder” reingezogen, denn der zeigt ein Detroit, wie es ist, aber auch, wie es wieder sein könnte.

Unter gutem Journalismus stelle ich mir etwas anderes vor. Solche Beiträge hat das Feuilleton der FAZ nicht verdient.

Es ist übrigens ein übles Gerücht, dass Frank Schirrmacher nach dem Lesen dieses Beitrags von uns gegangen ist. Auch wenn ich nicht gerade als Freund von ihm zu bezeichnen bin, so hat er, der 13 Jahre Jüngere (mir gegenüber), es nicht verdient, so früh zu sterben. R.I.P.

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NSA totrüsten? … Es wäre eine Möglichkeit, ABER … die größte Schwachstelle in der Computer-Sicherheit ist nun mal der Mensch … und die häufig unzureichenden finanziellen Möglichkeiten desselben. Hinzu kommt, dass dies alles politisch überhaupt nicht gewollt ist. Die Kosten für die Entwicklung von “Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen” sind erst mal erheblich und müssten von den Usern, den Benutzern im Endeffekt bezahlt werden. Hinzu kommt, dass sich Verschlüsselungskünstler gegenüber den Geheimdiensten sofort verdächtig machen und deshalb auch damit rechnen müssen, besonders unter Beobachtung zu stehen.

Das Internet in seiner heutigen Form wäre plötzlich für viele Benutzer einfach nicht mehr tragbar, da viel zu teuer und inzwischen käme noch ein anderer Fakt hin zu. Dies wäre das Ausufern von Angeboten von sogenannten Betriebssystemen, welche mit den Betriebssystemen Windows und Linux schon nicht mehr kompatibel sind. Weiterhin käme hinzu, dass die technischen Möglichkeiten wiederum nur von ganz wenigen Spezialisten handhabbar wären und man dann diesen Leuten quasi einfach so vertrauen müsste.

Nur ist der Mensch als solches nicht gerade das vertrauenswürdigste Wesen auf diesem Planeten (http://freies-in-wort-und-schrift.info/2014/06/26/die-illusion/), gerade wenn man an die allgegenwärtige Politik dabei denkt. Der normale Nutzer will sich nun mal nicht mit Technik befassen müssen, die er ja sowieso nicht versteht. Einen Weg gäbe es schon, aber dieser Weg wird niemals von der Politik im allgemeinen zu gelassen; denn sie müsste ihre dreckigen Finger aus dem Bereich “Internet” komplett raus halten. Alle Überlegungen in diesem ZEIT-Artikel sind reine Fassade und beruhigende Streicheleinheiten, um zu zeigen: “Wir kümmern uns”.

Schon einmal habe ich in einem Beitrag geschrieben, dass Spionage das zweitälteste Gewerbe der Menschheit ist und eigentlich sollte dieses Wissen jeder Erwachsene ständig abrufbereit in seinem Hinterkopf haben. Wissensvorsprung hat Einfluss auch mindestens zwei Drittel des realen Lebens. Dazu kommt die ‘Ersparnis’ von finanziellen Ressourcen. Das Wissen um kriminelle und terroristische Aktivitäten macht im Gesamtzusammenhang der Spionage nur einen sehr geringen Prozentsatz aus.

Dass dieser Text, zuerst bei Facebook gepostet, keine besondere Resonanz hervor rief, brauche ich wohl nicht extra zu betonen, denn alles, was mit Computern und Tablet-PC und Smartphone zu tun hat, interessiert den User, den Nutzer, noch nicht einmal peripher. Eigentlich sollte man diese Einstellung den Nutzern nicht so wirklich an kreiden, sie verstehen ja inzwischen gar nicht mehr, mit welchen Geräten sie hantieren.

Ich selbst bekam zum Wochenende einen Hilferuf per Telefon, dass ein Tablet-PC nicht mehr so funktioniert. Ich schaute mir dieses Gerät natürlich an, Computer ist halt Computer. Dachte ich. Aber da war ich schon mal schief gewickelt.

Was die Industrie, beziehungsweise Google als Computer mit seinem Betriebssystem ANDROID dem Anwender da aufs Auge gedrückt hat, ist mehr als eine echte Zumutung. Das fängt schon bei den Geräten, der Hardware, an.

Dass ein Smartphone oder ein Tablet-PC nicht die Ausmaße eine normalen PC oder eines normalen Laptop haben dürfen, ist ja eigentlich logisch, sonst würde man ja als Hersteller einen Witz anbieten. Die gesamte Hardware hat sich mit diesen Geräten nun mal total verändert. Dass die Hardware sich durch die Miniaturisierung aber so stark verändert hat, dass sie mit der gewohnten Hardware eines PC nicht mehr kompatibel ist, gibt einem schon zu denken.

Verkleinerung muss ja nicht zwangsläufig solche Wege gehen. Es hätte eigentlich nur etwas mehr Hirnschmalz bei den Ingenieuren bedurft, um die vorher vorhandene Hardware so zu verkleinern, dass sie zu den neuen Geräten passt. Aber nein, es wurde etwas völlig Neues entwickelt, damit man nicht von Hause aus zum Beispiel auf CPUs von bekannten Herstellern zugreifen muss und davon unabhängig wird.

Den Anfang machte natürlich APPLE. Wenn man sich deren Geschichte und Vergangenheit vor Augen führt, wird man ziemlich schnell erkennen können, dass dies natürlich nicht verwunderlich ist, denn diese Firma ging immer schon sehr eigenwillige Wege hin zu IHREN Kunden. Dass sehe ich sogar noch als ziemlich normal an. Die waren schon immer etwas besonderes und dies nicht nur vom Preis her. Ihre Hard- und Software war noch nie mit irgendwas kompatibel, was sich bisher im Computerbereich als Standard durchgesetzt hatte.

Nur diesmal betrat ein weiterer Mitkonkurrent die Bühne im Hardwarebereich, welcher sich seine Brötchen bisher auf ganz andere Weise verdient hatte. Nämlich Google. Dieser Konzern war schon zu diesem Zeitpunkt stinkend reich und wusste schon längst nicht mehr, wohin mit dem vielen Geld.

IBM-Kompatibel (der PC und der Laptop) und Microsoft, der King der Betriebssysteme waren aber die bisherigen wirklichen Konkurrenten in der Computerwelt für Google gewesen, denn hier spielt auch eine Neiddebatte um die Königskrone eine wesentliche Rolle in diesem Geschäft.

AndroidPIT

Bildausschnitt aus dem Android-Forum AndroidPIT.

Dass hier eingefügte Bild zeigt nur einen unwesentlichen Ausschnitt aus einem Forum, welches sich mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten befasst. Hier geht es um Hard- und Software in vielfältigster Form, nur ist es für alte Computerhasen, welche sich schon seit Beginn der 80er Jahre mit diesem Medium befassen, wie “Neuland” an fühlt.

Monitoring_of_Things

Monitoring of Things

Vernetzung ist inzwischen zur Gottheit erhoben worden und wird in der Computerwelt fast schon fanatisch angebetet. Vergessen wurde dabei eigentlich nur der normale Nutzer bei all diesen Möglichkeiten.

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Zum Abschluss dieses Streiflicht werde ich noch einmal persönlich.

Seit 6 Wochen habe ich inzwischen kein TV-Gerät mehr, es ist immer noch defekt. Ich habe natürlich zuerst mal versucht, auf ganz normalem und zivilisiertem Weg die Gewährleistung über den Händler in Anspruch zu nehmen. Dass ist erst einmal mehr als gründlich in die Hose gegangen. Dieser Beitrag wurde ja zuerst im FIWUS veröffentlicht. Als dies aber nichts brachte, habe ich quasi einen Gang höher geschaltet und ihn in einem Medium veröffentlicht, welches ganz andere und wesentlich höhere Zugriffszahlen hat. Dies hat jetzt wohl dazu beigetragen, dass der Händler inzwischen ein Einsehen hat und sich auch bei mir entschuldigt hat. Daraufhin habe ich den Beitrag aus dem FIWUS entfernt, auf deren Bitte hin und der Beitrag im “Freitag” wurde schon von deren Redaktion ‘bearbeitet’ und ich bekam per Mail was auf meine Pfoten.

Ich habe leider heutzutage keine anderen Möglichkeiten mehr, mich bei Unrecht auf andere Art zu wehren, als darüber zu schreiben. OK, in bestimmten Bereichen bin ich etwas über das Ziel hinaus geschossen, was ich inzwischen bedauere, aber letztendlich zählt das Ergebnis.

Natürlich geht es mir gewaltig auf den Sack, immer wieder betonen zu müssen, dass ich auf der einen Seite rein finanziell der letzte Penner bin (bei 600 €uronen Rente) und zum zweiten kommt hinzu, dass mich die Krankheit “Parkinson” schon ziemlich mächtig in den Klauen hat und ich nicht mehr so handeln kann, wie vor der Krankheit. Ich würde mich auch viel lieber anders, freundlicher und menschlicher verhalten. Leider aber so einfach nicht mehr möglich. Ist aber jetzt keine Entschuldigung, sondern einfach Fakt.

Ich will einfach nur noch meine Ruhe haben, ganz so viele Jahre habe ich ja nicht mehr zu erwarten. Sollten sich dann doch einmal diverse Probleme melden, so werde ich trotzdem auf meine Art kämpfen, denn genau dies musste ich mein ganzes Leben lang. Nur habe ich es bisher nie bereut, denn mein bisheriges Leben war und ist auch heute noch mehr als lebenswert und auch immer wieder spannend. Der FIWUS wird mich weiter auf Trab halten.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.