Wirr – War …???

Eigentlich wollte ich mich ja in einen spannenden Politik-Spionage-Thriller vertiefen und der Welt mal für längere Zeit den Effenberg-Finger entgegen strecken, doch bestimmte Umstände lassen mir einfach keine Ruhe. Noch nicht mal in Ruhe kann man ein Buch lesen.

Ein paar tausend wirklich reiche Hansel gegen ca. 7 Milliarden Menschen, kann diese Rechnung jemals aufgehen?

Wenn es nach dem Eifelphilosophen geht, geht für diese Hansel also gerade die Rechnung auf, denn besonders diese Hansel verfügen über finanzielle und sonstige Ressourcen, welche man sich auch in seinen verrücktesten Träumen nicht vorstellen kann. Und natürlich kommt noch hinzu, dass unsere angeblichen Demokratien eigentlich schon lange vom Kapital gekauft sind. Nur will dies alles niemand in Wahrheit hören, sehen, spüren. Besonders nicht in der sogenannten normalen Bevölkerung.

Diese ist so sehr damit beschäftigt, sich in ihrem warmen Kuschelnest noch behaglicher ein zu richten. Natürlich werden sie dabei von den Medien jeglicher Couleur fleißig unterstützt, denn diese Medien sind vom Kapital so abhängig, wie ein Süchtiger von der Nadel. Gesteuert wird dies alles von mächtigen Geheimdiensten, welche es als ihre vornehmste Arbeit ansehen, mit Volldampf Desinformationen zu streuen und zu verwalten. Immerhin hilft ihnen dabei die heutige Technik. So kleine Nachrichten wie zum Beispiel über das Fragezeichen bezüglich Google Plus (Google+) sollte man mit offeneren Augen lesen und interpretieren. Facebook ist nun mal der größere Platzhirsch und passt wahrscheinlich auch viel besser in die Phalanx der reichen Hansel.

Nächstes Kopfschütteln: Rechts ist Links und Links ist Rechts. Gehts noch???

Marigny de Grilleau

3 Std. ·

Besonders nützlich erwiesen sich bis heute die Neomarxisten gegen die Keynesianer. Der Neomarxismus hatte die Generation der 68er überzeugt, dass jede Diskussion über die Geldpolitik eine „verkürzte Kapitalismuskritik“ wäre und Keynesianer nur den Kapitalismus retten wollten. Die für Krisen und Kriege verantwortlichen Finanzkapitalisten und Familien der Hochfinanz wären selber Opfer des kapitalistischen Systems und seiner Zwänge der Kapitalverwertung. Das Privateigentum an de…n Produktionsmitteln sei das Problem und nur die sich erst nach der vollen Entfaltung dieses Kapitalismus irgendwann ereignende Weltrevolution dessen Lösung; womit die Marxisten jeglichen Widerstand gegen die herrschende Finanzoligarchie zerreden und sabotieren, um stattdessen von ihrer Weltrevolution zu träumen wie die Kirchgänger vom jüngsten Gericht.

Mit Karl Marx, dem angeblich so tiefen und gefährlichen Denker, wurden in den 70er Jahren erfolgreich die Keynesianer im politischen Bewusstsein der gutgläubigen 68er-Generation übertrumpft. Nach den Verantwortlichen und den Urhebern von Kriegen und Krisen zu suchen, wäre unsinnig, weil das kapitalistische System und nur das System, nicht bestimmte Vertreter der herrschenden Klasse, für diese Verbrechen verantwortlich wäre und nur die Weltrevolution die Probleme an der Wurzel erfasse. Außerdem seien die Krisen des Kapitalismus längst von Karl Marx „wissenschaftlich“ analysiert und als unvermeidbar vorhergesagt worden. Die Marxisten jubelten mit jeder Krise und erhofften sich jetzt den Beginn ihrer Weltrevolution, während die Kapitalisten die Massenarbeitslosigkeit ganz gezielt und ungestört dazu nutzen konnten, den lohnabhängigen Arbeitern das Rückgrat zu brechen und jeden Mut zur Gegenwehr gegen Lohnkürzung und Sozialabbau auszutreiben.

An der Stelle höre ich stets den Einwand, dass der Marxismus doch in Russland über die reaktionäre Zarenherrschaft triumphiert und so seine Gefährlichkeit erwiesen habe.

Das ist eigentlich eine längere Geschichte, die hier nur kurz angerissen werden kann: Russland war eine Bedrohung für das Britische Empire. Es liegt zentral in Eurasien und die Briten fürchteten, dass der Welthandel vom Pazifik nach Europa bald auf Schienen durch Russland abgewickelt werden könnte, statt auf den von den Briten kontrollierten Seewegen. Die russische Bedrohung der Türkei und ihrer Kontrolle des Bosporus und die russische Expansion in Richtung Iran und Indien wie Ostsibirien hatte im britischen Weltreich bereits zur Mitte des 19. Jahrhunderts Gegenkräfte mobilisiert. http://www.wolfgang-waldner.com/der-marx-engels-schwindel/

Mehr anzeigen

Der Marx-Engels-Schwindel – wolfgang-waldners jimdo page!

Zu allen Zeiten waren die herrschenden Kreise und Regierungen bestrebt, ihre Agenten an die Spitze der oppositionellen Bewegungen zu setzen. Mit den…

wolfgang-waldner.com

Da ja nicht wirklich jeder auch auf Facebook vertreten ist, hier also nur ein winziger Ausschnitt, dass Diskussionen auf Facebook sich nicht nur um Ken und Barbie drehen, sondern dass der gesamte Atlas an Uralt-Diskussionen dort auch wieder geführt wird, ganz so, als bräuchte man die Zeiten der 60er Jahre, um zu beweisen, was auch damals nicht wirklich zu beweisen war.

Es scheint so, wenn man in den letzten Tagen so manche Diskussion auf Facebook mit verfolgt hat zu den Montagsdemos (nennen sich ja jetzt auch wieder Friedensdemos, weil es offenbar wieder Schick ist, gegen einen Krieg zu sein, der in dieser Form nur nicht stattfindet, weil Wladimir Putin auch nicht gerade auf der Brennsuppen daher geschwommen ist), welche aber nicht mehr zu vergleichen sind wie noch zu Zeiten der DDR. Und dann tauchen da plötzlich Gestalten auf der sogenannten politischen Bühne auf (KenFM usw.), welche man in den 60er Jahren nicht mal mit der Kneifzange ‘angefasst’ hätte. Hinzu kommt Jutta Ditfurth, welche ja immerhin zu den Gründungsmitgliedern der Grünen gehört, sich dann aber über allerlei Querelen von dieser Partei zurück gezogen hat und nun Süppchen kocht, welche im großen und ganz irgendwie immer versalzen sind.

Einzig die Kackbraunen scheinen von diesem Chaos derzeit profitieren zu können, denn ihnen wurden so einige Hürden zur €uropawahl aus dem Weg geräumt und in so manchen Ländern €uropas haben rechte Gruppierungen ganz plötzlich Aufwind und eine gewisse Anzahl Sympathisanten werden plötzlich als riesige Masse aufgebaut, wie man nach der Kommunalwahl in Frankreich sehen konnte. Und je mehr man den Faschismus, den Militarismus, den Antisemitismus in den Köpfen wirken lässt, um so erfolgreicher wirkt er plötzlich auch bei Otto Normalo. Nur sind dies Bilder aus einem Zerrspiegel und geben daher auch nur diese verzerrten Bilder her. Mit der echten Realität haben sie eigentlich wenig zu tun, denn niemand hätte davon wirklich einen noch so geringen Vorteil, würde es tatsächlich zu einem Krieg kommen.

Sehen wir uns doch einmal die Fakten an. Die Russen haben die Krim wieder “Heim ins Reich” geholt. Rein strategisch ist die Krim nur für Russland von Bedeutung. Der Westen ist dabei außen vor. Dass Putin ein wenig stänkert, kann man ihm nicht verübeln, schaut man sich die Weltkarte und die Einflussgebiete der Nato etwas genauer an. Russland ist quasi umzingelt und dass mag eigentlich keine Nation von dieser Größenordnung. Würde eine echte Wasserbarriere wie der Atlantik und der Pazifik zwischen €uropa und Russland liegen, hätten wir die ganze Aufregung nicht.

Weiterhin haben wir in Russland immer noch ein wirtschaftliches Gefälle gegenüber €uropa und natürlich auch gegenüber den amerikanischen Staaten und nicht zu vergessen, inzwischen auch gegenüber Russland und China. Russland braucht den Rest der Welt, um sich wirtschaftlich so zu erneuern, da es nicht nur nach seinen Bodenschätzen gemessen wird. Sollten die €U und die USA aber weiter auf ihren Sanktionen beharren, zwingen sie Russland geradezu in einen Konflikt, denn die Russen wären dann quasi gezwungen, ihre Rüstungsbemühungen soweit hoch zu fahren, dass der Rest der Wirtschaft der eigenen Bevölkerung regelrecht die Luft zum Atmen abdrehen würde und es in diesem Land zu Volksaufständen kommen würde. Dabei darf auch niemals vergessen werden, dass die Russen schon einmal während des zweiten Weltkriegs dieses Szenario unter Stalin durchmachen mussten und dies alles ist nicht vergessen, denn wir Deutschen waren ja an diesem verdammten Schlamassel schuld. Dazu kommt noch, dass Putin nicht der große und strahlende Sieger seiner letzten Wahl war und er hatte schon mal einen sogenannten Vorgeschmack bei seiner zweiten Amtseinführung als Präsident.

Schaut man jetzt auch mal über den Atlantik, sieht man eine USA, welche sich verzweifelt bemüht, als einheitliche Nation wahrgenommen zu werden. Präsident Obama ist inzwischen eine “Lame Duck”, denn seine Zeit als Präsident läuft ab und seine Misserfolge sind inzwischen geradezu sprichwörtlich. Dass Land ist quasi ausgelutscht vom Irak- und Afghanistan-Krieg, die Wirtschaft läuft so rund wie ein Fahrrad mit drei Achtern in den Reifen und das Land ist politisch tief gespalten. Die einzigen Lichtblicke (aber garantiert nicht positiv gemeint)sind die Superreichen dieses Landes, die aber schon lange ihr eigenes Süppchen kochen und eine Autokratie aufbauen wollen, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Da sind Hansel wie Putin nur noch kleine Fische. Und sie sind die einzigen, welche von einem echten Krieg profitieren würden.

Krieg nützt also nur ganz wenigen und die hätten dann ja auch nichts mehr davon, denn ihnen würden die menschlichen Ressourcen fehlen, die ihnen als Dienstboten und Handlanger das Leben versüßen. Und schon wieder beißt sich die Katze in den Schwanz. Ein echter Weltkrieg nützt wirklich niemandem.

Natürlich wird es immer regionale Konflikte geben und besonders die Rüstungslobby und die dazu gehörigen Konzerne werden auch immer Kohle damit machen, aber sie werden sich hüten, einen globalen Konflikt vom Zaun zu brechen, der ihnen im Endeffekt nur selbst schadet. Es könnte nämlich der endgültig letzte Konflikt sein, wenn uns wirklich alles um die Ohren geflogen ist.

Ach, übrigens … sollte ich mit meiner Prognose möglicherweise doch falsch liegen (da ja die menschliche Dummheit unermesslich ist laut Einstein), macht mich nicht dafür verantwortlich. Meine Weit- oder Kurzsichtigkeit ist auch nur begrenzt und Garantien kann auch ich nur für Toaster geben.

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker
Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.