€uropa und die Oligarchen

Es geht mal wieder um ‘das liebe Geld’. Um viel Geld. Und um Ämter in der Regierung bei Wahlen. Diese werden jetzt von Geldsäcken gefordert und diese können sich natürlich solche Ämter kaufen, auch wenn sie von Politik so gut wie keine Ahnung haben. Und natürlich kommt da ein Mensch, der sich so seine Gedanken macht, ziemlich schnell ins Grübeln.

Wir in Deutschland, aber auch im westlichen Ausland allgemein, sind es ja bisher gewohnt, dass sich hier Menschen und Personen für Politik interessieren, die sich auch für andere Menschen einzusetzen gewillt sind, denn von Geld- und Pfeffersäcken ist man es eher gewohnt, dass sie eigentlich nur ihren Reichtum verteidigen und in erster Linie Mehren wollen und sich nicht einfach so in die Niederungen der Alltagspolitik begeben. Anscheinend ist diese Zeit jetzt, besonders im Osten von €uropa, unwiderruflich vorbei.

Die von ihnen dann Regierten, die nicht diesen Einfluss von Geld haben, schauen eigentlich nur noch ziemlich blöd aus der Wäsche, auch wenn sie, manchmal, viel mehr Ahnung von Politik haben, als die jetzt vehement aufrückenden Millionäre und Milliardäre. Diese sind aber in erster Linie angetreten, um ihren, wie auch immer geschaffenen Reichtum zu sichern und dann natürlich auch im politischen Geschäft zwangsläufig zu vermehren.

Diese Herrschaften haben ja ihren Reichtum meist nicht durch Zufall im Lotto gewonnen oder sonst irgend welche glücklichen Zufälle gehabt, um an einen solchen Batzen Geld zu kommen. Fragen nach der Herkunft ihres Reichtums werden da eigentlich nie wahrheitsgemäß beantwortet, zumal, wenn sie aus dem Osten von €uropa kommen, denn bis zum Fall der Mauer in Berlin war von wirklich reichen Menschen in diesen Ländern nicht besonders viel zu sehen und zu hören, abgesehen vielleicht von der früheren Machtelite des Kommunismus. Die aber sind ja dann mit ihrem Reichtum auf Tauchstation gegangen und hatten im Allgemeinen nicht mehr besonders das Bedürfnis, ihren auf besondere Weise erreichten Reichtum in der schnöden Politik dann wieder aufs Spiel zu setzen.

Doch inzwischen sind halt auch 25 Jahre ins Land gegangen und der Mensch, das Volk leidet ziemlich unter dem Zeichen des Vergessens. Auch kommt hinzu, dass die Machteliten der damaligen Zeit alle fast schon im Greisenalter waren und eigentlich froh waren, dies alles lebendig überstanden zu haben. Die wären sowieso nicht mehr in der Lage gewesen, auch nur eine demokratische Stimme bei einer Wahl zu ergattern.

Diese jetzt aus dem Hintergrund tretenden Neu-Politiker sind da von einem ganz anderen Kaliber. Sie haben nicht nur Geld und Einfluss, sie sind auch auf ganz besondere Weise völlig skrupellos und zudem auch noch sehr machtgierig. Teilweise gehen sie auch über Leichen, nur um ihren Reichtum zu verteidigen und natürlich auch zu vermehren.

Die Revolutionäre auf dem Maidan, die ja in der Mehrzahl bestimmt nicht zu dieser Sorte Mensch gehören, werden ziemlich blöd aus der Wäsche schauen, was da auf sie für die Zukunft zu kommt und wie dann mit ihnen um gegangen wird. Eigentlich ist die nächste Revolution schon wieder vorprogrammiert. Aber, wie sagt man ja so schön: “Des Menschen Willen ist sein Himmelreich”.

“Demos” heißt ja bekanntlich “das Volk”, aber zum Volk zählen diese Herrschaften ganz sicher nicht.

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AlterKnacker

AlterKnacker

Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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