Ein origineller Brief vom Jobcenter

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Nachdem wir alle Unterlagen für unsere Bedarfsgemeinschaft/meinen Mann beim Jobcenter schon mehrmals eingereicht hatten, auch das Lohnbüro meines Mannes mitgeholfen hatte, dachten wir nun wäre Ruhe. Aber, weit gefehlt.

Eine Frau Wüst – Berechnungsstelle – Jobcenter Calw/Nagold schrieb uns Folgendes:

“Sehr geehrter Herr….

 

Sie beziehen derzeit Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts nach dem zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGBII).

Einkommen ab Oktober 2013

Es ist zu überprüfen, ob und inwieweit für Sie und die mit Ihnen in der Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen ein Anspruch auf Leistungen besteht bzeihungsweise bestanden hat.

Folgende Unterlagen beziehungsweise Angaben werden hierzu noch benötigt:

Einkommensbescheinigungen ab Oktober bis laufend (die Vordrucke füge ich Ihnen als Anlage bei).

Eine Einkommensbeschinigung ist übersichtlicher als die von Ihnen komplett zugesandten Gehaltsabrechnungen mit den Rückrechnungen.”

Weil diese Frau Wüst also nicht im Stande ist, die Gehaltsabrechnungen meines Mannes vollumfänglich zu verstehen, darf nun mein Mann wiederum das Chefbüro bemühen, die beigefügten Vordrucke ausfüllen lassen, und hoffen, dass das alles rechtzeitig fertig wird, damit er keine Einbussen, bzw. Sanktionen hinnehmen muss. Diese würden ja auch mich betreffen. Bis zum 2. März 2014 hat er Zeit, und er ist noch krank gemeldet.

Wir, mein Mann und ich, sowie das Büro seiner Firma müssen also für diese Frau vom Jobcenter die Arbeit machen, die eigentlich sie hätte erledigen sollen, aber nicht tun kann, weil sie nichts versteht von Gehaltsabrechnungen.

Armes Deutschland – wie tief bist Du gesunken.