Wer würde uns aufnehmen, wenn wir evakuiert werden müßten?

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Wissenschaftler warnen vor einer extremen Gefahr: Die aktuell größte Bedrohung für die Menschheit geht von den Brennstäben in den Abklingbecken in Fukushima aus.

Der Kernkraftexperte Arnie Gundersen [ein Audiointerview mit ihm ist hier aufzurufen] und die Ärztin Helen Caldicott [ein Video dazu hier] sind beide der Meinung, dass die Bewohner der gesamten nördlichen Halbkugel der Erde evakuiert werden müssten, wenn eines der Abklingbecken in Fukushima einstürzt. Gundersen sagte:

“Wenn das passiert, sollten Sie sich südlich des Äquators in Sicherheit bringen; eine andere Möglichkeit sehe ich nicht.”

http://politik-im-spiegel.de/wissenschaftler-warnen-vor-einer-extremen-gefahr-die-aktuell-grte-bedrohung-fr-die-menschheit-geht-von-den-brennstben-in-den-abklingbecken-in-fukushima-aus/

Wenn also derartige Gefahren vorhanden sind, die unseren normalen, menschlichen Geist übersteigen – und damit überwältigen – weil sich der Mensch verstiegen hat, dann ist die dringendste Aufgabe jene, die Menschen zu retten.

Aber, was erleben wir? Die, welche es angeht, verschliessen die Augen und Ohren, sie tun so, als könnte nichts getan werden. Es ist auch darum, weil solche Aufgaben Themen beinhalten, die peinliche Fragen aufwerfen. Sich damit befassen zu müssen würde die heissgeliebten Vorurteile und alle gewohnte Routine im Umgang mit Welt und Leuten in Frage stellen, die bisher angewandt wurden.

Die nördliche Halbkugel evakuieren — da sind wir auch mitten dabei. Dazu also die logisch folgende Frage: Wer soll uns aufnehmen? Uns, die hartgesottenen Falken des Miteinander in der Welt, die wir Flüchtlinge ins Meer zurückschubsen und kaltblügig zu Tausenden ersaufen lassen. Uns, die wir liebevoll unsere Vorurteile auf Lebenszeit pflegen, statt offene und ehrliche Freundschaften zu anderen Völkern. Uns, die wir jeden Roma und Sinti – jeden Asiaten und Araber dahin wünschen, wo eventuell auch kein Pfeffer wächst? Wir, die wir jedem Menschen ausserhalb unserer Landesgrenzen jede Form von Anpassung und Dankbarkeit für jedes Bisschen Freundlichkeit aberwarten, während wir uns herausnehmen, uns in anderen Ländern zu benehmen, wie die Axt im Walde? Uns, wer soll uns nehmen, die wir nur noch Fordern kennen ohne Ende, aber niemals das Geben und Wohlwollen?

Ich weiss es nicht, und kenne die Antwort nicht…