Gastbeitrag – geklaut??? – Eigentlich nicht, …

… denn er ist zu gut geschrieben und sollte weitere Verbreitung finden.

 

Danke, Schule!

Annabelle will kein Müll sein – Helft ihr!

Beitrag vom 6. Dezember 2013 by Karl Nagel

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Unterstützt Annabelle auf Facebook: http://www.facebook.com/dankeschule

Wenn ein völlig verrücktes Schulsystem darauf besteht, aus deiner Tochter einen kaputten Schulversager zu schmieden, dann bleiben einem nicht mehr viele Möglichkeiten. Man kann stillhalten und hoffen, dass alles irgendwie noch mal gutgeht und das eigene Kind allen Widrigkeiten zum Trotz die Kurve kriegt. Man kann auch strafen und schlagen, brüllen und zwingen, bis zum Kadavergehorsam. Und obendrauf noch für teure Nachhilfe ackern. Ok, es bleibt noch ein Umzug ganz weit weg – aber sieht’s da besser aus? Mit der Axt in die Behörde rein ist irgendwie auch kontraproduktiv, denke ich, right? Aber falls alles nichts fruchtet, kann man Jahre später immerhin noch sagen: “Ich habe alles Menschenmögliche getan – jetzt sieh, wie Du selbst klarkommst!” Fühlt sich aber auch ziemlich scheiße an.

Alternative: Man kann sich rechtzeitig VERBÜNDETE suchen, um diesen Wahnsinn zu bekämpfen und den Spacken eins überbraten. Im Klartext: Wir brauchen DEINE Hilfe – getreu dem Motto “Allein machen sie dich ein!”

Bevor es nun weitergeht, schon mal für alle, die zu faul zum Weiterlesen sind, der Link zur FACEBOOK-KAMPAGNE … da gibt’s auch schon ein Video, das einige Punkte erklärt. Wer aber wirklich die Hintergründe verstehen will, sollte unbedingt weiterlesen:

Dabei war alles so hübsch von Mami und Papi geplant: Es war immer klar, dass unsere Tochter Annabelle nicht auf eine Schule mit Frontalunterricht und Leistungsdruck geschickt werden soll. Scheiß drauf, ob es bis zu Abi und Studium reicht, aber die ANGST sollte keine Rolle in ihrem Schülerleben spielen.

Nun wohnen wir in Hamburg-Altona, und gerade mal einen Kilometer entfernt gibt’s eine Gesamtschule mit einem klasse Lernkonzept. Kompetente Lehrer, die eine Beziehung zu ihren Schülern aufbauen und auf Teamwork setzen. Gelernt wird in unterschiedlichen Geschwindigkeiten, also ohne Frontalunterricht, jeder nach seinen Möglichkeiten. Und die besseren Schüler kümmern sich um die schwächeren. Also schickten wir Annabelle gleich in eine KiTa, die gegenüber der Max-Brauer-Schule liegt – war ja klar, dass sie dann einen Großteil ihres Freundeskreises später in die Grundschule mitnehmen würde.

So geschah es dann auch; die ersten vier Grundschuljahre verliefen nicht immer rund, aber weil auf der Max-Brauer-Schule keine Auslese betrieben wird, war Annabelle zum Ende des vierten Schuljahres eine gute Schülerin – mit Gymnasialempfehlung! – Aber sie sollte und wollte auf der Max-Brauer-Schule bleiben!

“Und wenn sie nicht gestorben sind …” könnte man jetzt glauben – Ende gut, alles gut! Weiter geht’s in die fünfte Klasse, und dann entspannt weiterschauen. Aber nichts da: Die Hamburger Schulpolitik hat da ganz eigene Ideen und Vorschläge! Die Max-Brauer-Schule ist nämlich de facto nicht EINE Schule von Klasse 1 bis 13, sondern ZWEI: Die Grundschule von 1-4 und eine weitere Schule für die restlichen Jahre. Ist so vorgeschrieben. Durchgehende Schulkonzepte sind der Behörde scheißegal, Abweichungen werden nicht geduldet – da kann ja sonst jeder kommen.

In der Praxis lief es darauf hinaus, dass Annabelle sich NEU BEWERBEN musste! Und da interessiert es dann in erster Linie, in welcher ENTFERNUNG die Schulbewerber wohnen. Also neues Spiel, aber diesmal Pech: Ein paar Meter zuviel – bei insgesamt 1077 – und weil’s ja gerecht zugehen muss, wurde Annabelle nun aufs fast 3 Kilometer entfernte Gymnasium Altona geschickt. Weil die Max-Brauer-Schule nicht nah genug ist, wurde Annabelle nun also auf eine fast DREI MAL so weit entfernte Schule geschickt. Das verstehe wer will …

Annabelle war sich zwar noch nicht über die Konsequenzen des Schulwechsels im Klaren (“Hurra, dann ich kriege Noten!”), aber aufgefallen ist ihr der Irrsinn schon (“Wenn ich eine gute Schülerin bin – warum darf ich dann nicht bleiben? Habe ich was falsch gemacht?”).

Es war offensichtlich, dass der Schulwechsel kein Spaß werden würde. Denn es war ja in diesem Fall auch ein SchulKONZEPTwechsel, und so was kann gründlich in die Hose gehen. Wir legten Widerspruch gegen die Entscheidung der Schulbehörde ein – erfolglos! – also fanden wir uns zähneknirschend mit den Realitäten ab. Würde schon irgendwie alles gut gehen am Gymnasium Altona, oder?

Nee, gar nicht! Mit dem Frontalunterricht kommt Annabelle überhaupt nicht klar, auch nicht mit den gestressten Lehrern, die keine Zeit haben, nicht Verstandenes noch mal zu erklären. Mitschüler, die sich peinlichst genau abschotten, weil sie DIE BESTEN sein wollen, sind auch was ganz neues für Annabelle. Sie findet Schule jetzt richtig SCHEISSE, und da es mit einer erfolgreichen Schullaufbahn nun eher schlecht aussieht, hat sie sich aufs Singen verlegt. “Da kann man wenigstens in der Fußgängerzone ein paar Euro verdienen”, sagt sie. “Ich will doch kein Penner werden!” Denn jetzt hagelt es Fünfen und Sechsen; da kann man schon mal auf die Idee kommen, dass aus einem nichts wird …

DANKE, SCHULE!

Was aber nun tun? Keinesfalls werden wir es hinnehmen, dass unserer Tochter durch die herrschenden Verhältnisse eingebläut wird, dass sie eben DUMM und SCHLECHT ist. Wenn manche Leute meinen, dass das eben die Opfer sind, die für ein effektives Schulsystem (“Die guten ins Töpfchen – die schlechten ins Kröpfchen!”) gebracht werden müssen, dann sagen wir ebenfalls NEIN! Eine Politik, die unsere Kinder sieben und sortieren will, mit schulischer Mülltrennung als Finale, braucht Gegenwind!

Aber alleine werden wir den Kampf gegen die unerbittliche Schulmaschine nicht gewinnen können – deshalb brauchen wir DEINE HILFE.
Was wir zusammen tun können;
1. Auf der Seite
www.facebook.com/dankeschule kannst Du uns mit “Gefällt” mir und eigenen Beiträgen unterstützen. Bitte auch TEILEN und in Deinem eigenen Profil was dazu schreiben!
2. Du kannst den Link zu diesem Text weiterverbreiten!
3. Wir werden ein paar kurze Videoclips produzieren – bitte auch die verbreiten!
Ansonsten sind wir für Vorschläge aller Art offen.

Zuletzt: Wir werden das Problem sicher auf diese Weise NICHT kindgerecht lösen – denn es ist schon längst in den Brunnen gefallen. Jetzt helfen leider nur noch Wege, auf die wir eigentlich überhaupt keinen Bock haben. Zum Beispiel über Facebook, Twitter, Flyer etc. Der ganze Rummel also, den wir Annabelle gerne erspart hätten. Aber Gespräche haben ja nichts gebracht, und der juristische Weg auch nicht. Wenn nicht genau JETZT was passiert, gibt es erst recht keine kindgerechte Lösung. Sondern Schrott!

DANKE, SCHULE!

Unterm Strich geht’s also folgendes:
ANNABELLE SOLL ZURÜCK AUF DIE MAX-BRAUER-SCHULE! SOFORT!
Und allen, denen ähnliches passiert, sagen wir: WEHRT EUCH, wenn Ihr von der Schulpolitik verarscht werdet! Nicht stillhalten! Am Ende geht es schief, und der Preis ist verdammt hoch!
WER UNSERE KINDER AUF DEN MÜLL WIRFT, KRIEGT ÄRGER!

Quelle: Dieser Blog

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.