Föderal = Hindernis – Kleinstaaterei kann echte Katastrophen nicht wirksam bekämpfen

Bevor ich mit dem eigentlichen Beitrag beginne, möchte ich auf einen Artikel hinweisen, welcher die Lesegewohnheiten der Internetgemeinde zum Inhalt hat. Dieser sollte vielleicht vor meinem Beitrag zuerst gelesen werden.

Wirkliche Katastrophen, ob in der Finanzwelt oder in der Natur lassen sich nur bekämpfen und möglicherweise auch lösen, wenn alle an einem Strang ziehen. Dass was heute als föderales System in diesem Land installiert ist, muss man im allgemeinen als Relikt der Nachkriegszeit betrachten und ist in der heutigen globalen Welt ein Relikt aus der Mottenkiste. Außerdem nützt es nicht mehr den Menschen in diesem Land, sondern nur noch den Strukturen der derzeitigen etablierten politischen Parteien und ihren Machtgelüsten oder Ideologien. Hinzu kommt das Ungleichgewicht zu den wirklich Reichen in dieser Gesellschaft. Zu allererst steht aber immer die Frage nach den Menschen hinter der jeweiligen Position, die sie meist in der Öffentlichkeit einnehmen. Der Text im Kasten sollte eigentlich ein selbstständiger Beitrag werden, wurde aber jetzt hier eingebaut, da ein System, eine Gesellschaft sich zu allererst aus Menschen zusammen setzt. Die jetzige Staatsform in diesem Land ist das Resultat eines verlorenen Weltkriegs und wurde von den Siegermächten etabliert. Ihnen haben wir auch die föderalen Strukturen zu verdanken, denn “von deutschen Boden sollte nie wieder eine politische Aggression aus gehen”.

Als ich diesen Beitrag anfing, war ich mir wohl sicher, er sollte sich um grundsätzliche Dinge für dieses Land drehen und ein Autorenkollege hier im FIWUS hatte sich auch kurz vorher so richtig seinen Frust von der Seele geschrieben, aber ich kam dann zur Überzeugung (auch angeregt durch eine Nachricht im Videotext), dass dieser Beitrag mehr sein muss, als nur einen Wutanfall aufzufangen.

Warum sind Menschen so merkwürdige Geschöpfe?

Soll das Zitat: “Der Mensch ist des Menschen größter Feind” eigentlich für alle Zeiten unumstößlich sein?

Kein Wunder,…

… dass das mit dem Weltfrieden eine ewige Illusion bleiben wird. Wir können ja nicht einmal in einem relativ überschaubar kleinen Kreis fried- und respektvoll miteinander umgehen. Was wird da gegiftet und gestänkert, hintenrum getuschelt und gelästert! Was treten da für Profilierungsneurosen zutage, werden schier unmenschliche, psychische Grabenkämpfe geführt! Was wird da verleumdet, ja, sogar gemobbt, sich im Ton vergriffen! Was wird da nicht alles getan, um Mitmenschen, die sich jenen seltsamen Kollegialitäten nicht anpassen wollen oder können, in Verruf zu bringen, dumm dastehen zu lassen!…

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Zusammen leben müssen wir ja alle. Unsere Ausweichmöglichkeiten sind doch äußerst begrenzt. Natürlich wäre es manchmal wirklich besser, wenn man sich von gewissen Mitmenschen um Lichtjahre entfernen könnte, nur ist dies im Normalfall einfach nicht möglich. Also muss man lernen, miteinander irgendwie aus und klar zu kommen.

Im Laufe der Jahre macht man sich automatisch im Internet Freunde und Gegner. Natürlich kann man dass vermeiden, wenn man nur im Internet surft und ‘konsumiert’. Man darf dann aber wirklich nirgends kommentieren, sich niemals in einen Chat einloggen und/oder sich in sogenannten ‘sozialen Netzwerken’ anmelden und am wichtigsten; man darf nichts im Internet veröffentlichen. Dies alles wäre jedoch der ‘traurigste anzunehmende Zustand’ im und für das Internet. Wir Menschen und aber auch viele Tiere brauchen einfach Kommunikation.

Auch wenn man sich, wie ich persönlich, gerne als Einzelgänger bezeichnet; eigentlich ist dieser selbst herbeigeführte Zustand niemals die Wahrheit. Die meisten Menschen halten diesen Zustand immer nur in kurzen Phasen durch, dann beginnt schon die Einsamkeit. Selbstgespräche sind dann plötzlich keine Seltenheit mehr. Schon das Zusammenleben mit einem Haustier kann hier einiges ändern, auch wenn Tiere niemals direkt antworten können und auch mit dem Gesprochenen rein gar nichts anfangen können. Und trotzdem ‘verstehen’ sie, wenn auch auf eine ganz andere Art.

Die Auswirkungen der Finanz- und Bankenkrise haben im Endeffekt den Bundesländern in diesen Jahren seit der Lehmanpleite am meisten geschadet. Wir haben seit der Wiedervereinigung 16 Bundesländer, 16 Parlamente, darin jedes mal eine entsprechende Anzahl von sogenannten Volksvertretern, die wohl von den Bürgern der jeweiligen Bundesländer gewählt wurden und dann von den Parteien ausgekungelt wurden oder eigentlich umgekehrt. Ein echter Querschnitt der Bevölkerungsstruktur ist aber nie zu erkennen. Hauptsächlich Beamte, Lehrer, Juristen und sonstige Machtmenschen bevölkern die jeweiligen Parlamente. Meist also Leute, die im Grunde genommen zwei linke Hände haben, um, wenn wirklich Probleme anstehen, wohl alles besser wissen, aber die Probleme nicht wirklich wie Handwerker beheben zu können. Expertentum ist vom Lobbyismus abgelöst worden, weil wirkliche und unabhängige Experten nicht in den Parlamenten vertreten sind. Ebenso fehlen eigentlich die echten Handwerker, also die Menschen, die von bestimmten Dingen einfach etwas verstehen. Ausnahmen sind die Juristen, aber da wir ja sehr viele in diesem Land inzwischen haben, die es einfach nicht schaffen, nach dem Examen sich erst mal in der Praxis zu bewähren, die gehen dann in die Politik. Dort braucht es in den meisten Fällen nur Leute, die einem “Eskimo einen Kühlschrank” quasi aufschwatzen können, aber keine echten Lösungen zustande bringen, wenn es wirklich darauf an kommt.

Seit Jahren wird am Hochwasserschutz herum gedoktert von Leuten, welche von der Materie keinerlei Ahnung haben. Die Ingenieure und Fachleute, welche es könnten, sitzen nicht in Ministerien oder Fachgremien und wenn es dann zu Entscheidungen kommt, kann man locker davon ausgehen, dass Nichtexperten auf dem Finanzgebiet alles haarklein zerpflücken, weil diese wohl immer irgendwelche Zahlen im Blickfeld haben, aber keiner vorher mal überprüft hat, wie es mit ihren Rechenkünsten im Allgemeinen so bestellt ist.

Nehmen wir einfach mal die Bundesebene und dabei unsere Bundeskanzlerin, welche ja ein Physikstudium absolviert hat. Danach hätte sie ja in die Forschung gehen können, um sich zu beweisen oder aber ins Lehrfach, um weitere angehende Physiker auszubilden. Aber sie geht nach der Wende sofort in die Politik, denn sie ist nun mal ein Machtmensch, dass heißt aber auch für jeden Außenstehenden, von der Politik hat sie offensichtlich wohl mehr Ahnung, denn dort wird fachspezifisches Wissen in den besonderen Formen eines Handwerks nicht gefordert. Dafür ist sie jetzt die große Verhandlungsführerin in der Finanz- und Wirtschaftskrise im gesamten €uro-Raum. “Die mächtigste Frau der Welt” wird sie von den Medien betitelt.

Wir als Gesellschaft in Deutschland haben uns in den letzten 30 Jahren nicht gerade zum Vorteil entwickelt. Alleine 16 Jahre Helmut-Kohl-Regierung, fast eine ganze Generation, haben uns in unserer Entwicklung quasi eingeschläfert und dann Machtmenschen wie Gerhard Schröder einen Boden bereitet, welche das Sozialstaatsprinzip regelrecht ‘in die Tonne gekloppt haben’. Dass man dabei immer wieder den Eindruck gewinnen konnte, dass hierbei nicht alles mit rechten Dingen zugehen konnte, darf eigentlich niemanden verwundern. Ein ganz ekliges Beispiel ist hierbei die Tatsache, dass es unsere sogenannten Volksvertreter bisher nicht zustande brachten, die UN-Konvention gegen Korruption zu ratifizieren und so muss sich mit einigermaßen Vernunft einfach die Tatsache verfestigen, dass unsere sogenannten Volksvertreter lieber korrupt genannt werden wollen, als daran etwas zu ändern.

Immer wieder kommt besonders in den Blogs und den verschiedenen sozialen Netzwerken im Internet der Verdacht auf, dass wir alle ja doch nur manipuliert werden. Die solche Aussagen tätigen, werden als “Verschwörungstheoretiker” diffamiert. Nur wer genau hinschaut und Augen und Ohren immer offen und seine eigenen Wahrnehmungsantennen fein justiert hat, weiß inzwischen, mit “Theorien” hat dies alles schon lange nichts mehr zu tun, nur ist der Begriff “Perzeption” noch niemals richtig in das Bewusstsein unserer Gesellschaft gelangt. Ich zitiere jetzt aus einem Roman des Schriftstellers David Baldacci:

Der Begriff “Perzeptionsmanagement” hat mittlerweile Eingang in den allgemeinen Sprachschatz gefunden (schön wäre es ja – Anm. des Beitragsschreibers). Das US-Verteidigungsministerium definiert den Begriff sogar in einem seiner Handbücher …

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Ich will hier niemanden von einem Schriftsteller überzeugen, dass muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er dieses Buch oder überhaupt die Bücher lesen will. Aber darum geht es nicht. Es geht nur um diesen speziellen Begriff, der in diesem Buch quasi die Hauptrolle spielt. WIR werden ganz offen ‘verscheißert’ und wir lassen solche Dinge mit uns geschehen.

Wer jetzt wirklich bis hierher gelesen hat, der hat auch ein verstärktes Interesse daran, Dinge in seinem Leben, aber auch in unserem Land zu verändern. Ich weiß nur, WIR werden immer mehr, auch wenn WIR immer stärker von unseren Volksvertretern überwacht werden.

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker

Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.