Familienbande (neue Folgen) – eine Seifenoper der CSU?

Zuerst etwas in eigener Sache – Diesen Beitrag habe ich exklusiv für eine relativ neue Seite im Net (http://www.neopresse.com/) geschrieben. Drei ältere Beiträge haben sie über WordPress übernommen. Man kann, wenn die Beiträge veröffentlicht werden, sogar etwas verdienen. Ich persönlich habe mich jetzt entschieden, obwohl ich jeden Cent gebrauchen kann, auf diese sogenannten Einnahmen zu verzichten, denn dafür müsste ich meine Freiheit, besonders die Freiheit des Schreibens und der Veröffentlichung, aufgeben.

Am 25.04.2013 14:57, schrieb NEOPresse – Unabhängige Nachrichten: “Familienbande (neue Folgen) – eine Seifenoper der CSU?”):
Der Artikel beginnt interessant. Man würde sich aber etwas mehr über den gegenwärtigen Skandal erwarten.
Es folgt aber hauptsächlich “persönliche Meinung”. Die ist bei NEOPresse auch willkommen (was uns ja unterscheidet von anderen Medien) jedoch würde der Artikel sich viel besser für NEOPresse eigenen bzw. funktionieren, wenn er ein klein wenig informativer rüberkommen würde. Die persönliche Meinung sollte ein wenig “verpackt” sein, wenn Sie wissen was ich meine.
Das ist keine Kritik an Ihren Artikeln, sie würden sich nur eben wesentlich besser für das Format NEOPresse eignen, wenn die “persönliche Meinung” etwas mehr in den Hintergrund treten würde.
beste Grüße,
Stefan Hofbauer

Der FIWUS kennt diese sogenannten Einwände und Beschränkungen nicht, andererseits kann man aber auch bei uns auch nichts verdienen. UNSERE Beiträge müssen schon länger und immer mit dem gesamten Netz konkurrieren. Es gibt inzwischen in meinen Leben Entscheidungen, an denen lasse ich Außenstehende nicht mehr rütteln.

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In Bayern gibt es nun mal nicht nur Amigos. Die regierende Staatspartei CSU ist seit 1957 ununterbrochen an der Macht. Sie hat sich auch für die nächsten hundert Jahre darauf eingerichtet, auch wenn die letzten Wahlen nicht immer zu Freunde der Partei-Oberen ausgegangen sind.

Der Fall des Fraktionsvorsitzenden Georg Schmid wiegt besonders schwer. Nach derzeitigen Kenntnisstand hatte kein anderer CSU-Politiker über Jahre hinweg sein Personal so großzügig bezahlt. Bis zuletzt wollte Schmid in dieser Praxis auch nichts Unrechtes erkennen, seine Frau sei “für ihn die Chef-Sekretärin und Chef-Assistentin”, verteidigte er sich.

Quelle: Hier weiterlesen

Jetzt kommt es aber auch knüppeldick. Nach der Causa Hoeneß, die ja noch lange nicht ausgestanden ist und auch über den Wahltag wirken wird, jetzt der sogenannte Skandal um die Familienmitarbeiter mit üppigen Gagen, alle Achtung, Horst Seehofer als Parteichef ist jetzt wirklich nicht zu beneiden. Es sind nun mal nur noch fünf Monate bis zur Landtags- und Bundestagswahl.

Der Begriff “Seifenoper” im Beitragstitel ist mir gerade eingefallen, weil eigentlich so alle sogenannten Affären dieser Partei mich an diese Form des Fernsehens immer wieder erinnern. FJS und die Bordsteinschwalben in New York. Otto Wiesheu und der ‘gehaltvolle’ Schluck. Alle aufzuführen würde wieder mal den Rahmen sprengen, den Bildzeitungsniveau inzwischen so vorgibt.

Wir haben es hier in Bayern aber auch wirklich nicht so ganz einfach mit den Eigenheiten in dieser Bevölkerungsstruktur. Hier bestimmt im großen und ganzen die Landbevölkerung. Die haben nun mal so ihre Eigenheiten, die für uns Fremden und Großstädter nicht einfach zu verstehen ist. “Mir san mir” gilt halt nicht nur für FC-Bayern-Fans. Und auch wenn der Föhn so manches mal die Sinne ein wenig vernebelt, so habe ich diesen Volksstamm der Deutschen schon lange in mein Herz geschlossen und ich möchte auch nirgends mehr woanders leben. Granteln ist was großartiges.

Dass da die Politik nicht immer in einem legalen Rahmen bleibt, ist nicht so einfach weg zu wischen und da setzt weniger meine Kritik ein, als der Wunsch, die CSU möge mal wieder eine Wahl mit Pauken und Trompeten zu verlieren und sich so einige Jahre in der Opposition regenerieren, auch wenn mir so manche Alternative heute gar nicht mehr schmeckt.