Rückblick: Zocken bis der Staat hilft

Von Martin Schnakenberg

Es kann nicht oft genug gesagt und dieser Film nicht oft genug gezeigt werden. Und vielleicht kommt ja noch mal der Tag, wo die Zocker nicht mehr lachen, wenn sie dieses Video aus dem Jahre 2010 sehen, sondern ohne eigenem Häuschen und grünen Garten vor einem fremden Laptop stehen, wo dieses Video gerade läuft, und sich sagen hören: „Oh mein Gott, was habe ich getan???“

Albrecht Müller von den NachDenkSeiten schrieb bei der Veröffentlichung am 16. 09.2010 als Kommentar:

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Ich habe mich darüber gewundert, dass selbst eine solch kritische Sendung nicht ohne die üblichen Klischees auskommt. Wörtlich heißt es in der Ankündigung: „Und dann waren deutsche Landesbanken die trickreichsten Bilanztäuscher, aber immer mit Deckung der höchsten Politik.“ […]
Das ist das immer wieder und mit klarer Absicht zur Diskreditierung des öffentlichen Sektors verbreitete Klischee, die Landesbanken seien die schlimmsten und die verlustreichsten gewesen. Die Commerzbank (18,2 Milliarden € echte Zahlung; damit ist die Dresdner Bank und spekulative Anlageentscheidungen der Allianz AG gerettet worden), die Industriekreditbank (IKB) (mindestens 8 Milliarden) und die HRE (Garantien von 142 Milliarden und vermutlich schon über 80 Milliarden echt geflossen; ein Fass ohne Boden) waren private Banken, als sie in die Krise kamen. Sie waren geführt von Personen, die von Aktionären bestellt waren und beaufsichtigt worden waren. Die private IKB war sehr trickreich in der Bilanztäuschung. Das ist bekannt. In den Aufsichtsgremien dieser Bank saß zu dieser Zeit die Creme der deutschen Wirtschaft.
Die zitierten Landesbanken haben sich schlimm verhalten, aber dies typischerweise in einer Zeit, als sie sich besonders privatwirtschaftlich gebärdet haben. Wolfgang Lieb ist auf dieses Thema in einem eigenen Beitrag eingegangen.

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Genau das ist es. Es wird uns ganz bewusst suggeriert, dass die öffentlichen Sektoren, hier die Landesbanken, die alleinigen oder zumindest die größten und schlimmsten Schuldigen am Dilemma waren bzw. sind. Auch heute noch werden wir weiter getäuscht, es werden Märchen erzählt. Nur deshalb, damit die Rettung der privaten Banken und deren Aktionäre mit Steuergeldern gerechtfertigt ist. Es gab und gibt unzählige Kampagnen, die mit Sprüchen wie „Wir zahlen nicht für eure Krise!“ oder „Verursacher zur Kasse!“ immer wieder darauf aufmerksam machen und machten, wie Politik und private Finanzhäuser zusammenarbeiten. Die Kapital-“Ehe“ Merkel/Ackermann mit ihrer Geburtstagsfete im Bundeskanzleramt ist hier das beste Beispiel.

Jetzt sind bald wieder Bundestagswahlen. Und es geht wieder los mit Wahlversprechen und Schmierentheater. Heute versprechen uns EU und Bundesregierung noch, den Banken wieder Fußfesseln anzulegen. Auch, weil sie festgestellt haben, dass jeder Boxer (vergl. Volk) nach einer K.O.-Niederlage mindestens einen Tag braucht, um sich von seinen Verletzungen zu erholen, bevor er sich beim nächsten Kampf wieder zusammenschlagen lässt. Wir können also sicher sein, dass die Lumpenelite nach der Wahl wieder loslegen wird mit der Ausbeutung des Volkes, wenn nicht von der Seiten aus sehr bald etwas getan wird. Zum Beispiel über die Wahlen, wo keine Blockpartei mehr gewählt werden sollte. – Bei YouTube hochgeladen wurde dieses Video (43 Min.) von Der Normanne am 26.02.2013:

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Wer sich mehr für Goldman Sachs interessiert, dem sei der Film „Eine Bank lenkt die Welt“ empfohlen. Dauer etwa 1 ¼ Std. – Und hier zur Verdeutlichung die Verstrickung:

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[Quelle: Pusteblume]

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