WIR Rentner sind mal wieder die Gekniffenen, …

… aber dieses Thema steht heute nicht allein auf der ‘Agenda’ des FIWUS.

Fakt ist, die Rentenkassen sind gut gefüllt. Dass weckt schon mal Begehrlichkeiten bei Politikern mit ‘klebrigen’ Fingern. Und die werden dann sogar richtig ‘kreativ’. Der nächste Fakt kam gerade vor wenigen Minuten. Wir Rentner, besonders im Westen ‘unseres so schönen Landes’, werden wieder einmal beschissen. Geradezu ‘gigantisch’ kann man den angestrebten Beschiss aus dem noch geltenden Koalitionsvertrag heraus lesen:

Tatsächlich findet sich der Vorsatz, ein einheitliches Rentenrecht für Ost und West hinzubekommen, bereits schwarz auf weiß im Koalitionsvertrag. Und zwar nicht für irgendwann, sondern für die zurückliegende Wahlperiode. Wörtlich heißt es dort auf Seite 76: „Wir führen in dieser Legislaturperiode ein einheitliches Rentensystem in Ost und West ein.“ Es sei „wirklich ärgerlich“, dass das nicht umgesetzt worden sei, sagt Kolb. Denn damit würde die Rentenanpassung in Ost- und Westdeutschland im Juli 2013 gleich hoch ausfallen. Und der zu erwartende Unmut darüber, dass die vier Millionen Ostrentner 13 Mal mehr draufgepackt bekommen als ihre 16,6 Millionen Altersgenossen im Westen, wäre den schwarz-gelben Wahlkämpfern erspart geblieben.

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Das Geld wird ja gebraucht, für die von der schwarz-gelben Koalition beschlossenen Erhöhung der sogenannten “Mütter-Rente”. Oh, nicht dass ich etwas gegen Mütter hätte und ich habe auch nichts gegen die Anhebung ihrer Rentenbezüge. Die Rente von Müttern kann gar nicht hoch genug sein im allgemeinen.

Der Arbeitgeberverband BDA nannte die aktuellen Unterschiede bei den Erhöhungen „nicht vermittelbar“. Schließlich seien die Löhne 2012 im Westen mit 2,6 Prozent sogar um 0,4 Punkte stärker gestiegen als im Osten. Es sei „an der Zeit, dass der Gesetzgeber für ein einheitliches Rentenrecht sorgt“.

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Wenn man aber, wie jetzt geschehen, Renten im Bereich von nur wenigen €uro ansteigen lässt, so werden dabei automatisch die anstehenden Wahlen in diesem Jahr garantiert dazu führen, dass die Parteien der Regierungskoalition bei diesen Wahlen auch mit entsprechenden ‘Rechnungen’ zu rechnen haben.

Dreieinhalb Jahre hat es diese schwarzgelbe Koalition nicht geschafft, ein Rentenrecht auf den Weg zu bringen, dass erstens von vielen auch verstanden wird und zweitens ein Gefühl von Gerechtigkeit zu vermittelt. Überhaupt ist das Gerechtigkeitsgefühl in diesem Land schon länger unterhalb der Teppichkante angesiedelt.

Dazu kommt, dass ein normal gebildeter Mensch in diesem Land schon lange nicht mehr durch blickt, was da überhaupt noch ‘berechnet’ wird und auch bei den sogenannten Experten macht sich insofern der gleiche Frust breit, denn sie können einfach nicht mehr verständlich erklären, wie die Zahlen überhaupt noch zustande kommen. So ist es mit vielen politisch geprägten Berechnungen. Bestes Beispiel ist da die sogenannte “Energiewende”.

Aber wir als Wähler haben es besonders in diesem Jahr in der Hand, für umfassende Veränderungen zu sorgen. Die nächsten Wahlen sollten dazu benutzt werden, den Nichthandelnden entsprechende Denkzettel zu verpassen. Doch WIR alle haben mit diesen Veränderungen auch ein Problem, dessen Antwort möglicherweise hier zu finden ist. Dieser Aufsatz von Oskar Lafontaine hat mich mehr als nachdenklich gemacht.

Gar nicht witzig ist ein Beitrag zu einem sogenannten Phänomen, dass immer mehr um sich greift und doch nicht gerade äußerlich sichtbar ist. Dieser Zustand kann mehr als besorgniserregend werden für die gesamte Gesellschaft. Natürlich gab es solch einen Zustand auch schon früher, aber nicht in dieser Dimension wie heute. Wer sich so aus dem Arbeits- und Gesellschaftsleben ‘verabschiedet’, weiß sich auch nicht mehr zu helfen, wenn er/sie dann auch noch gefordert werden, ihren Beitrag zur Demokratie zu leisten. Die große Anzahl der Nichtwähler gefährden damit auch die Demokratie und leisten damit Vorschub für rechts- oder linksradikalen Strömungen, ganz abgesehen davon, dass sie den Wirtschaftsstandort Deutschland ja auch gefährden. Die gegen die Wand gefahrenen Großprojekte sind unter anderem auch beredte Zeugen von ‘innerer Kündigung’.

Der nachfolgende Film lief erst am 19.03.2013 im ZDF zur besten Sendezeit und hat wahrscheinlich nicht nur mich selbst in dieser für den Kanzlersender ungeahnten Radikalität überrascht:

 

Ob das Thema jetzt “Arm und Reich” lautet oder “Rentenbeschiss”, ob Frau Aigner überhaupt noch weiß, was in ihrem Ministerium so abgeht oder ob unsere Technik-Produkte ‘klammheimlich’ so gebaut sind, dass sie schon nach kurzer Zeit den Geist aufgeben, all dies IST politisch mehr als nur gewollt. Diese Anweisungen sind nicht auf dem Mist unserer Politiker ‘gewachsen’, die sind doch schon seit geraumer Zeit nur noch Marionetten eines Industriellen Komplexes, den sie niemals auch nur ansatzweise selbst kontrollieren können. Bestes Beispiel ist hier auch der gestern anberaumte sogenannte Energiegipfel gewesen, der wie das Hornberger Schießen ausgegangen ist.

Mein Blick in die unmittelbare Nachbarschaft der Blogs zeigt aber auch kein besseres Gesicht dieser Politik der ‘verbrannten Erde’. Vom heutigen Tag an sind es noch genau sechs Monate bis zum Tag der Bundestagswahl. Wer sich heute nur um sich selbst kümmert mit der Aussage “Nach mir die Sintflut”, der wird sich auch nicht um einen echten Wunsch nach einem klaren Politikwechsel kümmern und die, welche dann ihr Kreuzchen machen, sind zumeist nicht wirklich daran interessiert, dass echte Veränderungen kommen. Alternativen? Ich kenne bisher selbst noch keine und wähle deshalb die Linke. Dort ist meine Stimme auch nicht für die Katz.