Globalität – ein besonders dämliches Schlagwort als Ausrede

Die ‘Human Resources’, wie es so bedeutsam und aber auch besonders böse und dämlich in der Wirtschaftswelt lautet, sind ein besonders beliebter Spielball für Menschenverachtung. Gäbe es nicht den Handwerker und Arbeiter, also genau diese verachtete Spezies der sogenannten Manager, wer sollte dann die echte Drecksarbeit eigentlich machen? Diese Manager? Ganz sicher nicht, die würden schon am ersten Tag vor Erschöpfung zusammen brechen.

Mehr als bedauerlich ist die Tatsache, dass diese Arbeiter mithin die schwächste Lobby, die Gewerkschaften, von allen Lobbyfraktionen haben, denn weltweit sind es auch hier wieder die Gewerkschaftsmanager, die sich einen regelrechten Lenz machen, wenn sie erst einmal gewisse Positionen erreicht haben.

Genf – Die weltweite Arbeitslosigkeit wird nach Einschätzung der Internationalen Arbeitsorganisation Ilo weiter deutlich steigen. Im laufenden Jahr dürfte die Zahl der Menschen ohne Job um 5,1 Millionen auf mehr als 202 Millionen zunehmen, teilte die Sonderorganisation der Vereinten Nationen am Dienstag mit. 2014 werde die Arbeitslosigkeit um weitere drei Millionen steigen.

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Keine Industrie weltweit kann es sich eigentlich leisten, dieses Potential schlecht zu behandeln und doch machen sie es stündlich, wenn sie Menschen in die Arbeitslosigkeit entlassen und somit ihrem eigenen Schicksal überlassen. Hinzu kommt, dass diese Menschen, weltweit, dann sich auch noch anhören müssen, sie wären ja eigentlich nur Abschaum, dem man am liebsten sogar die Luft zum Atmen verbieten würde, wenn es denn ginge. Mit Nahrung und Wasser spekuliert ja diese sogenannte ‘Elite’ schon seit längerer Zeit. Ganz besonders perfide ist die Mitwirkung der Politik, welche ja eigentlich ihrer eigenen Bevölkerung wesentliche Perspektiven aufzeigen sollte, aber inzwischen fast ausschließlich nur noch auf Seiten der sogenannten ‘Besitzenden’ steht und auch dadurch ihre eigene Gier befriedigt.

Egal, in welchem Land man lebt, immer die gleichen Sprüche von der Konkurrenz der Weltwirtschaft, besonders aus der Politik. Natürlich ist es nicht falsch, darauf zu verweisen, aber auch in der Weltwirtschaft wird ja nur mit Wasser gekocht. Ideen und Produkte kann man noch so viele produzieren, wenn der Handel es nicht schafft, dies alles unters Volk zu bringen, dann nützt es auch nicht, Dinge, die in Überproduktion angeboten werden, verkaufen zu wollen. Arbeitslose kaufen nun mal nicht und ganz sicher nicht solche, die sich inzwischen auf über 200 Millionen zu bewegen. Dass kann sich sogar ein Baumschüler ausrechnen. Dazu reicht sogar das kleine Einmaleins.

In manchen Bereichen ist Produktion und Handel inzwischen zu einer reinen Hollywood-Kulisse verkommen, schaut man sich allein die Abstände der Neuerungen an. Bestes Beispiel ist hier die Telekommunikation. Innovationen oder was die PR daraus in vielen Fällen macht, werden in Lichtgeschwindigkeit entwickelt, aber auch nur, weil die Vorgängerversionen ja die richtigen Wege aufgezeigt haben und somit eigentlich keine wirklichen Neuerungen sind, aber durch eine überbordende PR quasi als Nonplusultra angeboten werden und dazu noch zu Preisen, die ganz besonders die hohe Arbeitslosenzahl sich niemals wird leisten können. Dass einzig Verlässliche ist in diesem Zusammenhang die Hammelherde der Bevölkerung, die besonders wenig darüber im allgemeinen und besonderen nicht nachdenken wollen und einfach planlos konsumieren. Immer das Neuste, auch wenn es sich im Endeffekt als echte Scheiße entpuppt, siehe Apple mit seinem iPhone. Da wird eine Marke bis zum Anschlag gepuscht und dann stellt sich raus, dass man sich eigentlich Schrott hat andrehen lassen. Und dieser Schrott entsteht nicht als ein Naturereignis, es sind die besonders miesen Arbeitsbedingungen, unter denen die Zulieferer zu leiden haben und sich quasi auf ihre ganz eigene Art rächen.

Nur noch kurzfristiger und damit schneller Gewinn rächt sich auf Dauer, denn er gibt Menschen und dabei natürlich auch den Arbeitern, welche ja die Hauptlast tragen, auch keine Perspektiven, wenn sie wie Wegwerftaschentücher behandelt werden. Die Hammelherde der Gleichgültigen kann man aber auch damit nicht ewig ‘befriedigen’, denn auch die kommen irgendwann auf den Trichter und wachen auf. Die Folgen sind schrumpfende Märkte, weil viele Dinge in einem derartigen Überfluss vorhanden sind, dass die Märkte zusammenbrechen müssen.

Die Globalität hat sich schon vor längerer Zeit ins eigene Knie geschossen, es aber nicht wirklich ausheilen lassen, denn die Gier und die Dummheit ist nun mal stärker.

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AlterKnacker

AlterKnacker

Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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