#Tacheles – Aufruf zur Aktionskonferenz

Diese Mail kam heute um 12:31 Uhr

Am 2. Februar 2013, 11 bis 17 Uhr, bei Tacheles in Wuppertal

Lasst uns über eine gemeinsame „Schlecker-Kampagne“ beraten!

Der Hintergrund

Rund 23.400 Beschäftigte wurden im Zeitraum März bis Juni 2012 nach der Insolvenz von Schlecker im Januar 2012 entlassen. Mehr als die Hälfte von ihnen, rund 14.400, sind Ende 2012 noch immer arbeitslos. 90 frühere Schlecker-Frauen haben sich selbstständig gemacht, 81 meldeten sich bislang zu einer Umschulung an und rund 2.300 Frauen haben sich aus unterschiedlichsten Gründen nicht mehr länger arbeitslos gemeldet. 11.900 ehemalige Schlecker-Beschäftigte sind offiziell noch immer auf Arbeitssuche.

Der Anlass und die Idee

Für viele von ihnen bedeutet der Ablauf von einem Jahr das Ende von Alg I und den Übergang in Hartz IV (sofern sie nicht sowieso schon dort sind). Dieser Tag könnte der Anlass für einen bundesweiten Aktionstag sein. Wir könnten vor Ort Kontakt zu den Frauen und ihrer Gewerkschaft verdi aufnehmen und in so vielen Städten wie möglich öffentlichkeitswirksame Protestkundgebungen in oder vor den Jobcentern organisieren unter dem Motto “Keiner geht allein zum Amt“. Dabei sollte die Situation der betroffenen Frauen thematisiert werden – aber auch die Erfahrungen mit Hartz IV, der menschenverachtende Umgang in den Jobcentern allgemein, die Verlogenheit und falschen Versprechungen der Politiker und die kapitalistische Strukturpolitik, die Milliarden für Konzerne und
Banken zur Verfügung stellt, aber die kleinen Beschäftigten im Regen stehen lässt.

Die Perspektive

Kontakte zwischen uns, den erwerbslosen Schlecker-Kolleginnen und verdi könnten ausgebaut und vertieft werden. Dazu gehören eine gute Sozialberatung und Begleitung zu den Jobcentern, weitere Aufklärungs- und Protestaktionen, aber auch Diskussionen über alternative Versorgungsmodelle. In vielen Regionen haben einzelne Ex-Schlecker-Beschäftigte Filialen selbst übernommen und das Warenangebot an die örtlichen Bedürfnisse angepasst. In Baden-Württemberg bauen einige mit verdi-Unterstützung eine Genossenschaft auf, um mehrere Läden mit regionalen Produkten zu betreiben. Wo es neue Bündnisse mit Bauern- und Umweltinitiativen gibt, könnte über neue Erzeuger- und Verkaufsstrukturen nachgedacht werden. Auch (symbolische) Besetzungen von ehemaligen Filialen sind vorstellbar.

Der Zeitplan

Mitte April: Ein weiteres bundesweites Koordinierungstreffen

3. Juni: „Keiner geht allein zum Amt!“ – bundesweiter Aktionstag in oder vor den Jobcentern

Juli: Auswertungstreffen und Verabredung weiterer Aktionen

Vorschlag zum Ablauf des Treffens

11:00 Uhr: Begrüßung und Vorstellungsrunde

11:15 Uhr: Kurze Erfahrungsberichte aus den einzelnen Orten

11:45 Uhr: Vorstellung und Erläuterung des Aktionsvorschlags

12:45 Uhr: Mittagspause (für einen warmen Imbiss ist gesorgt)

13:30 Uhr: Diskussion und Überarbeitung des Aktionsvorschlags

14:45 Uhr: Kaffeepause

15:15 Uhr: Diskussion und Überarbeitung des Aufruf-Entwurfs

16:30 Uhr: Verabredungen und Planung der nächsten Schritte

Tacheles und ALSO laden ein:

Aktionskonferenz am 2. Februar 2013

von 11:00 bis 17:00 Uhr

bei Tacheles e.V., Rudolfstr. 125, 42285 Wuppertal

Anmeldungen bis 28. Januar 2013 unter:
jaeger@tacheles-sozialhilfe.de

Für Weitreisende könnte bei Bedarf eine Übernachtungsmöglichkeit im Tacheles eingerichtet werden
– meldet Euch bitte rechtzeitig an.

Quelle: webmaster@elo-forum.org

Über den Autor

AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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