Ökonomie in Opposition

365 Tage mit der Gruselziffer 13? (geklaut bei der TAGESSPIEGEL-NEWS-Mail). Für mich sind nur die Freitage mit der Ziffer 13 höchst verdächtig, denn so einige Male im meinem Leben haben sie nun mal verdächtig prägnant zugeschlagen. Das Jahr 2013 macht mir durch diese Endziffern keine Angst. Aber ich werde, besonders für den FIWUS natürlich, die Augen und Ohren immer offen haben.

Der Beitragstitel wurde mir wieder mal durch einen Artikel des Eifelphilosophen quasi ‘übermittelt, denn die Fakten in diesem Beitrag sprechen nun mal ihre eigene Sprache. Dabei muss ich zuallererst anmerken, dass ich SPON und SPIEGEL insofern ausgewählt habe zum Vergleich, weil in den anderen Presse- und Online-Erzeugnissen auch nichts anderes steht. Ist mir durch einen WELT-Online-Beitrag heute wieder sehr deutlich geworden. Diese sogenannte Neujahrsansprache der Kanzlerin ist für mich der ausgestreckte Effenberg-Finger der Politik gegen die Bevölkerung.

Andererseits hatte ich ja für einige Wochen die Gelegenheit, für kleines Geld die Printausgabe des SPIEGEL zu beziehen und in der letzten erhaltenen Ausgabe (52/2012) macht UNS ein Herr Schäuble, unser aller Finanzjongleur, mehr als nur Angst. Seine Ministeriumsbeamten arbeiten an einer Giftliste für die Bevölkerung, die in dieser Form noch gar nicht absehbar ist.

Erst werden die Wähler beschenkt – dann belastet: Finanzminister Schäuble muss 2010 die Staatsausgaben zusammenstreichen. SPIEGEL ONLINE analysiert schon jetzt, wie er rund 50 Milliarden Euro einsammeln kann. Wenn er Härte zeigen würde.

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Der Beitrag im SPON ist eigentlich das genaue Gegenteil von dem, was im Print-SPIEGEL steht und allein diese Täuschung macht mich mehr als wütend. Andererseits bin ich dann auch wieder froh, dass Abonnement nicht weiter laufen hab lassen, denn verarschen kann ich mich alleine. Die Printausgabe spricht von “wird”, die Online-Ausgabe von “kann”.

Unter der Überschrift: “Schäubles Liste” steht ganz klar: Regierung und Opposition versprechen im Wahlkampf neue Wohltaten, doch der Finanzminister plant insgeheim das Gegenteil: Weil die Konjunktur schwächelt und die €uro-Krise schwelt, will er bald Steuern erhöhen und Renten kürzen.

Zitat aus der Printausgabe 52/2012: Wolfgang Schäuble besitzt eine unnachahmliche Art, seine Zuhörer durch einen Schwall vernebelnder Worte in die Irre zu führen. … Ganz ähnlich könnte es dem Publikum bald mit einem weiteren Wort aus Schäubles Zitatenschatz ergehen. “Deutschland ist eindeutig ein Gewinner des €uro”, pflegt der Minister zu sagen. Doch wenn es stimmt, was ihm seine Beamten in den vergangenen Wochen aufgeschrieben haben, werden sich für die Bürger die vermeintlichen Gewinne bald in Verluste verwandeln.

Natürlich kann man jetzt das Ganze als Politikergewäsch abtun, aber besonders im Finanzministerium wird eigentlich immer daran ‘gearbeitet’, den Bürger wie ein Schaf zu scheren. Die Giftliste mit dem so besonders ‘schön’ verschleiernden Titel “Mittelfristige Haushaltsziele des Bundes” ist nicht anderes als der Versuch, diesen vom Grundgesetz garantierten Sozialstaat komplett abzuschaffen.

Schaut man sich dann mal die Zahlen aus der Printausgabe genauer an, kommt man ganz plötzlich zu einem Ergebnis und vielen Fragen, die man sehr oft einfach ganz leicht übersehen kann.

Bei den sogenannten Sparanstrengungen des Finanzministers geht es um Summen von zum Beispiel 23 Milliarden durch die Vereinheitlichung (der Mehrwertsteuersatz 7% wird ersatzlos gestrichen) der Mehrwertsteuer. WIR zahlen dann auf wirklich alles die vollen 19%. Bringt, wie schon erwähnt, 23 Milliarden €uronen. Eine Sozial-Axt von der Größe eines Jumbo-Jets. 16 % der Gesamt-Bevölkerung ‘scheißen’ sich quasi jeden Monat schon jetzt in die Hosen, wenn sie mit ihren monatlichen finanziellen Kalkulationen eigentlich nicht mehr hinkommen und immer mehr und mehr verzichten müssen auf das Notwendigste zum normalen Leben. Da erscheinen losgetretene Debatten um das Kanzlergehalt dann noch mehr wie ein brutaler Faustschlag in die Fresse.

Vergleicht man das aber mit den Finanzhilfen für gewisse Banken (HRE, Commerzbank und West-LB) in Höhe von 180 Milliarden, dann wird man die Frage nach der Verhältnismäßigkeit doch wohl schon mal stellen dürfen. Ich persönlich bin ja kein ausgewiesener Wirtschafts- und Finanzfachmann, aber rechnen kann ich dann doch immer noch, auch wenn ich manchmal mit der Fingern abzähle. Was dann, nach dieser Rechnung zum Beispiel für den Bürger (oder sollte ich besser schreiben: “gegen den Bürger”?) rauskommt, mag ich mir auch in meinen schlimmsten Albträumen nicht auszumalen.

Es wird mit allen fairen und unfairen Mitteln versucht, diesen Sozialstaat abzuschaffen (wobei sowieso schon in ständigem Maße auf unser Grundgesetz geschissen wird von der sogenannten Politik), dass ist auf jeden Fall so sicher, wie das Amen in der Kirche und dass ausgerechnet auch noch von sogenannten christlichen Parteien und ihren Mitgliedern. Nur Otto Normalo will dies einfach nicht wahrhaben, denn die sogenannten Umfragewerte dieser unchristlichen Kanzlerin bewegen sich fast nur immer nach oben, was einem relativ normal denkenden Menschen einfach nicht in diesem Maße in den Kopf gehen dürfte. Dafür wird dann aber ausführlich über die neuen GEZ-Gebühren debattiert, als würden die den Weltuntergang bewirken. Aber nicht die Welt, viele von uns Normalbürger werden vor die Hunde gehen, wenn dieser Sozial-Kill in dieser Form so weitergeht und wir uns nicht darauf besinnen, unser aller Egoismus endlich in dieser Form zu beenden und unser Gehirn wieder auf Vordermann zu bringen und auf Volldampf zu schalten. Und damit meine ich eher den Gemeinschaftsgeist zu aktivieren als unsere Ellenbogen. Leicht ist dies garantiert nicht, aber es kann sich mehr als lohnen.

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker

Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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