Ich – eine Innenbetrachtung

Ich bin Nichts … ich bin Alles … jedes Wort ist überlegt, obwohl ich nichts weiß … verrückt, schlau, intelligent, dumm, eine Katastrophe, eine Hauptfigur in einer Nebendarstellerrolle, in der Fassade verkleidet und doch nackt … kein Mitläufer und doch in der Hammelherde eingezwängt … aufbrausend und in mich gekehrt … krank ohne Schmerzen und die Schmerzen verdrängend … Faul … diszipliniert und doch am Chaos mich labend … ich liebe es auch, als Scheißkerl bezeichnet zu werden … immerhin finde ich auch dadurch Beachtung … risikobereit mit der Angst zu versagen … Wörter finden zum dahin schreiben … und nichts wirklich verstehen … Einzelgänger mit dem Hang, nicht ignoriert zu werden … Verachtung auch mit Charme ‘verkaufend’ … habe ein Elefantengehirn und bringe es doch nicht fertig, meine Verachtung längere Zeit aufrecht zu erhalten und dadurch auch absolut inkonsequent … wütend mit dem Hang zum Masochismus … und ich hasse reine Ja-Sager … und kann nichts damit anfangen mit dem Wort „Glauben“ … Ratio in den meisten Situationen und doch ständig auch Unsicherheit … Angst vor Nichtachtung und Ungerechtigkeit … Heimatlos … suchend … der Traum vom ‘Leck-mich-am-Arsch’ … oft, aber nicht jeden Tag … je länger dieser Text wird, umso länger dauern auch die Überlegens-Pausen … das nervt, denn wenn ich jetzt aufhöre, ist er unvollständig … einfach nicht perfekt, von meinem eigenen Gefühl her … billig … banal … Egomane? … schon möglich … oft und oder manchmal nur verbissen … ehrlich und auch lügnerisch … Allein und niemanden trauend … noch lange nicht bereit, den ‘Löffel’ abzugeben … noch niemals an Selbstmord gedacht, ich könnte ja dann ganz bestimme Filme versäumen und bestimmte Bücher von bestimmten Autoren versäumen … egoistisch … und jetzt eigentlich mit diesem Text am Ende … denn mir fällt derzeit nichts mehr ein außer dem Begriff ‘unmoralisch’ und diesen Begriff werde ich nicht weiter erläutern über mich … macht Euch Eure eigenen Vorstellungen.