Süd-€uropa streikt und eine neue Völkerwanderung beginnt

Die Bilder der Streikenden gestern in Spanien und Portugal, in Italien, Griechenland, Belgien und auch in Frankreich zeigen verzweifelte Menschen und doch sind die Demonstrationen und Streiks weitgehend friedlich abgelaufen. Mit Randale und Gewalt haben sich eher dabei die Polizei- und Sicherheitskräfte in diesen Ländern nicht gerade mit Ruhm bekleckert. €uropa zeigt den sogenannten Regierenden und den sogenannten Mächtigen, dass sie die Schnauze voll haben. Nur WIR Deutschen als Volkswirtschaft scheinen die wirklichen Gewinner jeglicher seit Jahren andauernder Krisen zu sein. Ein ‘HOCH’ auf eine ‘allseits’ beliebte Kanzlerin aus Edelstahl.

Wiesbaden – Eine Insel der Glückseligen inmitten eines immer tiefer in die Krise taumelnden Währungsraums – so stellte sich die wirtschaftliche Lage Deutschlands im Vergleich zum Rest der Euro-Zone für viele Menschen offenbar dar. Ein Ungleichgewicht, das sich deutlich in den Wanderungsbewegungen in Europa niederschlägt: Die Zahl der Zuwanderer nach Deutschland ist im ersten Halbjahr 2012 erneut stark gestiegen, nachdem sie bereits 2011 den höchsten Stand seit Mitte der neunziger Jahre erreicht hatte.

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Allerdings sind die kurzfristigen Aussichten der Wirtschaft in unserem Land laut Medienmeinung (wechselt übrigens ständig von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt) nicht allzu rosig und die Miesepeter-Meldungen werden immer ‘grausamer’. Doch weiter zu den Streiks.

Besonders auf der iberischen Halbinsel ging nichts mehr. Generalstreik. Und friedlich. Gestern noch medial unübersehbar, die TV-Berichte warteten regelrecht auf den Ausbruch von Gewalt, heute fast nicht mehr in den TV-Medien vorhanden. Die Streikenden und Demonstranten haben ihnen aber was geschissen. Vorläufig. Ist ja auch irgendwie verständlich. Gewalt bringt noch keinen neuen Job. Oder eine neue Wohnung, wenn man gerade aus der Alten quasi rausgeschmissen wurde.

Aber die Fäuste sind geballt. Besonders, wenn man dann noch solche medialen Schlagzeilen lesen muss:

Protest gegen Sparkurs Straßenschlachten in Rom, Lissabon, Madrid und Barcelona

In den EU-Krisenländern haben Hunderttausende gegen die Sparpolitik ihrer Regierung demonstriert. Einige Protestmärsche arteten aus. Dutzende Menschen wurden verletzt.

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Es gab Gewalt. Von beiden Seiten. Aber TV-Bilder und Reporterstimmen waren ja zum Teil dabei, was ich bei den sogenannten ‘schreibenden Kollegen’ nicht 100% annehme und diese TV-Kollegen sind für mich in dieser Beziehung einfach glaubwürdiger.

Es waren auch nicht Hundertausende, es waren eher Millionen Menschen, gesamt gesehen, welche auf die Straße gingen, um ihre Wut zu zeigen. Dabei war die Gewalt, im Vergleich zu ähnlichen Situationen, da doch eher gering, wird aber in ganz bestimmten Medien in unentschuldbarer Weise extrem aufgebauscht. Was damit bewirkt werden soll, bleibt natürlich wieder einmal völlig im Dunkeln. Ich spüre nur die Angst der sogenannten Mächtigen mehr als deutlich. Und ein Sturm braut sich in €uropa ganz sicher zusammen, nur halt nicht gerade in Deutschland.

Beschämend waren eigentlich nur die Bilder aus Deutschland. In Berlin quasi gefühlt nur eine Hand voll Unterstützer. Man muss sich in solchen Situationen regelrecht schämen ob der nach außen gezeigten Solidarität. UNS geht es ja so gut, abgesehen von ‘wenigen’ Ausnahmen wie Hartz-Betroffene oder Mini-Renten-Empfänger oder schlecht bezahlten Jobs. Aber wir sind ja ein ‘Sozial-Paradies’. Wird wenigstens so von der deutschen politischen Landschaft gerne verbreitet. Wenn bloß nicht immer solche Schwarzmaler einem die Laune versauen würden.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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