Kommt, lasst uns ‘Angie’ streicheln …

Die Sozial-Kill-Partei hat ihren Herausforderer für die Bundestagswahl 2013 bestimmt. Er stand wohl schon länger fest, aber als Partei muss man ja agieren und nicht nur reagieren, wenn man regieren will. Hat nur nicht so ganz geklappt. Der weichgespülte Verlierer von 2009 hat es nicht mehr ausgehalten, nur hinter vorgehaltener Hand ‘Nein’ sagen zu müssen. Seine Niederlage 2009 war der schlimmste K.O., seit es in der BRD Wahlen gibt. Nicht vergessen darf man in der derzeitigen Wahl-Euphorie für 2013, dass der Verlierer von 2013 ein besonders ‘inniges’ Verhältnis zu seinen Wählern hat; er ist der Mit-Konstrukteur der Hartz-Gesetze, jenes Konstrukt, welches den Sozialstaat alter Prägung ‘aufs Altenteil’ schickte. Noch anders formuliert: in die Wüste.

Jetzt wird also die ‘steinerne Brücke’ als der sichere Weg propagiert und dabei sind die Stolpersteine schon meilenweit im voraus zu sehen, wenn man nicht allein beim Laufen nur in den blauen Himmel schaut.

Auch wenn dieser Herr Steinbrück nach außen hin eine wesentlich ‘bessere’ Figur macht als ‘Angie’, so darf man sich von ihren groben Äußerlichkeiten nicht ‘beindrucken’ lassen. Die Wahl entscheiden ja nicht die Kandidaten, sondern die sogenannten überzeugten Wähler. Bei ihr ‘zählen’ die inneren Werte. Sie hat es immerhin geschafft, in der bisher reinen Männerdomäne der klassischen CDU-Politik jeden Konkurrenten aus dem Feld zu schlagen, meist mit einer sehr diffizilen Brutalität, die man ihr so gar nicht ansieht. Wenn sie strahlend lacht, kann schon mal die Sonne aufgehen, wenn auch meist nur kurzzeitig, denn die Gewitterwolken sind meist nur wenige Zentimeter entfernt.

Eines haben Peer und Angie schon mal gemeinsam, nämlich die berühmten Mundwinkel, welche so gerne auf dem Boden schleifen. Aber dass ist auch schon alles Gemeinsame, was sich in diesen beiden sogenannten ‘Persönlichkeiten’ feststellen lässt. Das Knallharte in ihren Handlungen ist keine Gemeinsamkeit, denn dafür sind die Ergebnisse doch viel zu unterschiedlich.

Während bei Angie ihre harte Haltung allein einem Alleinvertretungsanspruch entspringt, wird die Machtfrage bei Peer doch ganz anders definiert, denn er hat einfach zu wenig Gefolgschaft in seiner eigenen Partei. Ihm werden die eigenen Leute nie so bedingungslos folgen wie bei Angie die CDU-Riege. Diese Riege ist rein von der körperlich-biologischen Seite her inzwischen zum Eunuchentum verdammt. Grob gesagt: Die CDU-Männer haben keine Eier mehr in der Hose.

Natürlich kann dieses doch relativ ungleiche ‘Duell’ auch ausgehen wie das Hornberger Schießen (gemeint ist hier eine Wiederholung einer großen Koalition), aber ich tippe doch inzwischen auf ein ‘Weiter’ mit Angie, denn ihre Karten in der Bevölkerung sind einfach besser. Das deutsche Sprichwort vom ‘Spatz in der Hand und der Taube auf dem Dach’ hat halt in diesem Land fast immer noch seine Gültigkeit. Alles Andere darüber Hinausgehende sind reine Wunschträume und diese dürfen niemals ad acta gelegt werden.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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