AlterKnacker´s Streiflicht Nr.8

Das Konglomerat aus verschiedensten Sichtweisen auf mediale Begebenheiten können für mich im FIWUS nur noch mit einem sogenannten Streiflicht erfasst werden. Begonnen hat dieser Beitrag eigentlich mit dem Titel “Olympia – nicht der Streit, sondern der Wettstreit zählt”, aber dass würde meine Gedanken dann doch zu einseitig widergeben. Da ich aber auch nicht einseitig sein will, kommt hier auch gleich ein Hinweis auf einen Beitrag, der sich ganz speziell mit Linkshändern befasst. Ich selbst bin bei vielen Tätigkeiten sogar beidhändig, ganz besonders jetzt, da mein Tremor rechtsseitig mich immer mehr zwingt, ganz bestimmte Dinge mit der linken Hand zu erledigen. Aber auch meine Sichtweisen auf die sogenannten alltäglichen Dinge sind oft genug links geprägt, was so manchem Konservativen die Wutadern anschwellen lässt, denn ich schweige nun mal ungern, wenn es was zu sagen gibt. Da dieser Beitrag hier jetzt schon einige Tage ‘schlummert’, stimmen auch die zeitlichen Abfolgen nicht mehr und müssen entsprechend im Kopf berechnet werden. Kopfrechnen soll ja angeblich die grauen Zellen ‘fördern’.

Gestern Abend, Abschied von den olympischen Spielen in London. Hier war für mich der Konservatismus besonders in der Abschiedsshow durch die dargebotene Musik fast schon ein Muss, denn die Darbietungen zeigten eine Bandbreite, für die diese Stadt einfach berühmt ist und mich an Zeiten erinnerte, die schön, aber auch manchmal ziemlich schlimm und unangenehm waren. Ich habe die schlimmen Zeiten Mitte der 60er Jahre überlebt und die guten Zeiten schlicht und ergreifend einfach genossen.

Wer Konservatismus nur unter dem Aspekt des ‘ewig gestrigen’ sieht, wird meist von mir in der Kategorie “Ignorant” eingeordnet, obwohl ich nicht gerade dafür bekannt bin, nur in Schubladen zu denken.

Seit einigen Wochen nur noch wenige neue Beiträge im FIWUS? Ich persönlich habe gerade eine kleine Blockade. Themen gäbe es bestimmt viele, aber ich fühle mich nicht imstande, mich wirklich zu konzentrieren. Nur, wie soll ich dies plausibel erklären? Ein Streiflicht kann helfen. So zum Beispiel sehen dann von mir begonnene Beiträge aus:

Wir haben zur Zeit in London Olympia. Ich schaue mir so viele Sportarten an, wie überhaupt möglich. Dabei bin ich so mit das unsportlichste Wesen in dieser Galaxis, welches man sich überhaupt vorstellen kann. Aber Neugier kann auch ein Verführer sein. Und diese Verführung lässt mich fern sehen und auch viel lesen. Natürlich stehen dann auch viele Fragen im Raum, aber dafür gibt es ja auch Antworten wie den Link. Nur meine wichtigste Frage wurde bisher nicht beantwortet; sind die Sportler, mal ganz allgemein gesehen, eigentlich nur die Hampelmänner und -frauen ihrer jeweiligen Regierungen? Dies mag ja wohl für Staaten gelten, welche mit dem Begriff Demokratie so ihre Schwierigkeiten haben, aber wie ist es mit der Demokratie Deutschland?

Das Beschäftigen mit Sportlern und ihren jeweiligen Sportarten, welche sie ausüben, ist keine Selbstverständlichkeit für mich, denn ich selbst treibe keinen Sport, außer vielleicht, wenn man Gehirnakrobatik dazu zählen sollte. Andererseits nötigen mir Mut und Opferbereitschaft schon einen ganz schönen Respekt ein, besonders bei Sportarten, welche mir schon das Herz in die Hose rutschen lassen beim hinschauen.

In den meisten Sportarten sind Einzelkämpfer am Werk. Individualisten. Diese sportlichen Menschen haben in den meisten Fällen ihren eigenen Kopf. Lassen sich nicht besonders gerne etwas vorschreiben. Sie ‘kämpfen’ auch erst mal nicht für ihr sogenanntes Land, sondern für einen ganz egoistischen Eigenerfolg. Fairer Wettstreit, ohne Hass oder sonstige unangenehmen Hintergedanken. Die meisten haben keine politischen Ambitionen in ihren Gedanken, aber natürlich gibt es bestimmt auch Ausnahmen, wie überall, wo Menschen Höchstleistungen erzielen wollen. Viele dieser Sportarten bei Olympia haben keine Massentauglichkeit, sie sind sozusagen Randsportarten. Nur solche Veranstaltungen wie Olympia bringen sie alle vier Jahre aus ihrem Nischendasein. Gerade diese Sportarten sind aber oft genug mit besonderen Fähigkeiten geradezu gespickt und erfordern ein Höchstmaß an Können und Konzentration. Aber sie kommen fast niemals aus diesen Nischen heraus und werden dadurch niemals von der Mehrzahl der Zuschauer als massentauglich wahrgenommen. Konnte man schon sehr gut auch in der medialen Berichterstattung erleben. Patriotismus in den Medien, aber nicht unbedingt in den Köpfen der Sportler, auch wenn sie vor Kameras und Mikrofonen natürlich andere Aussagen machen, aber oft genug bemerkt man, wie sie sich dabei winden, weil es eigentlich keine wirklich ‘wahren’ Aussagen sind.

Und wieder bin ich über einen Beitrag heute morgen gestolpert, der sich mit sogenannten demokratischen Verhältnissen in Deutschland beschäftigt.

Das Skandalöse seines am 23. Juli 2012 veröffentlichten Beitrags (Diffuser Pazifismus. Warum sich die Deutschen mit Gewalt so schwer tun) liegt für mich darin, dass er dafür wirbt, bei der Entscheidung über die militärische Durchsetzung außen- und sicherheitspolitischer Interessen Deutschlands künftig allein politische Nützlichkeitserwägungen anzustellen. Gauland wörtlich: „Die Deutschen haben ein gestörtes Verhältnis zur militärischen Gewalt. Sie betrachten sie nicht als die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln im Sinne von Clausewitz, sondern als das schlechthin Böse und Falsche, als ein Mittel, aus dem nie und unter keinen Umständen Brauchbares entstehen könne.“
Er weiß es besser: „Statt also immer von Neuem die pazifistische Melodie zu singen, wäre es klug, eine politische zu intonieren, weil eben militärische Gewalt … nicht an sich schlecht, sondern nur als falsche Politik schlecht ist. Das aber setzt voraus, dass die Deutschen wieder eine Tatsache der Weltgeschichte akzeptieren lernen, die Bismarck in seiner ersten Regierungserklärung als preußischer Ministerpräsident 1862 in die berühmten Worte fasste: ‚Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden – das ist der große Fehler von 1848 und 1849 gewesen – sondern durch Eisen und Blut.’“

Quelle: Hier weiterlesen

Wenn ich solche Sätze lese, kann ich gar nicht anders, als auf die wahren Missstände in diesem Land hinzuweisen, nur ist dies wieder mal nicht meinem eigenen Gehirn entsprungen. Keines dieser hinter dem Link verborgenen Worte ist leichtfertig geschrieben. Aber haben wir wirklich nur noch Anti-Demokraten in der derzeitigen politischen Landschaft? Eigentlich kann ich diese Entwicklung selbst nicht glauben, auch wenn WIR tagtäglich unumstößlich damit konfrontiert werden. Natürlich können und werden jetzt viele UNS Schreibern im Internet vorwerfen, WIR wären nur quasi unbeteiligte Beobachter und würden bei all dieser Beobachtung doch niemals Lösungen anbieten, und zum Teil haben diese Kritiker sogar recht. Ich persönlich kann darauf aber auch erst mal nur erwidern und fragen; sollen WIR jetzt nur noch die Augen und Ohren verschließen und alles so geschehen lassen, wie es geschieht? ICH für meinen Teil und meinen sogenannten ‘Fähigkeiten’ kann dies so nicht zulassen und deshalb schreiben viele Andere und ich gegen offensichtliches Unrecht, auch wenn es die meiste Zeit völlig vergeblich ist.

Wer sich wehrt, kann verlieren – wer sich nicht wehrt, hat schon verloren.

 

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker
Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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