Ist der FIWUS kreativ?

Themenvielfalt ist das A und O in der Medienbranche, darum auch diese Frage im Beitragstitel. Der vorliegende Beitrag schwebt jetzt seit drei Tagen in der Pipeline. Wurde in den Tagen ständig erweitert, gekürzt und wieder erweitert und verändert. Ist ansonsten aber nicht die Norm. In erster Linie fordert die Realität des Tages seinen Preis an Gehirnschmalz. Gut, dass es nicht auslaufen kann, außer durch Gewalteinwirkung.

Bei jedem Beitrag immer die gleiche Frage: Wird der Beitrag gelesen? Kommt er bei der Leserschaft an? Eigenlob stinkt ja bekanntlich. Aber meine wirklichen Streicheleinheiten hole ich mir dann doch lieber woanders. Und schreiben soll ja wesentlich effektiver sein, als Selbstgespräche zu führen, wobei ich ansonsten gerne quatsche, aber wirklich kein Redner bin. Das wirkliche Handicap ist mein direktes Umfeld im Obdachlosenasyl, aber auch die gegen jedes Monatsende aufziehende finanzielle Flaute.

Der FIWUS lebt von der Vielfalt. Nicht nur in den Themen, sondern auch durch die unterschiedlichen Autoren, auch als Schreiber und Schreiberinnen bezeichnet. Besonders gerne auch mit Gastautoren und –Beiträgen. WIR beschränken uns nicht nur auf die Ungerechtigkeiten in der täglichen Realität, auch wenn sie einen Hauptteil der ‘Arbeit’ ausmacht.

Der FIWUS ist in erster Linie viel Herzblut in der täglichen Nachrichtenflut, WIR haben keine Newsticker, welche uns mit den wirklichen Neuigkeiten versorgen. Wir sind auf die sogenannten etablierten Medien angewiesen, um solche Neuigkeiten zu verarbeiten und zu bewerten.

Der FIWUS bedeutet aber auch: Kampf und Schreiben gegen jegliche Ungerechtigkeit. Nicht jeder Beitrag hat aber die gleiche Klasse, immer wieder müssen wir auch erleben, dass Beiträge einfach nicht ankommen und/oder angenommen werden. Das passiert aber auch in jeder professionellen Redaktion. Schreiben ist ja auch Bauchgefühl. WIR sind und bleiben immer auch unbequem, sehen uns aber niemals als sogenannte Profis an, obwohl wir uns immer bemühen. Als Finger in der Wunde bleiben wir allemal am Ball, wenn wir uns in etwas ‘festgebissen’ haben. Noch haben wir in unserem Grundgesetz eine festgeschriebene Meinungsfreiheit.

Schreiben fordert Disziplin. Schreiben braucht Zeit. Schreiben braucht Hirnschmalz. Schreiben braucht Freude. Schreiben braucht auch Wut und Emotionen.

Persönlich habe ich bei Blog.de angefangen, später, im Jahr 2009 (oder war es 2010?) war ich Mitinitiator des Nachrichtenspiegels. Persönliche Gründe haben mich dann veranlasst, diese Seite zu verlassen. Aber ich bin weiterhin insoweit mit den Autoren dort verbunden, dass ich trotzdem immer wieder deren Beiträge lese und auch als Link in eigene Beiträge einbaue. Und natürlich gibt es auch noch viele andere Seiten im Netz, welche ich besuche und auch zum Teil intensiv lese. Mit dem Kopperschlaeger.net verbindet mich insoweit ein besonderes Verhältnis, denn der Betreiber hat sehr selbstlos bei manchen technischen Problemen geholfen oder es wenigstens versucht. Ich selbst kann wohl schreiben, aber der technische Hintergrund bei WORDPRESS ist für mich ein Buch mit sieben Siegeln.

Natürlich wäre es für mich bzw. UNS leichter, bei WORDPRESS direkt zu bleiben, aber das gesamte Layout wäre dann immer sehr eingeengt und UNSERE Seite sollte schon einen eigenen Stil haben. Unser Titel und das Logo sind Marke Eigenbau. Die alte Schreibmaschine stilisiert die etwas altmodische Art des Journalismus aus vergangenen Zeiten, als an Computer mit ihren Möglichkeiten noch lange nicht zu denken war. Der FIWUS ist auch das Internet sowie das Internet auch der FIWUS ist.

Beim Schreiben ‘meiner’ Beiträge läuft im Hintergrund fast ständig der Fernseher.
Bei Informationssendungen werden Infos oft genug in aktuelle Beiträge eingearbeitet, jedoch die meisten Anregungen zu Beiträgen kommen bei mir aus dem Internet, wie zum Beispiel dieser Beitrag. Es gibt Tage, da lese ich besonders viel im NET, bekomme aber keinen Kick für einen eigenen Beitrag im FIWUS. Dies sind Tage, da hilft auch keine Disziplin.

Nimmt man als Beispiel die Finanz- und Wirtschaftskrise in der €uro-Zone, so könnte man wohl stündlich einen neuen Beitrag veröffentlichen, ändern würde es aber an den Tatsachen nichts. Selbst in den etablierten Medien grassiert inzwischen das Plagiatsfieber, denn es werden wohl Tages- und Stundenaktuelle Beiträge auf die Leser losgelassen, aber wirkliche Substanz, was Lösungsansätze angeht, sind nicht nur sehr rar, sie sind einfach nicht vorhanden, obwohl sie mehr als dringend geboten sind oder sein sollten. Immerhin geht es aber mir oder UNS nicht alleine so, auch andere Internetseiten haben mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Solch ein Wissen kann aber auch nicht immer ein Trost sein.