Made in Germany? – Auweia

Wir sind ‘fast’ wieder Export-Weltmeister. Was unsere Fabriken und Werkstätten verlässt, ist hohe Ingenieurskunst. Unsere Produkte sind eigentlich in aller Welt begehrt. Für die eigenen Belange wird aber wesentlich weniger akkurat gearbeitet. So kann man aber auch das “Made in Germany” ‘bekannt’ machen. Die Politik ist inzwischen schon ein ‘gutes’ Vorbild, wenn man sich allein die deutschen Anstrengungen um die Finanz- und Wirtschaftskrise anschaut. Immer wieder kommt einem das Zitat “Am deutschen Wesen soll die Welt genesen” in den Sinn und genau dieses Zitat macht inzwischen vielen Staaten mehr als Angst. Made in Germany entwickelt sich langsam, aber sicher zum Schimpfwort, aber auch zu einer Katharsis.

Nicht viel anders ist es bei sehr deutlichen Beispielen. Konkrete Vorhaben und angeblich gelungene Umsetzungen von Vorhaben wie die elektronische Gesundheitskarte oder der Hauptstadtflughafen verhelfen dem “Made in Germany” inzwischen zu einem Ruf, der sich immer mehr ins Gegenteil von dem verkehrt wird, was er in der Welt eigentlich darstellen soll. Von ‘solchen Kleinigkeiten’ erst gar nicht zu reden. Aber auch rein politisch sind die Beispiele nicht gerade berauschend.

Ein Mensch biegt falsch ab und fährt auf der Autobahn gegen den Verkehr. Im Radio wird vor einem Geisterfahrer gewarnt. „Einer?“, denkt der Mensch: „Hunderte!“ Angela Merkel ist dieser Mensch, Deutschland unter Merkels Führung ist dieser Geisterfahrer. Wir fahren gegen den Strom der wirtschaftlichen und politischen Vernunft und sind stolz darauf. Wir lassen uns einreden, dass alle Welt an „unser Geld“ will. Dabei ist das erstens falsch und zweitens steht viel mehr auf dem Spiel als unser Geld.

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Die Liste solcher Beispiele würde den Rahmen dieses Beitrags um ein vielfaches sprengen und ihn wegen Langeweile auch unlesbar machen, also beschränke ich ihn wissentlich, denn die Anzahl wäre nur für ganz Pingelige von Wert. Schlechte Arbeit und schlechtes Management sind in den letzten zwanzig Jahren fast schon ‘Normalität’, aber im negativen Sinne.

Industrie und Handel haben es zur wahren ‘Meisterschaft’ in diesem Sinne gebracht. Produkte, welche früher Jahrzehnte durchhielten, haben inzwischen sogar schon ein ‘eingebautes Datum’, an denen sie ausfallen. Apple geht mit mehr als schlechtem Beispiel voran. Es geht um Profit, ganz schlicht und ergreifend. Es zählt im großen Maßstab nur noch der Konsum. Quantität hat den Begriff “Qualität” abgelöst.

Da in vielen Volkswirtschaften hohe Arbeitslosigkeit und schwaches Wirtschaftswachstum herrschten, scheine es zwar „naheliegend und unvermeidlich“, dass Fed, EZB & Co. ihre Politik des billigen Geldes noch für eine Weile fortsetzen müssen. „Die Gefahr, die Geldpolitik zu überlasten, nimmt jedoch zu“, warnt die BIZ in ihrem am Sonntag in Basel veröffentlichten Jahresbericht.

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Was Handel und Industrie vormachen, wird hier ganz locker in der Politik übernommen, wir sind auch hier in der Wegwerfgesellschaft angekommen. Ganz besonders der Sozialstaat ist von solchen Maßnahmen betroffen.

Wenn aus Familien Bedarfsgemeinschaften werden dann ist dies eine klarer Verstoß gegen das Grundgesetz Artikel 6. Dieser stellt nämlich die Familie unter den besonderen Schutz des Staates. Das SGB II degradiert Familien zu sogenannten Hartz IV Bedarfsgemeinschaften und benachteiligt damit die Mitglieder der „ehemaligen“ Familie.

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Auch solche Auswirkungen sollen inzwischen als “Made in Germany” in die Welt getragen werden. “HARTZ all over the World”. Da kann einen nur das nackte Grauen beschleichen oder noch deutlicher gesagt, überfallen. Schlechte Produkte sollen wie auch schlechte Politik durch schlechte und zum Teil böswillige Politiker ersetzt werden. Der derzeit anstehende ‚”Fiskalpakt” spricht eine eindeutige Sprache, wenn es um schlechte Politik geht. Auszubaden haben es immer nur die Menschen, welche mit all den sogenannten “Neuerungen” konfrontiert werden und sich danach zu richten haben, denn wirkliche Mitsprache haben sie ja schon länger nicht mehr.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

3 Kommentare

  1. Früher bedeutete „Der Duft, der großen weiten Welt“ Peter Stuyvesant eines der globalen Markenzeichen deutscher Qualität. Nein,kein Politiker, aber ein sehr erfolgreicher Nikotinveredler, dessen Mutterkonzern Reemtsma mit aggressiver Expansions- und Übernahmepolitik sich auch im Dunstkreis der Mächtigen sonnte, sofern der Dunst nicht allzu nebulös ausfiel. Gemeinsamkeiten mit den Krausses, Rheinmetaller und Hecklers sind erkennbar. Gut, der Laden gehört mittlerweile den Briten, doch das ist geschichtlich normal und schließt sogar den Kreis. Damals, 1959 in Berlin, gab es den großen Duft der weiten Welt Made in Germany und nun halt die bleihaltige Luft Made in Germany. Was das alles mit Apple und anderen Kapital orientierten Unternehmen zu tun hat? Nackte Profitgier. Die Politik übernimmt nicht von Handel und Industrie, die Politik ist quasi bereits von Handel und Industrie übernommen worden bzw. der Rest befindet sich in Transition. Qualität steht weit hinten in der Schlange einfallsreicher Kapital Slogans. Dafür sorgen die Produktlieferungen aus China. Entweder stinken Plastikartikel höchst unangenehm oder gehen schneller aus dem Leim, als man Schei … sagen kann. Das betrifft ebenso die Qualität der deutschen Politik. Einst zeigte sich ein silberner Streif am Hoffnungshorizont. Vorbei, vergesst es, abha(c)ken! Im Würgegriff profit- und machtgeiler militärischer Industriepolitik werden auch dem letzten Politiker, mit der Lizenz zum sozialen Handeln, die Daumenschrauben angezogen.

    Schröders Exportschlager Hartz IV dürfte allenfalls den Fiskalzwang abrunden und das Desaster höchstens um einen Bagatellschaden bereichern. Aber was verlieren die Bewohner Europas wirklich?

    Freiheit, die Freiheit zu entscheiden, die Freiheit einfach NEIN zu sagen. Aber warum soll es uns besser als den Amis ergehen! Die haben vor urlanger Zeit ihre Freiheit an der Garderobe des Schmierentheaters namens FED abgegeben.

    Politiker sind Marionetten und das was ich hier nicht schreiben will. Wenn sie uns nicht an der Nase durch den Ring führen, dann klauen sie uns unsere letzten Süßigkeiten.

    P.S.:
    Was mich am meisten betrübt, die einst so leckeren und knackigen Brühwurstchen im Berliner KDW gibt es nicht mehr. Alles an gutem aus deutschen Landen ist vom Winde verweht ………… . Schnief.

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