Schmierfinken?

Ein Herr Gribkowsky, ehemaliger Direktor bei der BayernLB, wurde von einem Herrn Ecclestone, Besitzer des Formel-1-Circus, geschmiert. Bestochen. Diskreditiert. Mit 44 Millionen Dollar. Schlechtes Geschäft, der Dollar ist ja nichts mehr wert. Oder hat die Höhe der Summe keinen besonderen Stellenwert? Haben auch Politiker dabei geholfen und sind in diesem Skandal involviert? Bayerische Politiker werden immer wieder genannt.

Gribkowsky, Bankmanager mit fetten Gehalt, konnte wohl doch nicht genug bekommen. Diesem Menschen haben andere Menschen, aber auch Institutionen ihr Geld anvertraut. Diese Herren und Damen Manager sind ja so über jeden Zweifel erhaben. Schon die Berichterstattung in den Medien macht klar, hier vor Gericht jetzt steht die Seriosität persönlich. Sogar ihre mehr als gediegene Bekleidung wird mehr als deutlich hervorgehoben. Diese Art von Menschen sind doch eigentlich zu keiner Schandtat fähig. Warum aber sind sie bereit dazu?

Gierig sind wir doch im Grunde genommen alle, wenn wir die Möglichkeit dazu haben. Na gut, nicht jeder von uns, aber doch viele. Geld und Wohlstand bewegen die Welt. Sie bilden und unterscheiden quasi Gesellschaftsklassen. Egal, wo und wie man lebt. Komischerweise erinnere ich mich aber noch an Zeiten, in denen man im großen und Ganzen Bankmenschen doch noch irgendwie vertrauen konnte. Man nannte sie damals noch respektvoll Bankbeamte, obwohl sie dies eigentlich nie waren. Beamte, meine ich.

Solche ein solider Beamter war zum Beispiel ein Mann wie Stefan Mappus bestimmt nicht, denn er hatte immerhin den Posten des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, war zu diesem Zeitpunkt aber auch hoher Partei-Funktionär und auch bei unserer Kanzlerin mehr als beliebt. Mappus ist inzwischen in eine Finanzaffäre verwickelt, welche aber nicht nur ihm allein schadet, sondern seiner Partei ebenso und damit auch unserem Land. Politiker sind nämlich zusätzlich zu ihren Posten auch die Aushängeschilder ihrer Partei und auch des Landes, welches sie vertreten.

Wenn ich jetzt einfach mal ganz locker behaupte, dass es wohl fast keine Partei in Deutschland gibt, welche nicht auf die eine oder andere Weise sich in Finanzskandalen verwickelt sieht, werde ich wahrscheinlich erst einmal als Pauschalist bezeichnet, doch dies werde ich garantiert aushalten können, denn auch wenn ich den etablierten Medien nicht mehr besonders vertraue, so komme ich aber auch nicht drum herum, bei ihnen solche Berichte zu lesen und dann zu bewerten.

Politiker und Geld. Der Stellenwert im menschlichen Leben ist mehr als erheblich. Er ist schon fast als Religion anzusehen. Geht man heute eigentlich nur noch in die Politik, um schnell an die angebetete ‘Kohle’ zu kommen? Ich denke mal, diese Frage, so gestellt, ist nicht ganz unberechtigt. Zwei Welten treffen sich, denn beide haben in vielen Fällen mit der gleichen Substanz zu tun. Vieles im menschlichen Leben dreht sich um Finanzen, was auch besonders solche Beiträge belegen, auch wenn sie mit Menschlichkeit im eigentlichen Sinne nicht mehr viel zu tun haben, denn sie treten jegliche Menschlichkeit mit Füßen. Während Menschen unter solchen Politiker leiden müssen, weil die Entscheidungen solcher Politiker so ausfallen, wie nachzulesen, so haben diese Politiker auf die eine oder andere Art ihre ‘Schäfchen’ längst ins Trockene gebracht.

Menschliche Verhaltensweisen sind im Großen nicht zu ändern. Es wird immer Anständige und Gauner geben, aber wir sollten uns eigentlich jeden, welcher sich in die Politik begibt, sehr genau anschauen. “An ihren Worten und Taten sollt ihr sie erkennen”, hab ich mal irgendwo gelesen und dem kann ich eigentlich nur zustimmen. Also immer Augen und Ohren offen halten. Gauner und Gangster in Schlips und Kragen haben in unserer Gesellschaft nichts zu suchen und wenn man sie schnappt, dann gehören sie einfach weggesperrt.