Die einen zerrissen, die anderen auf dem aufsteigenden Ast

Es ist in einer Parteiendemokratie im Normalfall recht einfach, Richtungen für sich zu erkennen und sich zu entscheiden, welche Richtung man politisch einschlägt.

Frankreich hat sich zum Beispiel dafür entschieden, in den nächsten Jahren mit François Hollande einen quasi sozialdemokratischen Kurs einzuschlagen. Hollande konnte in seiner Stichwahl fast die gesamte Linke auf sich vereinen und so einen Rechtskurs der Gesellschaft durch Sarkozy verhindern. Und besonders verhindern konnte Hollande den weiteren Aufstieg von Marine Le Pen, deren mehr als rechten Tiraden doch einen Großteil der Franzosen ansprach und die Sarkozy, ohne nach zu denken, übernehmen wollte, nur um der Macht Willen.

Aber nicht nur Frankreich, ganz €uropa ist auf vielfältige Weise politisch gespalten, weil sich heute immer weniger Menschen mit der Historie des letzten Jahrhunderts beschäftigen und/oder dies ganz einfach verdrängen.

Auch wenn der Sieg der Linken und Hollande in Frankreich möglicherweise auch ein Sieg für mehr Menschlichkeit und auch Gerechtigkeit für die Menschen bedeuten kann, so darf doch niemals übersehen werden, dass es auch andere, viel gefährlichere Entwicklungen gibt in diesem €uropa.

In der Politik bedeutet aber, links zu sein, nicht automatisch auch eine bessere Politik für die Menschen, welche sie zu vertreten vorgeben, zu machen. Politik ist Machtgehabe und dies gilt für alle Richtungen, Ideologien und dadurch auch für die Parteien.

Rechtes Gedankengut (bei uns im FIWUS auch kackbraun genannt) ist weiter auf dem Vormarsch und hat nur noch in seltenen Fällen etwas mit dem Faschismus des letzten Jahrhunderts zu tun, ist aber nicht weniger gefährlich. Dieser neue Faschismus orientiert sich eher an einem neuen Sinnestyp, der in den USA aus der Tea-Party-Bewegung entstanden ist, als an Hitler, Mussolini oder Franco. Faschismus modern und mit dem Hauptbeweggrund, soviel aus den Menschen zu pressen, welche sich gegen diese Interessenvertreter der globalen Wirtschaft einfach nicht mehr in angemessener Form wehren können. Sie selbst lassen sich gerne als Neo-Liberale bezeichnen, ihre Absichten sind aber noch wesentlich perfider, als es für viele Betroffene nach außen aussieht, denn mit Liberalität hat das Ganze nun wirklich nichts zu tun.

Als gutes Beispiel könnte die €uro-Krise herhalten, denn in der globalisierten Finanzwelt haben inzwischen solche faschistisch orientierten Finanzmanager eine viel größere Macht, als dies nach außen hin so einfach bemerkbar wäre:

„Wenn in Spanien wirklich ein Bank-Run einsetzt, könnte die spanische Regierung die Banken nicht mehr stützen. Da ist es natürlich verführerisch, den Fonds, den man hat, auch für die Banken einzusetzen“, sagt Jan Hagen von der European School of Management and Technology (ESMT). Ob dafür der ESM-Vertrag geändert und in den Mitgliedstaaten neu ratifiziert werden müsste, ist umstritten, aber selbst das hält Hagen für machbar: „Die Europäische Union hat schon viele Verträge gebrochen, nachträglich verändert und angepasst, da dürfte sich ein kreativer Weg finden, den ESM auch für direkte Bankhilfen zu öffnen.

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Hier wird kriminelle Kreativität gefordert, denn ein bewusster Bruch von Verträgen ist nun mal ein kriminelles Delikt, auch wenn es von Politikern begangen wird. Und so etwas wird inzwischen auch schon in Schulen gelehrt, alle Achtung, denen graust es vor gar nichts mehr.

Schaut man sich aber jetzt das linke Spektrum in Deutschland, aber auch in €uropa an, kommt man nicht umhin, sich mächtig zu wundern, denn dieses Spektrum hat eindeutig eine Mehrheit, kann aber mit dieser Mehrheit überhaupt nichts anfangen, denn die Linken streiten sich wie die Kesselflicker, während die Rechte von diesem Streit mehr als nur profitiert. Und auch wenn WIR hier im FIWUS durch bestimmte Beiträge schon einiges an Werbung für ein linkes Denken machen, so werden wir doch gerade von den Spitzen in der linken Landschaft einfach nicht wahr genommen, denn besonders diese sogenannten Oberen in allen Gruppierungen und Parteien leben schon so abgehoben, wie die Götter im Olymp.

Die Medien tun ein übriges, besonders, wenn sie auch noch im Chauvinismus baden und es sich zum Beispiel um Sahra Wagenknecht handelt:

Der arme Mann hätte lieber im Saarland privatisiert, verständlich in seinem Alter. Aber solche Eskapaden sind nun einmal der Preis, den man zahlen muss, wenn man mit einer deutlich jüngeren Frau zusammen ist. Irgendeinen Vorteil muss sie ja davon haben, dass sie sich an einen Mann im Rentenalter bindet. In weiten Teilen der Partei ist es allerdings genau dieser Machtwille, der sie suspekt erscheinen lässt.

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Rechts oder Links ist inzwischen noch nicht einmal mehr die wichtigste Frage, sondern ob einige Wenige diese Welt nach ihrem Gusto regieren und der große Rest der Menschen NUR noch in Abhängigkeit wie Sklaven dahin vegetiert. Viele von UNS haben einmal geglaubt und dies auch dabei gelernt, dass Links auch Gerechtigkeit bedeutet/bedeuten kann. Viele von UNS glauben dies inzwischen, nach Gas-Gerd und der gesamten Grünen/SPD, garantiert NICHT mehr. Gerade diese beiden Parteien haben das Feld für einen Judaslohn den Konservativen und Rechten überlassen.

Natürlich brauchen Parteien auch prägnante Köpfe und Personen, welche als Integrationsfiguren angesehen werden können, aber hier in Deutschland gibt es nur eine Handvoll, welche diese Rolle wirklich übernehmen könnten/können und denen man ihren Intellekt und Willen auch ab nimmt. Was derzeit als Kopf in der Politik so nach außen hin vor sich hin werkelt, ist weniger als durchschnittlich:

Bei den Linken kandidieren aktuell zehn Kandidaten um die Doppelspitze. Bei den Piraten weiß man nie, wer gerade die Geschäfte führt oder wegen zu viel Stress das Handtuch geworfen hat. Die SPD-Troika versucht, etwas verkrampft, sich irgendwie als Einheit zu inszenieren, obwohl jeder weiß, dass etwa zwischen Peer Steinbrück und Sigmar Gabriel durchaus das eine oder andere Blatt passt. Philipp Rösler kann allenfalls nominell für sich beanspruchen, die FDP zu vertreten. In dieser Beziehung nur leicht besser dran ist Horst Seehofer mit seiner CSU. Und das grüne Quartett – Jürgen Trittin, Claudia Roth, Cem Özdemir, Renate Künast – scheint vor allem deswegen geeint, weil es sich kaum zu Gehör bringt.

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Dieser sogenannte ‘Durchschnitt’ setzt sich besonders in der Linken Deutschlandweit, €uropaweit und Weltweit aber auch fort, von wenigen Ausnahmen abgesehen und selbst diese Ausnahmen haben manchmal schon ein Alter, dass sie nicht mehr viel für die Sache bewirken können. Angestrebte Macht macht auch machtlos und WIR alle, die wir hoffen, bleiben auf der Strecke. Die Ökonomie hat die Politik in der Führung der Welt und damit der Menschen inzwischen abgelöst und dies muss nicht nur geändert, sondern auch mit den stärkeren Argumenten der Gerechtigkeit bekämpft werden. 99% sind stärker als 1%.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

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