Gastbeitrag: Eine ‘Mobilmachung’ der etwas anderen Art

Über diesen Beitrag bin ich wieder einmal nur durch Zufall gestolpert und ich denke einfach einmal mehr, dass besonders eine breite Öffentlichkeit Kenntnis davon haben sollte, auch wenn der FIWUS noch lange keine ‘breite’ Öffentlichkeit darstellt.

 

Neonazis nutzen Kundendaten von Mobilfunkanbietern, um Menschen zusammenzuschlagen

Von Andre Meister | Veröffentlicht am: 18.05.2012 um 13:53h |

Militante Neonazis nutzen Datenbanken von Mobilfunkanbietern, um vermeintliche Gegner auszuspionieren. Das geht aus Recherchen von Zeit Online hervor. Mit fatalen Konsequenzen: Die ermittelten Personen wurden zusammengeschlagen.

Im Gegensatz zu einem vermeintlichen Netzextremismus ist Rechtsextremismus in Deutschland tatsächlich gefährlich. In der lesenswerten Serie Neue deutsche Nazis berichtet Johannes Radke im Artikel Wie Neonazis ihre Gegner bedrohen:

In Dortmund etwa brachte es eine rechtsextreme Aktivistin zur Telefonistin bei einem Mobilfunkanbieter. Aus den Kundendaten besorgte sie den Rechtsextremen die Privatadressen von alternativen Jugendlichen. Bei manchen von ihnen wurden bald darauf Scheiben eingeworfen. Andere wurden auf dem Schulweg zusammengeschlagen.

Auch diese Stammdaten sind Teil der Vorratsdatenspeicherung. Bei der uns immer wieder versprochen wird, wie sicher die Daten sind. Anscheinend ist es recht üblich, dass Call-Center-Mitarbeiter Zugriff auf Stammdaten haben. Teilweise sollen diese auch auf die Verbindungsdaten zugreifen können. Weitere Informationen nehmen wir gerne über die üblichen Kontaktwege entgegen.

Quelle