#Facebook – viel heiße Luft um den Börsengang

Amerikanische Unternehmen, die an die Börse gehen wollen, machen zuerst einmal sehr viel Wind. Doch nicht immer spielt da die Technik mit, denn zum Beispiel Werbung, wie am normalen PC im Internet zu sehen, lässt sich auf einem Smartphone nun einmal nicht so einfach integrieren und wirkt dadurch für die Reichweite eines solchen sozialen Netzes einfach extrem einschränkend.

Mark Zuckerberg will beim Börsengang viel Geld einsammeln, aber schon jetzt springen große Werbekunden einfach wieder ab, weil sie keine echten Synergie-Effekte für sich für die Zukunft erkennen, was ich ja auch verstehen kann, wenn ich so die durchschnittliche Klientel von Facebook mir anschaue. Kann in jeder Stadt der Welt beobachtet werden. Junges ‘Gemüse’, welches ständig sein Smartphone oder Handy in der Hand hält und ständig damit rumfummelt, als ginge die Welt unter, wenn man auch nur das kleinste Komma verpasst.

Jedes Produkt und jede Firma, jeder TV-Sender usw. auf Facebook ist vielleicht derzeit besonders angesagt, aber dass wird sich mit der Zeit mehr als relativieren. Viele werden abspringen, weil die Kosten auf Dauer die echten Einnahmen überwiegen. Dazu kommt hat auch noch, die Klientel wird nun einmal älter und zum Teil auch vernünftiger und wer dann den Hype durchschaut, wird sich von diesen Plattformen schnellstens wieder verabschieden.

Typologie der Facebook-Nutzer

Der Datenkraken-Fütterer: Wenn sich dieser Typ Facebook-User durchsetzt, wird sich der Börsenwert des sozialen Netzwerks bald verdoppeln. Der nach Zuckerbergs Maßstäben ideale Nutzer teilt alles mit: Seine Smartphone-Apps posten automatisiert den Kalorien-Verbrauch des morgendlichen Joggings, die zurückgelegten Pisten-Kilometer beim Snowboarden sowie die dabei angehörten Musik-Tracks. Ergänzt werden die Mitteilungen durch Orts-Meldungen beim Betreten von Bars und Cafés, wobei man beobachten kann, wie während eines Café-Besuchs der Beziehungsstatus gewissenhaft erst auf „kritisch“ und dann auf „Single“ gesetzt wird. Die Freunde des Nutzers bekommen davon allerdings nichts mit, da sie seine Meldungsflut längst ausblenden lassen. Er freut sich dagegen, dass er Sekunden später schon Spam eines Dating-Portals im Posteingang hat.

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Plattformen wie Google, inzwischen auch mit seinem Google+, sind zum Beispiel schon viel länger im NET unterwegs, haben sich ihren Platz quasi erobert und wissen inzwischen, dass ein kurzfristiger Hype sich niemals durchhalten lässt und deshalb üben sie auch Zurückhaltung gegenüber ihren Nutzern, was besonders die Werbung angeht. Auch die Leute von Google sind keine Heiligen, aber sie üben Zurückhaltung, weil sie inzwischen wissen, dass man potentielle Kunden einfach nicht überfordern darf, will man sie nicht auf Dauer verlieren. Das sind Erfahrungen, welche ich persönlich in 15 Jahren Internet inzwischen machen konnte und ich sehe es ja auch bei den potentiellen Konkurrenten von Microsoft oder Yahoo, vom früheren Marktführer AOL ganz zu schweigen, dass das Konzept von Google mehr auf Dauerhaftigkeit ausgelegt ist, denn auf ultraschnellen Gewinn, der sich dann doch sich sehr schnell in Luft auflösen kann.

Facebook hat wohl angeblich 900 Millionen Anmeldungen, Google kennen aber wesentlich mehr Menschen, denn Google ist wie Coca-Cola inzwischen eine eingängige Marke, welche einfach in vielen Köpfen verankert ist, allein schon durch die inzwischen weltweit bekannte Suchmaschine. Alles andere bei Google ist Zugabe, und es ist kostenlos, denn auch wenn Google durch den Verkauf von Werbung noch keine Bäume ausreißt, wie es Facebook versucht, so steigern sich die Einnahmen von Google einfach kontinuierlich und konstant. Und auch technisch verändert sich Google eher zum Positiven, denn in Abständen kommen immer neue Möglichkeiten dazu, das Internet einfach besser auszunutzen.

Ich persönlich habe mit diesem Beitrag nur meine eigenen Ansichten aufgeschrieben, aber sie sind einfach die Erfahrungen, welche ich in 15 Jahren im Internet machen konnte und auch zum Teil musste. Meine Nutzung des Internet ist eigentlich immer überschaubar, bei mir sind quasi nur Seiten gespeichert, welche mir einen Nutzen bringen und von denen ich auch überzeugt bin.

Jeder hat seine eigenen Präferenzen, wie er/sie das Internet nutzt und dass ist auch gut so. Dies ist nur ein gedanklicher Hinweis, wie das Internet auch in Zukunft aussehen wird und da sehe ich Facebook nur als eine weitere Sternschnuppe, welche auch wieder verglüht.

Über den Autor

AlterKnacker

AlterKnacker

Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.

2 Kommentare

  1. Pingback: Anonymous

  2. Facebook war / ist eine Besonderheit der Unternehmensbewertung. Aufgrund des immensen Wachstums und der Innovationskraft sind „alte“ Methoden der Unternehmensbewertung nicht anwendbar. Sicherlich muss man die Bewertung auch realistisch betrachten. Ein ewig progressives Wachstum gibt es nicht! Das Ziel eines IPOs, möglichst viel Geld einzunehmen, wurde eindrucksvoll erreicht. Nach und nach spiegelt der Aktienkurs jetzt den wirklichen Unternehmenswert /-preis wider!

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