… und sie labern sich die Ergebnisse ‘schön’ …

Die CDU ist der klare Wahlsieger im Saarland. Dies ist umso überraschender, als das Saarland ein echtes Arbeiterland ist. Dass die SPD es wieder einmal nicht geschafft hat, ist in erster Linie einem besonderen Saarländer zu verdanken, nämlich Peter Hartz. Dazu kommt noch ein Oskar Lafontaine, welcher seiner ehemaligen Sozial-Kill-Partei doch immer noch genug Stimmen abjagen kann, dass diese dort lange nicht mehr auf einen ‘grünen Zweig’ kommt.

Den Piraten scheint zurzeit alles zu gelingen: Erst ziehen sie ins Berliner Abgeordnetenhaus ein, dann explodieren die Mitgliederzahlen und jetzt schaffen sie auch noch aus dem Stand im Saarland den Einzug in den Landtag. Fast acht Prozent der Wähler haben ihnen ihre Stimme gegeben, mehr als den Grünen (fünf Prozent) und viel mehr als der FDP (etwa 1,5 Prozent ).

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Das die Piraten in einen Landtag einziehen, ist wohl ein Erfolg, aber keine Revolution. Die meisten von ihnen sind im realen Politik absolut unerfahren, auch wenn sie noch so viele Ideen haben, aber die allein genügen nicht. Natürlich werden sie auch ‘frischen’ Wind in den eingefahrenen Politikbetrieb bringen, aber sie müssen auch lernen, zuerst einmal sogar sehr viel.

Und alle, alle müssen sich mit einem Phänomen auseinandersetzen, mit dem irgendwie keiner gerechnet hat, das aber doch logisch war, den Piraten. Diese Internetsache, nicht wahr.

Achtung, da geht es um die Gesellschaft der Moderne. Es könnte sein, dass sie bestimmt wird von einem Mangel an Datenschutz und der Vorstellung einer Massenware Mensch im Netz. So ungefähr, aber das klingt in jedem Fall schon mal so wichtig wie weiland die Umweltbewegung. Die verstand am Anfang in ihrer Selbstbezogenheit auch niemand; das waren auf ihre Weise die Nerds der 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts. Wer ihre Nachfahren heute unter den etablierten Parteien zuerst decodiert und dann noch richtig versteht, der hat gewonnen. Oder jedenfalls noch nicht alles verloren.

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Schaut man sich das Endergebnis dieser Wahl an, sieht man, bis auf die FDP, nur strahlende Gesichter mit einem etwas verdrießlichen Heiko Maas, der es allein wieder einmal nicht geschafft hat, sein eigenes Wahlziel zu erreichen, denn sein Ziehpapa Oskar ‘versaut’ ihm immer wieder großen Sprung an die Spitze des Landes. Aber die Saarländer werden genau, wie die anderen Wähler in Deutschland den Sozial-Kill dieser SPD einfach nicht vergessen.

Abgesehen von den Piraten, die mit gutem Grund feiern können, hat allein die CDU von diesem ersten Wahltag des Jahres 2012 Rückenwind erhalten. Dafür ist neben den landespolitischen Besonderheiten zu einem erheblichen Teil Merkels Auftritt auf deutscher und europäischer Bühne ausschlaggebend. Dass das allerdings ausreicht bei den nun kommenden Wahlen mit starken SPD-Frontleuten, ist keinesfalls garantiert.

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Die Auswirkungen auf die anderen Wahlen in Schleswig-Holstein und in NRW werden jetzt besonders interessant, denn wenn die FDP aus beiden Landtagen auch rausfliegt und die Piraten weiter Erfolge feiern können, dann wird Berlin sich wohl neu erfinden müssen, und dies ist nicht besonders beliebt, gerade bei ‘der alten Herren’ welche ja immer noch das Zepter schwingen. Da ist dann wirklich neues Denken angesagt.

Ganz besonders ‘schön’ sind jetzt die Volten, welche besonders von der CDU und der FDP geschlagen werden, wenn es um die Einschätzung dieser Wahl auf ihre Regierungspolitik geht, denn diese Nicht-Regierung ist ja inzwischen absolut die “Lahme Ente”, wie sie auch in den USA bezeichnet wird, wenn die letzte Regierungsperiode eingeläutet wird.

Es gebe keinerlei Parallelen zwischen der Situation an der Saar und in Berlin. CDU, CSU und FDP hätten im Bund in vielen Fragen Kompromisse gefunden. „Wir haben viel vor uns und werden unsere Arbeit in der christlich-liberalen Koalition gut weiter erfüllen.“

Das FDP-Wahldebakel setzt vor allem Parteichef Philipp Rösler unter Druck. Doch der Vorsitzende gab sich am Montag nach der Klatsche tapfer.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.