Tarif-Verhandlungen 2012

Es geht bisher bei den Tarif-Verhandlungen von Ver.di um sozusagen ‘6,5 Milliarden’ €uronen, wenn die 6,5% Tarif-Forderungen gezahlt werden müssten. Dieser Betrag ist geradezu lächerlich im Vergleich zu den Milliarden, welche gerade wieder die Banken abgesahnt haben durch die EZB, und dass auch noch zu einem geradezu lächerlich geringen Zinssatz von einem Prozent. Aber bei Tarif-Verhandlungen geht es ja nur ums Prinzip, nicht darum, mal wieder für die Arbeitnehmer einen relativ guten Schluck aus der Lohnpulle zu genehmigen, denn Arbeitnehmer sind ja nur noch ein finanzieller Klotz am Bein, besonders für Arbeitgeber und Politiker, wir haben ja schon länger das Zeitalter der Finanzwirtschaft. Diese arbeiten ja nicht mehr mit den Händen, sie überlassen sogar ihre Entscheidungen Computerprogrammen, welche von sogenannten schlauen Programmierern erstellt wurden. Arbeiter und Angestellte sind einfach Störenfriede im gesellschaftlichen Kontext.

Gottseidank gibt es aber auch noch Arbeitnehmer, welche einen Arsch in der Hose haben und sich nicht einschüchtern lassen, auch wenn es sich um den Jobverlust handeln kann. Die normalen Arbeitgeber können es sich gar nicht mehr so einfach leisten, gut ausgebildetes Personal so einfach raus zu schmeißen. Arbeitslose und selbst Hartz IV-Empfänger sind wieder gefragte Leute, wenn sie ihre Chancen erkennen, was bei manchen Langzeitarbeitslosen aber nicht so einfach über die Bühne gehen kann, denn sie brauchen nun mal einfach oft auch Hilfe, welche sich aber nicht auf materielle Art äußern muss, sondern eher um ein gesellschaftliches Umdenken hin zu einer vernünftigen Empathie.

Natürlich gibt es auch genau das Gegenteil von verantwortungsvollen Arbeitgebern, wie das Beispiel Schlecker zeigt. Hier kann ich nur zu ‘echtem Krawall’ (Streik) raten, denn diese Insolvenz stinkt geradezu zum Himmel. Auch und besonders Frauen sollten wirklich nicht so behandelt werden, denn viele haben leider besonders als Arbeitnehmerinnen noch nicht gelernt, wie man sich wirklich wehrt, auch ohne Gewalt.

Gefragt sind jetzt hier Gewerkschaften, welche endlich wieder ihre wirklichen Aufgaben erkennen müssen und sich nicht als Kuschelkissen den Parteien andienen. Die letzten 20 Jahren sollten sich endlich wieder verabschieden, denn sie haben wohl den Gewerkschaftsbonzen viel genutzt, aber dem einzelnen Gewerkschafter auf den unteren Ebenen nur noch geschadet.

Da ich aber heute nicht nur wehklagen und/oder motzen will, hier noch ein kleines Bonmot aus der Welt des Kapitals, dass sich jeder mal genüsslich auf der Zunge zergehen lassen sollte.

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AlterKnacker

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Ein Mensch, der denkt und schreibt. Nicht immer lustig, aber das Leben ist ja auch kein Beliebtheitswettbewerb.