Deutschland in einer Führungsrolle? Einen “Führer” hatten wir doch schon einmal und der war schon einer zu viel. Weltmacht Deutschland, allein dieser Gedanke jagt mir mehr als kalte Schauer über den Rücken. Das wir als Deutsche wirtschaftlich in vielen Bereichen sehr erfolgreich sind, prädestiniert uns aber noch lange nicht, diesen Erfolg als Universal-Rezept jeder anderen Nation aufs Auge zu drücken. Wenn wir wirklich so gut wären, dann würde allein schon unsere berühmte ‘Schulden-Uhr’ ganz andere und vor allem positivere Werte anzeigen.

Zwei Billionen €uro Schulden sind ein so unglaublich hoher negativer Wert, den man sich als Normal-Sterblicher eigentlich gar nicht mehr vorstellen kann. Die sich daraus ergebenden weiteren Adjektive zur politischen und militärischen Führung machen eine solche Führungsrolle noch unglaubhafter, denn am sogenannten “Deutschen Wesen” ist noch “nie die Welt genesen”, wie auch an keiner anderen Nation.

Nutzen die deutschen Spitzenpolitiker diese Vorlage? Bieten sie dem hochkarätigen internationalen Publikum neue Antworten? Zum Beispiel auf die fast schon philosophische Frage, wie ein Land wie Deutschland politische Führungsstärke zeigen wolle, wenn seine Bevölkerung auch aus historischen Gründen solche Probleme mit dem Gedanken von Führung habe?

Nein. Sie ergehen sich lediglich in ausweichenden Beamtensätzen. De Maizière sagt, auf die Euro-Krise angesprochen: Er sei ja Verteidigungsminister, also wolle er die Ressortzuständigkeit von Finanzminister Wolfgang Schäuble anerkennen. Und als der Moderator die Stimmung etwas anheizen will und nachhakt, ob Deutschland Israel beistehen würde, sollte es Iran angreifen, weicht de Maizière ebenfalls aus.

Allein schon die Vorstellung, Deutschland in einer militärischen Führungsrolle zu sehen, lässt garantiert viele unserer Nachbarn mehr als die Faust in der Tasche ballen.

In den Medien gibt es vor allem ein Thema: den drohenden Weltkrieg, den letzten, nicht mehr zu verhindernden Waffengang zweier bis auf den Tod verfeindeten Machtblöcke. Zu groß sind die Differenzen, als das man glauben könnte, die Eskalation noch stoppen zu können, zu groß der Hass auf beiden Seiten. Nichts wird diesen Prozess noch stoppen können, wieder einmal ist die Entsorgung unwerten Lebens alternativlos. Kein Wunder also, das es im Spiegel, im Handelsblatt, im Stern, im Fokus und in der Tagesschau nur noch ein Thema gibt: den kommenden dritten Weltkrieg, den wir so lange – ergebnislos – vermeiden wollten.

Sie sind jetzt verwirrt, richtig? Sie haben noch gar nichts von der Kriegsgefahr gehört, oder? Sie haben auch die Nachrichten noch nicht wahrgenommen, die Schritt für Schritt auf diesen Konflikt hinweisen, die zeigen, wie die Angreifer ihre Truppen weltweit gezielt in Stellung bringen und die Völker gezielt auf diesen neuen Waffengang vorbereiten. Diese Nachrichten werden zwar gebracht … aber leider ganz hinten hinter anderen Katastrophen versteckt. Immerhin: die Zustimmung zu einem Weltkrieg dürfte noch deutlich geringer sein als die Zustimmung der Deutschen zur “sozialen Marktwirtschaft” – und die liegt immerhin inzwischen unter fünfzig Prozent, siehe Handelsblatt:

Quelle: Hier weiterlesen

Solche Art der Nachrichtenlage entstammt nicht einem verwirrten Gehirn, viele Menschen machen sich mehr als ernsthafte Gedanken nicht nur um die Zukunft dieses Landes. Wir steuern tatsächlich auf Konflikte zu, welche wir dann nicht mehr in den Griff bekommen, nur weil sogenannte Großmächte den reinen Egoismus praktizieren und wir in Deutschland durch unsere sogenannte wirtschaftliche Stärke da mit reingezogen werden. Dazu kommen die großen wirtschaftlichen Konglomerate solcher Großmächte wie den USA, Russland und China, welche von ihrem Hunger nach Energie alles tun würden, auch Kriege anfangen, welche eigentlich nicht mehr gewonnen werden können, denn sollte sie irgendwann einmal zu Ende gehen, dann ist dass auch das Ende der uns bekannten Welt.

Bis zum Beginn des Internet-Zeitalters konnten solche Überlegungen niemals rechtzeitig erkannt und bekannt gemacht werden, heute ist es anders. Wir können uns alle informieren und mit unser ALLER Stimme uns dagegen erheben, denn Gewinner, auch Kriegsgewinner, wird es niemals wieder geben, selbst wenn solche Machwerke zu Propagandazwecken inzwischen existieren.

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3 Responses to Welche Laus haben wir uns da in den Pelz gesetzt?

  1. 2012 werden die USA und GB ihre letzten vergeblichen Versuche unternehmen ihre globale Macht in Wirtschaft, Finanzindustrie und Außenpolitik zu bewahren .Deren Macht verschwindet langsam aber sicher.
    Das sogenannte Downgraden einiger Euroländer durch S&P hat schon keinen mehr gejuckt,an den Märkten.
    https://www.silvior.de/news/?p=913

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  2. [...] fast Vollbeschäftigung und Exporte von über einer Billion. Wir werden wieder Weltmacht (Welche Laus haben wir uns da in den Pelz gesetzt? | Freies in Wort und Schrift) und müssen uns nach außen von einem Dilettanten vertreten lassen, der nicht einsehen will, dass [...]

  3. [...] fast Vollbeschäftigung und Exporte von über einer Billion. Wir werden wieder Weltmacht (Welche Laus haben wir uns da in den Pelz gesetzt? | Freies in Wort und Schrift) und müssen uns nach außen von einem Dilettanten vertreten lassen, der nicht einsehen will, dass [...]

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