Personenkarussell – und wo bleiben die Inhalte?
Der Wahltag zur Bundestagswahl 2013 rückt immer näher und die Parteien platzieren sich.
Vier Parteien kann der FIWUS schon mal generell für eine Wahlempfehlung ausschließen, denn diesen Parteien geht es schon lange nicht mehr um die Menschen in diesem Land. Was bleibt, sind zwei kleine Parteien, wovon sich eine eigentlich schon wieder disqualifiziert hat mit solchen Aussagen. Jetzt habe ich die Auswahl so eindeutig reduziert, dass eigentlich nur noch eine Partei übrig bleibt, die wählbar ist, die LINKE. Für den heutigen Tag kann man zwei Beiträge im SPON eruieren, die so unterschiedlich sind, dass ich erst mal Bauchschmerzen bekomme.
Schon seit längerer Zeit macht die LINKE eher mit Personaldebatten als mit konstruktiver Oppositionsarbeit von sich reden, was vom FIWUS dann schon eher als Ignoranz gegenüber den Wählern konstatiert wird. Natürlich bestehen Parteien aus Menschen, aber wenn nur noch über Personen gesprochen und berichtet wird, kommt doch das wahre Wesen einer Partei für mich/UNS einfach zu kurz. Politik von Menschen für Menschen, besonders die Verarschten in dieser Gesellschaft, dass lasse ich mir ja eingehen, aber wenn ich ständig nur über Posten und Pöstchengeschacher lesen muss, bekomme ich eigentlich sehr schnell eine Krise. Natürlich schreibe ich im FIWUS immer mal wieder über mich persönlich, aber einen solchen Narzissmus, wie er derzeit in der Politik abgeht und die Menschen, denen diese Politik gelten soll, werden einfach vergessen, dass geht absolut nicht und wird auch auf Dauer sehr negativ honoriert.
Natürlich werden Köpfe in der Politik gebraucht, aber wenn sie, wie ein Herr Wulff, nur noch Negativschlagzeilen produzieren, dann wächst die Zahl der ‘Nichtwähler’ immer mehr und das sogenannte 1% füllt sich noch mehr die Taschen und lässt eine menschliche und soziale Trümmerlandschaft zurück.
Oskar und Gregor, die Hauptfiguren in der LINKEN, sind Menschen, welche rein verbal jeden an die Wand reden können, ebenso Sahra Wagenknecht, aber reden allein reicht bei konstruktiver Politik nun mal nicht aus, wenn die Substanz dahinter ganz einfach fehlt oder zur Floskel wird. Nicht alles, was gut klingt, lässt sich in der Realität auch umsetzen. Die beiden sogenannten Vorsitzenden Lötzsch und Ernst sind fast nur als Gallionsfiguren erkennbar, aber fast niemals mit politischen Herzblut, dafür sind sie schon von ihren Charakteren viel zu unterschiedlich, was ja eigentlich gut ist, denn Unterschiede können sich oft gut ergänzen, nur diese beiden eigentlich nicht.
Links zu sein, ist eine Schublade, die inzwischen mehr als klemmt. Für mich bedeutet Links, dass ich in erster Linie nicht meine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund dränge, sondern dass mir das Wohlergehen einer Gesellschaft und Gemeinschaft wichtiger ist als dass, was die anderen Ideologien als sogenannte Wahrheiten zu verkaufen versuchen. Natürlich habe ich Bedürfnisse und Wünsche, aber ich will auch aus meiner Erfahrung heraus, dass diese Wünsche und Bedürfnisse allen anderen zugute kommen. Deshalb fällt mir Links zu sein, sehr leicht und einfach, auch wenn es sich um hochkomplexe Materie handelt. Solch eine Materie ist die sogenannte €urokrise, welche nur mit großen Sachverstand zu bewältigen ist. Gregor, Oskar und Sahra haben diese Sachkunde, wie sie schon mehr als einmal bewiesen haben.
Keiner in der Linken kann sich heute noch einen Zustand wie in der sogenannten DDR zurückwünschen, wenn er/sie noch alle Tassen im Schrank hat, ebenso wenig einen Zustand wie den Stalinismus. Sozial sich verhalten bedeutet für mich, sich menschlich und nicht gierig und egoistisch zu verhalten. Wenn Karl Marx heute leben würde, hätte er seine Thesen längst revidiert und umgeschrieben.
Wenn man sich die Akteure der 68er-Generation heute anschaut, besonders bei den Grünen, dann fragt man sich zuerst, ‘für solche Knallköppe’ haben wir in der APO ‘gekämpft? WIR, die wir heute zwischen 60 und 70 Jahre alt sind, wollen eigentlich nicht bis zum letzten Atemzug nur ‘kämpfen’, dafür brauchen WIR als Gesellschaft und solidarische Gemeinschaft eine starke LINKE. Der SOZIAL-Kill der konservativen vier anderen Parteien muss endlich wieder abgeschafft werden. Auch wenn ein Richard David Precht heute ein Star am Philosophie-Himmel und in viele Quatschbudensendungen ist, so ist er immer noch mehr am Wohlergehen vieler als anders herum interessiert, auch wenn er sich dumm und dämlich damit verdient. Das er sich nicht Instrumentalisieren lässt, macht ihn mir nur sympathischer als ein Wulff mit seiner sogenannten Freundschaft zu so einer Flitzpiepe wie Maschmeyer.
Nach Gas-Gerd ist echte linke Politik für dieses Land fast schon überlebenswichtig geworden und wird mehr denn je gebraucht, nur müssen sich die LINKEN auch wieder daran erinnern, wofür und womit sie angetreten sind für das Land.
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Eine Demokratie, wie man sie aus den Schulbüchern gelernt hat, haben wir schon lange nicht mehr. Vielmehr hat der Spruch "Geld regiert die Welt" eine erschreckende Realität angenommen. [...]Anzeige
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He, das war super geschrieben.
Und wie du mir, so ich dir. Wenn du bei mir “klauen” kannst, erscheint eben im Gegenzug dieser Artikel im Laufe des Tages im Muskelkater. *Grinz*
[...] FiWuS. – Siehe dazu auch das Interview mit Gregor [...]
[...] ich einen Beitrag wie diesen hier veröffentliche, muss ich anschließend in einer Mail lesen, dass eine der Autorinnen nicht mit [...]
Die Linken treten unübersehbar für ihre Partei samt Dogmen an. Der Mischmasch zwischen “entstalinisierten” Marxismus Verfechtern im sozialistischen Demokratie Gewand. Wer ein System überwinden will, das ist stets eine Kern Aussage der Linken gewesen, macht was? Ein anderes System installieren. Weltweit haben Menschen nur wenig Positives mit solchen Systemüberwindern erleben dürfen. Darüber hinaus litt besonders die Umwelt unter den sozialistischen Eingriffen in Mutter Natur.
Wer sich Mühe macht durch die Geschichte der Linken zu wühlen, der stößt auf viel Ungereimtes. Nur weil die anderen Parteien im Bundestag als nicht wählbar erscheinen, muß dies nicht zwangsläufig die Linke zur wählbaren Partei machen.
Warum haben wir in den letzten Jahren so viel Politik-Wahl-Verdrossenheit miterlebt? Parteien kämpfen um Machteinfluß, Parteien kämpfen um Gelder, Parteien kämpfen um den besten Platz an der Sonne. Dabei lassen Parteien menschliche Grundsätze auch mal links liegen. Davon nimmt sich ebenso die Linke keinesfalls aus. Glaubhaft mag der eine oder die andere sein. Insgesamt jedoch schaffen die Linken keinen überzeugenden Sprung aus dem eigenen Morast.
In meiner Eigenschaft als Wähler sehe es nicht ein dem mit meiner Stimme Vorschub zu leisten. Warum müssen wir denn alternativlos einer dieser Parteien zwangswählen? Weil wir uns nicht hinter dem Ofen heraus trauen und denen auf die verbalen Füsse treten.
Eins noch: Es gibt keine “echte” linke Politik. Sozial, menschlich zu sein ist kein reservierter Anspruch der Linken. Das bedarf ganz anderer Sichtweisen, als der Soljanka von Links.