Zwei Parteitage, welche unterschiedlicher nicht sein können

Die Piraten und die SPD, Politik kann unterschiedlicher nicht dargeboten werden. Schon bei den medialen Köpfen fängt es an. Auf den ersten Blick schon sind galaktische Unterschiede zu erkennen, wenn man die ‘Troika’ mit der Dame vergleicht, die sich bei den Piraten rein äußerlich schon von ihren ‘Truppen’ unterscheidet. Ist da eine neue ‘Julia Timoschenko’ im Anmarsch?

Die Sozialdemokraten, wenn man sie denn noch so bezeichnen kann, legen Wert auf alt bewährtes, die Troika, Herren in den sogenannten besten Jahren, schon lange im Geschäft und mit den Medien voll vertraut. Aber haben sie auch das Vertrauen der Bevölkerung und der Wähler?

Die Piraten würden rein vom ersten Eindruck her als Chaotentruppe gesehen, aber dieses Chaos hat auch Methode, denn sie wollen sich nicht sofort in Schubladen einordnen lassen. Ein ganzes politisches Farbenspektrum ist hier zu erkennen, ein Regenbogen könnte da schon vor Neid erblassen. Um es mal einfach vor weg zu nehmen, dort sind garantiert auch Kackbraune vertreten, welche sich nur nicht als solche zu erkennen geben. Soll ich jetzt eine ganze Idee, die sich da formiert, verdammen? Ich meine, dass wäre zuerst einmal schlechter Stil und auch ziemlich einseitig und dumm. Die wirklich Dummen werden in dieser Partei schon aussortiert werden, wenn sie es nicht von selbst tun. Da die meisten der Delegierten und Mitglieder noch sehr jung sind, haben sie von mir auch einen Bonus verdient und erst, wenn sie wirklich Scheiße bauen, kann ich entsprechend auch hier im FIWUS reagieren.

Bei der SPD muss ich schon ganz andere Maßstäbe ansetzen, diese Partei ist über Hundert Jahre alt und das merkt man auch teilweise oder auch zur Gänze. Diese Partei hat aber seit ihrer ‘Machtübernahme’ 1998 bei mir und vielen anderen Menschen in diesem Land jeglichen Bonus verspielt. Mit Gerhard Schröder, inzwischen auch Gas-Gerd genannt, hat sich ein Mensch an die Spitze der Partei gemogelt, der mit Sozialdemokratie so viel zu tun hat wie ein Borgia-Papst mit Gott. Und dieser Vergleich hinkt ganz sicher nicht, wenn man sich in Geschichte nur etwas auskennt oder aber die vor kurzer Zeit im ZDF die Serie über die Borgias gesehen hat.

Hartz IV und die Rente mit 67 wirken immer noch in diesem Land, während inzwischen von Seiten der derzeitigen Koalition mit Billionen jongliert wird, aber ganz sicher nicht für die wirklich Bedürftigen in diesem Land. Die Hartz-Gesetze sowie die neuen Voraussetzungen für die Rentner mögen ja sogar notwendig gewesen sein, aber die Umsetzung im Basta- und Hauruck-Verfahren waren es ganz sicher nicht und für diese ganz besonders miese Umsetzung sind in erster Linie Rot-Grün, aber auch Schwarz-Gelb die Schuldigen. Von deutscher Wertarbeit weit und breit keine Spur.

Diese besonders schlimme Art der Schlamperei haben die Piraten erst auf den Plan gerufen und wenn jetzt der Ruf nach einem bedingungslosen Grundeinkommen ertönt, dann haben die sogenannten Etablierten diesen jetzt sehr lauten Ruf erst ermöglicht.

Den Piraten geht es, nach ihren eigenen Aussagen, um Politik für Menschen, der SPD geht es um Macht und Personalien, auch wenn sie dies vehement abstreiten.